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Pilatus stärkt Europageschäft

Der Schweizer Flugzeughersteller Pilatus Aircraft übernimmt die deutsche Air Alliance GmbH und baut damit seine Präsenz im europäischen Markt gezielt aus. Alle Mitarbeitenden werden weiterbeschäftigt, das bestehende Management bleibt unter der Leitung von CEO René Petersen an Bord.

Air Alliance ist seit 2014 autorisiertes Verkaufs- und Servicecenter für Pilatus und verantwortet den Vertrieb sowie den technischen Support der Modelle Pilatus PC-12 und Pilatus PC-24 in Deutschland und Österreich. Darüber hinaus umfasst das Portfolio Flugschule, Wartung, Flugzeugmanagement und kommerziellen Flugbetrieb – und deckt damit die ganze Wertschöpfungskette ab.

Kein Teil der Transaktion ist die Ambulanzflug-Tochter Unicair, die weiterhin eigenständig agiert.

Mit der Übernahme vertieft Pilatus eine langjährige Partnerschaft und verfolgt das Ziel, Vertrieb, Service und operativen Betrieb enger zu verzahnen. Insbesondere in den Kernmärkten Deutschland und Österreich sollen zusätzliche Wachstumsimpulse erschlossen und die Kundennähe weiter gestärkt werden. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen.

Erster PC-12 PRO Ambulanzflieger geliefert

Der erste Pilatus PC-12 PRO in Ambulanzkonfiguration ist in Australien eingetroffen. Das Flugzeug mit der Seriennummer 3010 ist der erste von insgesamt fünf neuen Maschinen, die an den Royal Flying Doctor Service – Central Operations (RFDS SA/NT) ausgeliefert werden. Der RFDS gehört seit mehr als drei Jahrzehnten zu den wichtigsten Kunden von Pilatus.

Die neuen PC-12 PRO werden künftig im zentralen Korridor von Südaustralien und dem Northern Territory eingesetzt und medizinische Versorgung in entlegene Regionen bringen. Die druckbelüftete Kabine bietet über neun Kubikmeter Platz für Patienten, medizinisches Personal sowie moderne Medizintechnik. Dank grosser Frachttür und Liftsystem können Patienten schnell verladen werden.

Mit dem PC-12 PRO führt Pilatus die nächste Generation seines erfolgreichen einmotorigen Turboprops ein. Das Flugzeug verfügt über das Garmin-G3000-Avioniksystem, neue Sicherheitsfunktionen wie Safety Autoland und behält gleichzeitig typische PC-12-Stärken wie Kurzstartfähigkeit und den Betrieb auf unbefestigten Pisten.

Mit über 2200 ausgelieferten PC-12 und mehr als 12 Millionen Flugstunden weltweit gilt das Muster als eine der bewährtesten Plattformen für anspruchsvolle Spezialmissionen – darunter auch der Ambulanzbetrieb.

Trotz Turbulenzen solide

Das Geschäftsjahr 2025 verlangte Pilatus einiges ab: volatile US-Zölle, ein schwacher Dollar sowie gestörte Lieferketten mit Auslieferungsstopps und -verschiebungen prägten das Umfeld. Dennoch brachte das Unternehmen zentrale Innovations- und Wachstumsprojekte voran und sicherte sich wichtige Aufträge.

Mit einem Umsatz von 1,672 Milliarden Franken, einem Betriebsergebnis von 170 Millionen Franken und einem Bestelleingang von 1,869 Milliarden Franken schliesst Pilatus das Jahr solide ab. Insgesamt wurden 147 Flugzeuge ausgeliefert: 82 PC-12, 50 PC-24, 14 PC-21 sowie ein PC-7 MKX. Gruppenweit entstanden 352 neue Vollzeitstellen, davon 254 in der Schweiz.

Government Aviation mit starken Aufträgen
Im Behörden- und Militärgeschäft gewann Pilatus mehrere bedeutende Kunden für den neuen PC-7 MKX Basic Trainer: Die Königliche Niederländische Luftwaffe bestellte acht Flugzeuge inklusive Simulatoren, die Französische Luftstreitkräfte 23 und die Belgische Luftstreitkräfte 18 Maschinen mit Trainingssystemen. Damit verfügt der PC-7 MKX bereits über drei Erstkunden.

