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Air Navigation Race

Am 19. September 2026 wurde in Stockerau (LOAU) die Österreichische Meisterschaft im Air Navigation Race (ANR) ausgetragen. 13 Besatzungen nahmen nach dem Briefing am Vormittag am Navigationsflug-Wettbewerb teil. Die Veranstaltung war zugleich als Niederösterreichische Landes-Meisterschaft und als ASKÖ-ANR-Meisterschaft ausgeschrieben.

Im Air Navigation Race fliegen die Crews mit einer Wettbewerbskarte durch einen vorgegebenen Korridor. Für Einflug und Ausflug sind Zeiten festgelegt, die aus der vorgegebenen Wettbewerbs-Geschwindigkeit ohne Berücksichtigung des Windes berechnet werden. Die Strecke sowie Start- und Zielpunkte waren auf Karten im Maßstab 1:200.000 eingetragen. GPS-Logger zeichneten die Flüge für die spätere Auswertung auf.

Jede Besatzung absolvierte zwei Aufgaben: vormittags die Strecke ANR5 und nachmittags die Strecke ANR6. Bei der Rückkehr zum Flugplatz war zusätzlich eine Ziellandung zu fliegen. Diese bewerteten die Sportkommissar:innen Evelyn Reichert, Lilliane Parnigoni und Mag. Edmund Schlapschy (ONF).

Nach der Landung der letzten Besatzung um 15:30 Uhr wurden die Logger ausgewertet und die Ergebnisse berechnet. Die detaillierte Ergebnisliste führt die folgenden ersten fünf Plätze auf:

PlatzBesatzungFlugzeug625
Nav.
625
Ldg1
525
Nav.
525
Ldg1
Summe
1Dworschak / GalusinskiOE-DTA (80 kn)3307830141
2Schneckenreither / MarschD-EVCM (90 kn)96604260258
3Gröbl / HoferOE-9474 (60 kn)3910031830487
4Kronberger / HörnigOE-CBR (80 kn)3123029460696
5Reisner / PilsOE-CFE (70 kn)3246054030954

-> Gesamt-Rangliste

AirNavigationRace LOAU in Stockerau

Bericht: Lukasz Galusinski

Am letzten Sommer-Samstag verwandelte sich der Flugplatz Stockerau in das Zentrum präziser Luftnavigation: Beim AirNavigationRace 2025 ging es zwar nach abenteuerlich klingendem Namen zu, tatsächlich aber standen Ruhe, Genauigkeit und Können im Vordergrund.

Geflogen wurde mit kleinen 2- bis 4-sitzigen Flugzeugen, im sogenannten „Langsam-Flug-Modus“. Dabei geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um präzises Navigieren und punktgenaue Landungen. Die meist ohnehin leisen Flugzeuge wirkten durch den Modus noch geräuschärmer.

Präzision über Geschwindigkeit

Die Aufgabe: Nach einer festgelegten Startzeit heben die Teams ab und fliegen zu einem Korridor, der auf der Karte eingezeichnet ist – und gerade einmal 0,5 nautische Meilen breit. Der Startpunkt muss sekundengenau überflogen werden. Jede Abweichung innerhalb des Korridors wird über einen Flug-Logger erfasst – GPS-Manöver oder Kreisen sind nicht erlaubt.

Nach rund 20 Minuten Korridorflug folgt der „final point“, der ebenfalls zeitlich exakt erreicht werden muss. Jede Sekunde Abweichung oder das Verlassen des Korridors bedeutet 3 Fehlerpunkte – schnell sammeln sich da etliche Punkte an.

Zurück am Flugplatz wartet die letzte Herausforderung: eine Ziellandung auf einem nur 10 Meter langen markierten Bereich. Auch hier zählen Abweichungen zu den Fehlerpunkten.

Teilnehmer und Rahmenprogramm

Von den acht gemeldeten Teams (jeweils zwei Personen) reiste eines sogar aus Salzburg an. Zwei Teams mussten leider kurzfristig absagen.

Bei sonnigem Wetter wurden zwei Durchgänge geflogen, während sich Piloten, Helfer und Gäste an einer Grillstation, hausgemachtem indischen Curry, Kaffee und Kuchen stärken konnten. Besucher konnten das Geschehen auf dem Bildschirm über den Live-Tracker mitverfolgen. Einzig der starke Wind stellte die Teams, besonders bei den Landungen, vor zusätzliche Herausforderungen.

Sieger und Wertungen

Am Ende konnten alle Teams ihre Fähigkeiten und Präzision unter Beweis stellen. Nach kurzer Auswertung standen die Sieger fest:

Gesamtwertung:Lande-Wertung:
1. Kronberger/Hörnig
2. Brandstetter/Müller
3. Gröbl/Hofer
1. Gross/Bauer
2. Gröbl/Hofer
3. Kronberger/Hörnig
Nieder-Österreichische
Landeswertung:
FSV-2000 Vereinsmeisterschaft / ASKÖ-Meisterschaft:
1. Gröbl/Hofer
2. Jandl/Kacirek
3. Gross/Bauer
1. Kronberger/Hörnig
2. Gröbl/Hofer
3. Gröbl/Hofer

Die jeweils ersten Drei erhielten Medaillen sowie eigens von Mühlenbau Binder/Stmk gesponserte Pokale. Doch gewonnen haben letztlich alle: Die Veranstaltung des Flugsportvereins Stockerau bot wertvolle Erfahrung, Austausch unter Gleichgesinnten und jede Menge Freude am Fliegen.