Schlagwort-Archiv: Marokko

Abenteuerliche Rückführung aus Marokko

Lorenzo Andretta erzählt von der abenteuerlichen Rückführung der HB-PRM von Bernard und ihm aus Marokko. Die Reise führte sie über Stopps in Casablanca, Tanger, Granada, Castellón de la Plata, Perpignan und schließlich Lyon Bron. Dabei hatten sie einige unerwartete Erlebnisse.

Start in Basel und erste Hürden

Am 11. März 2023 trafen sich Bernard und Lorenzo am Flugplatz Basel zur Abreise nach Marokko. Der Start geriet ins Stocken: Ein Streik in Frankreich führte zur Flugstreichung, Umbuchungen scheiterten zunächst, und die Kosten für Ersatzflüge summierten sich schnell.

Zürich über Lissabon nach Agadir
Am nächsten Tag starteten sie mit TAP via Lissabon nach Agadir. Anstrengende Passagier-Kontrollen, Gepäckdiskussionen und ein leerer Ryanair-Flug prägten den Tag. Um 1 Uhr morgens erreichten sie endlich die HB-PRM am Flughafen Agadir. Ein Taxi brachte sie irrtümlich zu einem falschen Riad, doch hilfsbereite Gastgeber organisierten den Transport zum gebuchten Hotel. Trotz kleiner Probleme mit der Buchung war die Erleichterung groß.

Agadir entdecken
Nach einem Ruhetag erkundeten sie die Stadt: Kasbah, Gondel, Strandpromenade – Agadir war überschaubar, aber charmant genug für einen kurzen Aufenthalt.

Auf nach Casablanca und Tanger
Am 14. März begann die Rückreise mit der HB-PRM nach Casablanca. Bürokratische Abläufe, Cash-Zahlungen und die Suche nach einem Taxi gestalteten sich schwierig, doch schließlich klappte alles. Casablanca beeindruckte als Industrie- und Geschäfts-Stadt, Tanger dagegen mit gepflegter Medina, Souk und marokkanischem Pfefferminz-Tee.

Über die Costa del Sol nach Granada
Von Tanger aus ging es über die Meerenge nach Granada. Gibraltar wurde nur überflogen, bevor sie der Küste Spaniens entlang flogen. In Granada trafen sie auf teure Handling-Gebühren, aber auch auf die Schönheit der Sierra Nevada, nahegelegene Strände und spanische Kulinarik.

Spanien bis Perpignan
Der Flug nach Castellón de la Plata führte sie durch turbulente Regionen voller Windräder und Volksfeststimmung. Anschließend ging es weiter entlang der Küste über Reus und Barcelona nach Perpignan. Dort erschwerten schlechtes Wetter, mangelhafte Busverbindungen und komplizierte Tank- und Gate-Prozesse den Ablauf, doch die Crew meisterte alles souverän.

Letzte Etappe nach Lyon Bron und Basel
Am 19. März führte die letzte Etappe nach Lyon Bron für den Crew-Wechsel und dann weiter nach Basel. Das wechselhafte Wetter erforderte geschicktes Navigieren zwischen Regenfronten. In Basel angekommen, war nur noch das Abdecken der PRM möglich, bevor der nächste Regenschauer kam.

Fazit
Trotz zahlreicher logistischer und bürokratischer Herausforderungen war die Reise spannend und lehrreich. Die HB-PRM wurde sicher zurückgeführt, und die Piloten sammelten wertvolle Erfahrungen in internationalem VFR-Flug, Handling-Prozeduren und marokkanischer sowie spanischer Flugplatzpraxis.

-> vollständiger Bericht.

Rundreise Marokko vom 4. – 15. Mai 2024

Ein Reisebericht von Peter Bernardi, Andreas Lienbacher und Johann Schweighofer.

Im September 2023, während eines Clubabends des LSV Salzburg, entstand der Plan für eine besondere Rundreise. Franz, ein erfahrener Fliegerkollege, brachte die Idee auf, dass eine Landung in LXGB (Gibraltar) oder GMTT (Tanger) recht nett wäre. Am Abend von Afrika aus die Lichter in Europa zu bestaunen.