Business Aviation mit digitalem Impuls
In der Business Aviation setzte Pilatus mit dem vollständig digitalen Launch des PC-12 PRO ein starkes Zeichen. Das neu gestaltete Cockpit „Powered by Garmin“ stiess weltweit auf grosses Interesse und sorgte für anhaltend hohe Nachfrage. Gleichzeitig blieb das Segment von externen Einflüssen und verzögerten Auslieferungen geprägt.

Internationale Präsenz gestärkt
Strategisch bündelte Pilatus per Ende 2025 die US-Aktivitäten in der Pilatus Aircraft USA Ltd. Anfang 2026 folgte der Spatenstich für ein neues Verkaufs-, Service- und Assembly Center für den PC-12 in Florida. Auch in Australien wurden Gesellschaften zusammengeführt, in Europa der Standort Emmen ins Produktionsnetz integriert und die spanische Tochtergesellschaft weiter ausgebaut. Ziel: robustere Lieferketten und mehr Kundennähe.

Personell verstärkte sich das Unternehmen ebenfalls: Bruno Cervia wechselte in den Verwaltungsrat, Igor Medici übernahm per 1. Januar 2026 die Leitung Research & Development und wurde Mitglied der Geschäftsleitung. Trotz eines herausfordernden Umfelds bleibt Pilatus dank hoher Auftragsbestände, innovativer Produkte und klarer Strategie auf stabilem Kurs – mit positiver Perspektive für die kommenden Jahre.

Spatenstich für Pilatus in Florida

Pilatus baut in Sarasota ein neues Servicezentrum, investiert Millionen und schafft 300 Jobs. Die Bauarbeiten haben begonnen.

Am Flughafen Sarasota-Bradenton (KSRQ) hat Pilatus Aircraft mit einer offiziellen Feier den Startschuss für den Bau eines neuen Vertriebs- und Servicezentrums gegeben. Auf einem 17 Hektar großen Gelände im Norden des Flughafens entsteht eine moderne Anlage. Das Projekt umfasst Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe und soll über 300 qualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Die Zusammenarbeit mit dem lokalen Manatee Technical College, das eine Flugzeug-Instandhaltungsschule aufbaut, ermöglicht Anstellungen von Absolventen in der Region.

Der zusätzliche Standort in Florida hat keine Auswirkungen auf die bestehenden Arbeitsplätze am Hauptsitz des Unternehmens in der Schweiz, sondern sichert das gesamtheitliche Wachstum des Unternehmens sowie die weltweit hohe Nachfrage nach PC-12 und PC-24.

Pilatus Aircraft Ibérica SA eröffnet

Pilatus hat nahe Sevilla die neue Tochtergesellschaft Pilatus Aircraft Ibérica SA offiziell eröffnet und damit seine internationalen Produktionskapazitäten erweitert. Hintergrund ist die anhaltend hohe Nachfrage nach den Modellen PC-12 und PC-24.

Der Produktionsaufbau läuft seit Anfang 2025. Bereits gefertigt werden Strukturbaugruppen für den PC-24 sowie Kabelstränge für den PC-12; der Strukturbau des PC-12 ist ab Anfang 2026 geplant. Derzeit sind rund 75 Mitarbeitende beschäftigt, ein weiterer Personalaufbau ist vorgesehen.

Die Eröffnungsfeier verband mit Alphorn- und Gitarrenklängen symbolisch die Schweiz und Spanien. Nach Ansprachen von Managing Director Victoria Vallecillos Gómez, CEO Markus Bucher sowie politischen Vertretern Andalusiens bildete ein Überflug der Kunstflugstaffel Mirlo mit dem PC-21 den Höhepunkt der Veranstaltung.

In Anbetracht der wachsenden Nachfrage aus der Geschäftsluftfahrt hat Pilatus am Hauptsitz in Stans nicht mehr ausreichend Produktionsfläche. Mit der Basis in Sevilla stärkt Pilatus die internationale Kompetenz und unterstreicht das Wachstumspotenzial, die Innovationskraft und das Engagement für langfristige Partnerschaften.

