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Pfingstcamp aktiviert – Ausbildungs-Turbo gezündet

Autor: Thorsten Wittmeier

Was war das letztes Jahr zu Pfingsten für eine Wasserschlacht! Wir hätten den Vereinsnamen fast umdeuten können in „Landsberger Segelbootverein Geratshof“. Und wie anders war es diesmal: Fliegen satt – volle 14 Tage lang! Deshalb gleich vorweg: es war ein rundum erfolgreiches Camp. Aber der Reihe nach.

Wie schon in den vergangenen Jahren durften wir wieder Gäste aus den rheinland-pfälzischen Vereinen Daun und Traben-Trarbach begrüßen – einige von ihnen sind über die Jahre erfreulicherweise zu echten Stammgästen am Geratshof geworden. Und statt nur eine leere Anhängerkupplung mitzubringen, hatten sie reichlich Fluggerät im Gepäck. Das sorgte für ordentlich Betrieb – und beim Starten war mitunter kreatives „Schachteln“ gefragt, um den Platz optimal zu nutzen.

Los ging’s mit einem verregneten Wochenende. Simulator-König Konrad schleppte seinen hochgezüchteten Computer in unsere gemütliche Holzhütte, die so viel Rechenpower vermutlich noch nie gesehen hat. Dort wurden realitätsnahe Segelflüge im Trockentraining durchgespielt. Außerdem ging’s zum Bouldern nach Kaufering.

Das war’s dann aber auch schon mit den außerfliegerischen Aktivitäten – denn ab da war das Wetter durchgehend gut. Und wenn es nicht langstreckentauglich war, dann zumindest ideal für intensiven Schulungsbetrieb. Die Gleichung ist dabei ganz einfach: Viel Fliegen = Viel Lernfortschritt. Unsere Flugschüler zündeten also den Ausbildungs-Turbo, und die langen Tage trugen ihren Teil dazu bei. Ein ordentliches Frühstück war deshalb Pflicht – das (meist selbst gekochte) Abendessen startete mitunter recht spät.

Beim abendlichen Debriefing gab es regelmäßig Grund zum Applaus: Laurins B-Prüfung, Lukas‘ C-Prüfung, diverse Einweisungen auf neue Flugzeugmuster, beeindruckende Streckenflüge… Und dann noch zwei ganz besondere Erfolge: Maxi absolvierte seinen ersten Alleinflug – samt obligatorischem „Blumenstrauß“.

Und Elias meisterte die letzte Hürde vor seiner Lizenzprüfung: den 50-Kilometer-Flug, bei uns traditionsgemäß mit unserer „Old Lady“, dem Holzflugzeug Ka 8. Was auf dem Foto wie eine beliebige Wiese aussieht, ist tatsächlich die Landung auf dem Zielflugplatz Benediktbeuern.

Eine Camp-Zutat lässt sich allerdings in keiner Statistik erfassen: der Spaß und die Gemeinschaft, die wir in diesen zwei Wochen erleben durften. Ein herzlicher Dank geht an alle Mitmacherinnen und Mitmacher, die gemeinsam anpackten – an die Fluglehrer, Windenfahrer und Helfer/-innen, die großzügig ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Ohne sie wäre ein solches Camp nicht möglich.