Die erste Nachricht ging an die Mitglieder des Vereins, und es zeigte sich bald Interesse an der Reise. Doch nach und nach schrumpfte die Teilnehmerzahl aus verschiedenen Gründen wie Zeitmangel oder der Länge der Tour, sodass am Ende nur sieben Piloten in drei Flugzeugen übrigblieben. Die verbliebenen Teams setzten sich aus folgenden Personen zusammen:

  1. OE-DDD – Cessna 172 aus Graz: Franz und Dominik
  2. OE-KPS – Piper PA 28: Phil und Andi
  3. OE-KDS – Diamond DA 40: Juri, Hans und Peter

Das Team wurde zusätzlich von Rudi, Walter und Philipp unterstützt, die sich um die technische Ausstattung kümmerten. Die Flugzeuge waren gut vorbereitet: Es gab Schwimmwesten, Ersatzteile und Werkzeug, um für verschiedene Situationen gerüstet zu sein.

Die Reise begann in Salzburg (LOWS), wo die Flugzeuge am Abend zuvor startklar gemacht wurden. Früh am nächsten Morgen hob die Gruppe in Richtung Pontarlier in Frankreich ab. Der Flug führte entlang des Alpenhauptkamms und weiter nach Frankreich, wo die Piloten auf einem kleinen, unbemannten Flugplatz landeten. Dort gab es einen ersten Kaffee und Croissants – ein gelungener Start in das Abenteuer. Von dort aus ging es nach Carcassonne, einer Stadt in Südfrankreich. Die Piloten mussten sich durch tiefe Bewölkung kämpfen, bevor sie in der Sonne landeten. Die Stadtbesichtigung in der mittelalterlichen Altstadt und am Canal du Midi war eine schöne Abwechslung zum Fliegen.

Am nächsten Tag führte die Route nach Barcelona. Das Wetter war wieder eine Herausforderung, und die Piloten mussten Andorra meiden. In Sabadell, einem Vorort von Barcelona, kam es zu einer kleinen Verwirrung bezüglich der Parkposition, aber die Reise konnte ohne größere Probleme fortgesetzt werden. In Requena, dem nächsten Ziel, sorgte ein freundlicher Flughafenmitarbeiter für einen reibungslosen Transfer ins Hotel.

Nach Granada zog die Gruppe am dritten Tag. Hier war erneut ein Wolkenslalom nötig, um sicher zu landen.

Weiter ging es nach Tanger in Marokko, wo die Piloten zum ersten Mal afrikanischen Boden betraten. Der Flug verlief ohne größere Zwischenfälle, auch wenn die Zoll- und Passkontrollen in Tanger etwas langwierig waren. Die ursprünglich geplante Landung in Gibraltar wurde aus Kostengründen verworfen.

Am vierten Tag flog die Gruppe nach Casablanca. Der Flug verlief ruhig, auch wenn die Kommunikation auf Englisch mit den marokkanischen Fluglotsen eine Herausforderung darstellte. Die Piloten wurden in Benslimane, einem der drei Flugplätze in Casablanca, von der lokalen Fliegergemeinschaft freundlich empfangen.

Am fünften Tag ging es nach Marrakesch. Die Einreiseformalitäten nahmen erneut viel Zeit in Anspruch, aber der Flug verlief reibungslos. Ein flugfreier Tag folgte, an dem die Piloten Kamelreiten gingen und die Souks in Marrakesch erkundeten.

Am siebten Tag führte die Reise nach Jerez und Sevilla, wo die Piloten mit Turbulenzen und Seitenwind zu kämpfen hatten. Die Landung in Sevilla war aufgrund von Kommunikationsproblemen etwas kompliziert, aber schließlich konnten alle Flugzeuge sicher landen.

Der achte Tag brachte die Gruppe nach Portugal, wo sie entlang der Küste flogen und in Vilar de Luz landeten. Hier nutzten sie die Zeit, um die Umgebung zu erkunden.

Am neunten Tag ging es nach Pamplona, wo aufgrund der Wettervorhersagen die ursprüngliche Flugplanung geändert und direkt nach Reims geflogen wurde.
In Reims nutzten die Piloten den wetterbedingten flugfreien Tag für eine Stadtbesichtigung und den Kauf von Champagner. Schließlich ging es am elften Tag nach Augsburg, wo die Reise nach einem Flug entlang des Rheintals und durch Wolkenslaloms endete. Nach einer kurzen Zwischenlandung in Augsburg kehrten die Piloten nach Salzburg zurück.

Die Rundreise durch Marokko war eine ereignisreiche Tour mit vielen Herausforderungen und interessanten Erlebnissen. Die Piloten meisterten die Reise gut und kehrten mit vielen Eindrücken nach Hause zurück. Quelle:‘aopa.at‚.