Die kanadischen Luftstreit-Kräfte trainieren zukünftig auf 19 PC-21 Next Generation Trainern

Pilatus schliesst einen Vertrag über die Lieferung von 19 PC-21 Trainingsflugzeugen ab. Kanada erhält mit dem PC-21 nicht nur das technisch fortschrittlichste Trainingssystem, sondern gleichzeitig eine sehr kostengünstige und umweltfreundliche Trainings-Plattform für die Ausbildung der Militärpilotinnen und Militärpiloten.

Pilatus freut sich sehr, den erfolgreichen Abschluss eines bedeutenden Vertrags mit KF Aerospace im Rahmen der Zusammenarbeit mit SkyAlyne für das «Future Aircrew Training» (FAcT) Programm der Royal Canadian Air Force (RCAF) bekannt zu geben. Dieser Vertrag sieht die Lieferung einer Flotte von 19 hochmodernen PC-21 Trainingsflugzeugen vor.

Die 19 PC-21 werden ab 2026 auf der Luftwaffenbasis in Moose Jaw in der Provinz Saskatchewan stationiert sein. Dort werden sie in erster Linie für die fortgeschrittene Ausbildung der angehenden Militärpilotinnen und Militärpiloten eingesetzt. Das Programm mit einer Laufzeit von 25 Jahren zielt darauf ab, die Ausbildungskapazitäten der kanadischen Luftstreitkräfte grundlegend zu modernisieren und zu erweitern.

«SkyAlyne freut sich sehr, zusammen mit Pilatus an diesem wegweisenden Projekt arbeiten zu können. Der PC-21 bietet zahlreiche Vorteile gegenüber herkömmlichen Trainingsflugzeugen und ist mit modernster Avionik ausgestattet, die den Übergang zu ‹Frontline-Jets› nahtlos gestaltet», erklärt Kevin Lemke, Senior Executive von SkyAlyne und führt weiter aus: «Zudem ermöglicht das innovative Design des PC-21 eine deutliche Reduzierung der Betriebskosten und eine höhere Effizienz im Trainings-Betrieb. Diese Eigenschaften machen den PC-21 zur idealen Wahl für Kanada.»

Markus Bucher, CEO von Pilatus, zum bedeutungsvollen Vertragsabschluss: «Dieser Vertrag zeigt einmal mehr, wie leistungsfähig unser PC-21 Trainingssystem ist. Kanada zählt zu den renommiertesten und professionellsten Luftwaffen der Welt und wir sind sehr stolz darauf, Teil dieses zukunftsträchtigen Projekts zu sein. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Partnern und gewähren unseren vollen Einsatz, damit Kanada das beste Trainingssystem und den bestmöglichen Support von uns erhält. Wir danken allen für das Vertrauen in Pilatus und den PC-21 – unseren Next Generation Trainer made in Switzerland!»

Ioannis Papachristofilou, Vice President Government Aviation von Pilatus, ergänzt: «Dieser Meilenstein ist ein bedeutender Erfolg für alle Beteiligten und wir sind sehr stolz darauf, dass der PC-21 von nun an jahrzehntelang als Rückgrat für Kanadas militärisches Pilotenausbildungsprogramm dienen wird.»

Integriertes und bewährtes Trainingssystem

Mit dem PC-21 bietet Pilatus eine fortschrittliche Trainingsplattform, die speziell entwickelt wurde, um die Anforderungen an das moderne Pilotentraining zu erfüllen. Der PC-21 ist bekannt für seine Effizienz und Vielseitigkeit und wird weltweit als führendes Trainingsflugzeug geschätzt. Neben dem Flugzeug selbst beinhaltet das integrierte PC-21 Trainingssystem Missionsplanung- und Debriefing Systeme sowie Schulungsmaterialien – alles wesentliche Elemente im Bereich des bodenbasierten Trainings.

Aktuell besteht die Flotte weltweit aus knapp 250 PC-21. Zur Kundschaft zählen die weltbesten Luftwaffen aus Europa, dem Mittleren und Fernen Osten sowie Australien. Die Schweizer Luftwaffe setzt seit 2008 auf den PC-21 und bildet damit die zukünftigen Militärpilotinnen und Militärpiloten erfolgreich aus. Quelle: ‚pilatus-aircraft.com‚.