Das Geschäftsjahr 2025 verlangte Pilatus einiges ab: volatile US-Zölle, ein schwacher Dollar sowie gestörte Lieferketten mit Auslieferungsstopps und -verschiebungen prägten das Umfeld. Dennoch brachte das Unternehmen zentrale Innovations- und Wachstumsprojekte voran und sicherte sich wichtige Aufträge.
Mit einem Umsatz von 1,672 Milliarden Franken, einem Betriebsergebnis von 170 Millionen Franken und einem Bestelleingang von 1,869 Milliarden Franken schliesst Pilatus das Jahr solide ab. Insgesamt wurden 147 Flugzeuge ausgeliefert: 82 PC-12, 50 PC-24, 14 PC-21 sowie ein PC-7 MKX. Gruppenweit entstanden 352 neue Vollzeitstellen, davon 254 in der Schweiz.
Government Aviation mit starken Aufträgen
Im Behörden- und Militärgeschäft gewann Pilatus mehrere bedeutende Kunden für den neuen PC-7 MKX Basic Trainer: Die Königliche Niederländische Luftwaffe bestellte acht Flugzeuge inklusive Simulatoren, die Französische Luftstreitkräfte 23 und die Belgische Luftstreitkräfte 18 Maschinen mit Trainingssystemen. Damit verfügt der PC-7 MKX bereits über drei Erstkunden.
Business Aviation mit digitalem Impuls
In der Business Aviation setzte Pilatus mit dem vollständig digitalen Launch des PC-12 PRO ein starkes Zeichen. Das neu gestaltete Cockpit „Powered by Garmin“ stiess weltweit auf grosses Interesse und sorgte für anhaltend hohe Nachfrage. Gleichzeitig blieb das Segment von externen Einflüssen und verzögerten Auslieferungen geprägt.
Internationale Präsenz gestärkt
Strategisch bündelte Pilatus per Ende 2025 die US-Aktivitäten in der Pilatus Aircraft USA Ltd. Anfang 2026 folgte der Spatenstich für ein neues Verkaufs-, Service- und Assembly Center für den PC-12 in Florida. Auch in Australien wurden Gesellschaften zusammengeführt, in Europa der Standort Emmen ins Produktionsnetz integriert und die spanische Tochtergesellschaft weiter ausgebaut. Ziel: robustere Lieferketten und mehr Kundennähe.
Personell verstärkte sich das Unternehmen ebenfalls: Bruno Cervia wechselte in den Verwaltungsrat, Igor Medici übernahm per 1. Januar 2026 die Leitung Research & Development und wurde Mitglied der Geschäftsleitung. Trotz eines herausfordernden Umfelds bleibt Pilatus dank hoher Auftragsbestände, innovativer Produkte und klarer Strategie auf stabilem Kurs – mit positiver Perspektive für die kommenden Jahre.


