Einen ganz besonderen Flug gab es am Pfingstmontag in Königsdorf. Die aus Königsdorf stammende Katharina Walser wird nach Wilhelmshaven geflogen. Bürgermeister Kopnicky war beim Abflug ebenfalls am Segelflugzentrum.
Ein besonderer Moment ereignete sich am Pfingstmontag am Segelflugzentrum Königsdorf: Die neunjährige Katharina Walser, die von Geburt an schwerstbehindert ist und rund um die Uhr betreut werden muss, wurde gemeinsam mit ihrer Mutter Sonja und ihrem Bruder Simon nach Wilhelmshaven geflogen.
Möglich machte das der gemeinnützige Verein Flying Hope, der Kindern mit schweren Erkrankungen oder Behinderungen kostenlose Flüge zu Therapie- oder Erholungsorten organisiert. Der eingesetzte Turboprop-Flieger, eine Pilatus PC-12, hob gegen Mittag vom Königsdorfer Segelflugzentrum ab, mit einer Sondergenehmigung des Luftamts.
Engagierte Unterstützung vor Ort
Begleitet wurde der Abflug von vielen Königsdorferinnen und Königsdorfern – darunter auch Bürgermeister Rainer Kopnicky, der sich persönlich ein Bild machte. „Wir freuen uns sehr, dass wir als Gemeinde dazu beitragen konnten, diese Reise möglich zu machen“, sagte Kopnicky. Gemeinsam mit dem Gemeinderat, dem Segelflugzentrum und dem Verein Flying Hope hatte man zuvor die Ausnahmegenehmigung für den Start beantragt und erhalten.
Ein Flug, der vieles erleichtert
Für Katharina wäre die über neun Stunden lange Autofahrt an die Nordsee kaum zu bewältigen gewesen. Deshalb fuhr Vater Peter Walser mit dem Gepäck bereits im Auto voraus, während der Rest der Familie den bequemen zweistündigen Flug nutzen konnte. „Wir sind dem Verein Flying Hope unglaublich dankbar“, sagt Mutter Sonja Walser. „Auch die Unterstützung der Königsdorfer Segelflieger war großartig – für Katharina war das so die einfachste und angenehmste Lösung.“
Zehn Tage Auszeit an der Nordsee
In Wilhelmshaven wird die Familie nun zehn Tage im dortigen Kinderhospiz verbringen, eine Zeit der Entlastung und Erholung für alle Beteiligten. Der Rückflug nach Königsdorf ist ebenfalls bereits organisiert – und wird voraussichtlich von einem Kamerateam des NDR begleitet. Foto: Mathias Schunk

