Autor: Georg Kirchner
Das diesjährige Fluglager der Akaflieg Graz in Nötsch präsentierte sich nahezu regenfrei – dafür mit überraschend vielen guten Thermiktagen und abwechslungsreichen fliegerischen Bedingungen.

Besonders erfreulich war die Rückkehr von Franz Koidl in die Segelfliegerei. Der langjährige Fluglehrer der Akaflieg Graz hatte nach jahrzehntelanger Tätigkeit eine 13-jährige Pause eingelegt. Nach zwei Wochen Segelfliegen in Namibia hat ihn die Fluglust nun wieder gepackt.

Ein Höhepunkt des Fluglagers war der letzte Flugtag: Bei mäßigem NNW-Wind bildete sich entlang der Südseite des Gailtals eine ausgeprägte Konvergenz mit durchgehendem Hangaufwind. Die relativ trockene NNW-Strömung sorgte für eine Basis von rund 3’600 Metern. Südlich der Karnischen Alpen war die Luft dagegen deutlich feuchter, der Wind griff weniger durch und die Wolkenbasis lag bei etwa 2’400 Metern. Die ausgezeichneten Bedingungen ermöglichten mehrere kreislose Flüge zwischen Nötsch und Obertilliach.

Auch die Ausbildung kam nicht zu kurz. Für Schulungsflüge wurde kurzfristig der neue Motorsegler Super Dimona D-KDAN aus Graz nach Nötsch überstellt. Die Organisation erfolgte bemerkenswert unkompliziert: Abfahrt mit der ÖBB um 08:41 Uhr in Nötsch, Weiterfahrt vom Grazer Hauptbahnhof zum Flughafen Thalerhof – und kurz nach 13:00 Uhr landete die Dimona bereits in Nötsch.
Die schnelle Bahnverbindung wurde während des Fluglagers mehrfach genutzt – von Flugschülern für Schulungsflüge ebenso wie von Besuchern und Piloten, die ihren PPL-Verlängerungsflug in Nötsch absolvierten. Die neue Koralm-Bahn macht solche kurzfristigen Anreisen deutlich einfacher.
Das Fazit der Akaflieg Graz fällt entsprechend knapp aus: Schön war’s!

