Schlagwort-Archiv: Pilotenausbildung

Zurück zu manuellem Fliegen

Angesichts der Automatisierung im Cockpit ruft die Air Line Pilots Association (ALPA) zu einer stärkeren Pflege manueller Flug-Fähigkeiten auf. Auf dem Skift Aviation Forum in Fort Worth betonte ALPA-Vize-Präsidentin Wendy Morse, selbst Boeing 787-Kapitänin, dass Piloten über ihre gesamte Laufbahn hinweg aktiv „fliegen“ müssten, um ihre Kompetenzen zu erhalten.

Sicherheitsdaten zeigten, dass praktische Fertigkeiten bei zu starker Abhängigkeit von Automatiksystemen nachlassen. ALPA empfiehlt daher bewusst mehr manuelles Fliegen, auch in Reiseflughöhen. Gleichzeitig bekräftigte Morse die Ablehnung von Konzepten mit reduzierter Cockpitbesatzung und verwies auf die Kampagne „Safety Starts With Two“. Technologie und neue Assistenzsysteme seien wertvoll, wenn sie Piloten unterstützen, nicht ersetzen. Auch künstliche Intelligenz könne beim Lernen und bei der Auswertung von Daten helfen – müsse jedoch sorgfältig überwacht werden. Für ALPA bleibt klar: Flugsicherheit beginnt mit soliden Grundlagen und zwei Piloten im Cockpit.

Japan modernisiert Self Defense Forces-Ausbildung

Textron Aviation Defense LLC gibt bekannt, dass das integrierte Trainingssystem (ITS) der Beechcraft T-6 Texan II gewählt wurde, um die Pilotenausbildung der Japan Air Self-Defense Force (JASDF) zu modernisieren. Japan schließt sich damit 14 anderen Nationen an, die sich für die T-6 Texan II entschieden haben, und ergänzt damit die Flotte von mehr als 1’000 weltweit ausgelieferten T-6-Flugzeugen. Die T-6 Texan II wurde nach einem intensiven Wettbewerb und einer gründlichen Bewertung ausgewählt. Der Abschluss des Vertrags wird für 2025 erwartet. Quelle: ‚media.txtav.com‚.

16 PC-21 für die Spanische Luftwaffe

Spanien zeigt sich vom PC-21 überzeugt: Seit Sommer 2022 werden die zukünftigen Militärpiloten mit dem weltweit modernsten Trainingssystem von Pilatus ausgebildet. Nach einer sehr professionell durchgeführten Verhandlungsphase hat die Luftwaffe jetzt weitere 16 PC-21 bestellt, um die Pilotenausbildung mit zusätzlichen Pilatus Trainingsflugzeugen zu verstärken. Gleichzeitig wird die Ausbildungsbandbreite der PC-21 erweitert: Nebst dem «Basic Training» wird zukünftig auch das «Elementary Training» auf den PC-21 umgesetzt.

Oberstleutnant Ildefonso Martínez-Pardo González, Kommandant der Academia General del Aire (AGA), erwähnte anlässlich der Vertragsunterzeichnung: «Das integrierte PC-21 Ausbildungssystem, welches nun seit über 18 Monaten bei uns im Einsatz ist, übertrifft unsere Erwartungen bei weitem! Das zuverlässige und effiziente Triebwerk, die Aerodynamik, die Sicherheitssysteme und die Avionik machen den PC-21 zu einem äusserst vielseitigen Trainer, der jede Phase des Flugtrainings durchführen kann. Unsere Beziehung zu Pilatus ist hervorragend und ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Umsetzung dieses Programms. Die ausgezeichnete Zusammenarbeit, die Professionalität und das Teamwork aller Beteiligten in den vergangenen drei Jahren haben ermöglicht, den PC-21 bei uns in Rekordzeit und ohne Unterbrechung der Trainings einzuführen.»

PC-21 – effizientes Trainingssystem
Angesichts immer knapper werdender finanzieller Mittel der Luftwaffen, bietet der komplett neu entwickelte PC-21 eine hocheffiziente und intelligente Plattform für die Ausbildung von Jetpiloten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, hat der PC-21 extrem hohe Ausstattungs- und Leistungsmerkmale. Sie ermöglichen dem einmotorigen Turboprop ein Einsatzspektrum, das bislang ausschliesslich Jets vorbehalten war. Der PC-21 lässt sich dabei viel kostengünstiger und treibstoffarmer operieren als ein Jet-Trainer. Die Erfahrungen mit bestehenden PC-21 Kunden zeigen, dass es möglich ist, die Kosten für die Ausbildung eines angehenden Militärpiloten-schülers mit dem Pilatus Trainingssystem um mehr als 50 Prozent zu senken. Quelle: ‚Pilatus‚.

BAZL: Ausbildungsfinanzierung Luftfahrt

Ein Teil der (Schweizer) Erträge aus der Mineralölsteuer kann zur Unterstützung von Aus- und Weiterbildungen zu Berufspiloten/innen, Fluglehrer/innen und Luftfahrzeug-Instandhaltungspersonal eingesetzt werden.

Dies ist eine Massnahme, um einem Mangel an qualifiziertem Personal in der Schweizer Luftfahrt entgegenzuwirken. Jährlich werden höchstens so viele Auszubildende unterstützt, wie in der Schweizer Zivilluftfahrt in der jeweiligen Berufsgruppe Bedarf besteht. Die finanziellen Beiträge werden nur an Kandidatinnen und Kandidaten ausbezahlt, die eine Anstellung bei einem Schweizer Aviatikbetrieb nachweisen können. Berücksichtigt werden jene Anwärterinnen und Anwärter, welche die beste Gewähr für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung und gute Leistungen im Beruf bieten.

Die Verordnung über die Finanzhilfen für Ausbildungen im Bereich der Luftfahrt (VFAL) regelt, welche Ausbildungen mit welchen Beiträgen bzw. Beitragssätzen unterstützt werden, welche Voraussetzungen Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller erfüllen müssen und welche Anforderungen an Ausbildungsstätten gelten. Das Gesuch muss vor Ausbildungsbeginn beim Bundesamt für Zivilluftfahrt eingereicht werden.

Ausbildungsfinanzierung im Bereich Luftfahrt: Gesuch um Unterstützung einer Ausbildung
Klären Sie vor Gesuchseinreichung ab, ob Sie alle Voraussetzungen für den Anspruch auf Erhalt einer Finanzhilfe erfüllen. Zu jeder Berufsgruppe finden Sie einen Leitfaden zur Gesuchseinreichung. Bitte lesen Sie diesen im Voraus gründlich durch.

  • Gesuch um Ausbildungsförderung zum/r Berufspilot/in
  • Gesuch um Ausbildungsförderung zum/r Fluglehrer/in
  • Gesuch um Ausbildungsförderung zum Luftfahrzeug-Instandhaltungspersonal

Quelle / mehr Informationen: ‚BAZL‚.