Die reaktivierte Low Flying Area 7 sorgt rund um den Flugplatz Aalen-Elchingen Airfield für zunehmende Aufmerksamkeit im zivilen Luftsport. Seit Ende November teilen sich Segelflieger und militärische Jets wieder verstärkt denselben Luftraum – mit entsprechend erhöhter Sensibilität im Betrieb.
Der Luftsportring Aalen hat deshalb eine Tiefflugschutzzone beantragt, um den Bereich rund um den Flugplatz besser zu schützen. Hintergrund sind Konflikt-Situationen zwischen langsamen Segelflugzeugen und schnell operierenden Kampfjets der Bundeswehr.

Fluglehrer Bernd Schmid beschreibt die Lage als anspruchsvoll. Während Segel-Flugzeuge typischerweise in Höhen zwischen 1’000 und 3’000 Metern operieren, können Militärjets im Rahmen der LFA 7 in extrem niedrigen Höhen trainieren. Die enorme Geschwindigkeitsdifferenz lasse im Ernstfall nur Sekunden für Ausweich-Manöver.
Besonders kritisch seien Phasen wie Starts oder Außenlandungen, wenn die Aufmerksamkeit vollständig auf der sicheren Flugführung liege. Trotz moderner Warnsysteme in einzelnen Segelflugzeugen bleibe die visuelle Luftraumbeobachtung entscheidend.
Die Bundeswehr betont derweil, dass Tiefflug ein unverzichtbarer Bestandteil der Ausbildung sei und regelmäßig trainiert werden müsse. Innerhalb der LFA 7 gelte ein gleichberechtigter Luftraum, in dem nach Sichtflugregeln und festgelegten Ausweichverfahren operiert werde.
Trotz der angespannten Rahmenbedingungen wird die Zusammenarbeit vor Ort weiterhin als weitgehend störungsfrei beschrieben. Ziel aller Beteiligten bleibt eine sichere Koexistenz im zunehmend komplexen Luftraum über der Ostalb.

