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Erstmals Obfrau bei Micheldorfer Segelfliegern

Erstmals in der Geschichte steht mit Sabine Grassegger eine Obfrau an der Spitze des Segelflug- und Modellbauclubs Kirchdorf-Micheldorf. „Mein Papa war ein passionierter Segelflieger, ich bin als Kind am Rücksitz mitgeflogen. Manchmal habe ich auch geschlafen oder gelesen – Hauptsache Fliegen“, erinnert sich die gebürtige Nürnbergerin. Mit 14 Jahren begann sie am Flugplatz Fürth Seckendorf selbst die Ausbildung und wurde eine begeisterte Segelfliegerin. Doch ihr Hobby fiel schließlich dem Beruf zum Opfer.

Nachfolgerin von Gerhard Puhl
Die Liebe führte Sabine Grassegger schließlich nach Oberösterreich. „Schon auf der ersten Fahrt mit Helmut, meinem späteren Mann, von Tegernsee nach Frauenstein ist mir in Micheldorf das blaue Hinweisschild mit den drei Möwen aufgefallen“, erinnert sich die zweifache Mutter. 2009, als ihre Kinder aus dem Gröbsten heraußen waren, absolvierte sie am Flugplatz Micheldorf erneut die Segelflug-Ausbildung und engagierte sich bald als Schriftführerin für den Verein. Am 25. März wurde die frischgebackene Pensionistin einstimmig zur Nachfolgerin von Gerhard Puhl gewählt, der den SMBC zehn Jahre sehr erfolgreich geführt hatte und sich nicht mehr der Wahl stellte. Quelle: ‘Tips.at‘.

Seit 1931 über den Wolken

In einer Zeit, in der eine Welle von Wirtschaftskrisen die erste Republik erschütterte, gründeten einige Männer am 13. August 1931 den Verein „Sportflieger Steyr“ (SFS). Das Ziel: Flugbegeisterten Menschen den außergewöhnlichen Sport zu ermöglichen. Doch das Fliegen steckte damals noch in den Kinderschuhen – die Flugzeuge mussten selbst gebaut, die Baustoffe dafür unter extrem ungünstigen Bedingungen beschafft werden. Trotzdem gelang es schon bald, die Steyrer Bevölkerung und die Öffentlichkeit für das Segelfliegen und den Verein zu begeistern. Im Jahr 1938 wurde der SFS aufgelöst und nach dem Einmarsch von der Flieger-HJ übernommen. Doch kaum fünf Jahre später wurde der Verein neuerlich gegründet.

Dahingleiten ohne Motor
Heuer feiert der Verein sein 90-jähriges Bestehen, hat rund 40 Mitglieder und sieht sich nach wie vor in der Pflicht, die Sportfliegerei – sei es im Segel- oder Motorflug – aufrecht zu erhalten und zu pflegen. Dabei richtet sich das Hauptaugenmerk auf die professionelle Aus- und Weiterbildung der Piloten. Sieben Flugzeuge stehen dafür zur Verfügung. „Am Segelflugplatz in Micheldorf haben wir fünf verschiedene ein- und zweisitzige Segelflugzeuge. In Hofkirchen, wo ein Wartungsbetrieb den Flugplatz betreibt, steht unser Neuerwerb, ein zweisitziges Ultraleichtflugzeug. Die Katana, eine ebenfalls zweisitzige Sportmaschine, ist auf dem Welser Flugplatz stationiert“, erzählt Johann Blumenschein, Schriftführer des Vereins. Bereits im zarten Alter von 15 Jahren kann man sich zum Piloten ausbilden lassen, dazu braucht es nur ein fliegerärztliches Attest.

„Man kann natürlich auch sofort mit dem Motorflug durchstarten, wir empfehlen aber, zuerst den Segelflugschein zu machen, da diese Ausbildung in gewisser Weise anspruchsvoller ist“, weiß Blumenschein. Denn beim Segeln gibt es keinen Motor – das Segelflugzeug kann mithilfe von Aufwind, der sogenannten Thermik, über einige Stunden weite Strecken fliegen. „Die Ausbildung dauert rund ein Jahr beziehungsweise braucht man für den Schein 100 Starts und insgesamt 15 Flugstunden.“ Günstig ist die Grundausbildung allerdings nicht: Insgesamt 3.500 Euro kostet der Schein, inklusive dem Attest und dem Flugfunk. „Hat man aber erstmal die Grundausbildung, kann man jederzeit auf andere Flugzeugklassen aufstocken – viele Ausbildungsabschnitte werden dabei angerechnet.“ Für Jugendliche besteht die Möglichkeit von Förderungen und Vergünstigungen sowie jährliche Schnuppertage und Trainingswochen. Quelle: ‘MeinBezirk.at‘.

Segelflieger holen Junioren-Staatsmeisterschaft nach Micheldorf

Im Zeichen der Nachwuchsförderung steht die Flugsaison 2021 beim Segelflug- und Modellbauclub Kirchdorf-Micheldorf. Vom 31. Juli bis 7. August trägt der Verein die Streckenflug-Staatsmeisterschaft der Junioren aus. Nach der gelungenen Generalprobe, dem Trainings- und Ausbildungslager 2019 für den Streckenflieger-Nachwuchs, schickt ein Team rund um Wettbewerbsleiter Leopold Felbermayr heuer Österreichs beste Segelflug-Junioren auf Strecke. Der Flugplatz Micheldorf bietet dazu ausgezeichnete Möglichkeiten – lässt er ja Flüge vom voralpinen Flach- und Hügelland bis ins Hochgebirge zu. Quelle: ‘MeinBezirk.at‘.