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Flieger feiern zwei Jubiläen

Vor etwa 50 Jahren fanden sich in Seitenstetten einige flugbegeisterte Enthusiasten zusammen und begannen in Niederöblarn (Steiermark) die Flugausbildung, fünf Jahre später – also vor 45 Jahren – wurde der Flugplatz Seitenstetten errichtet, weil das weite Reisen einfach zu mühsam wurde. Kaufmann Josef Andre wurde Präsident der neu gegründeten Flugunion Seitenstetten. Die Anfänge waren mühsam, Abt Albert Kurzwernhart vom Stift Seitenstetten machte es möglich, dass das Grundstück nördlich der Bahn von sieben Besitzern auf einen Verpächter, nämlich das Stift, zusammengelegt wurde. 32 verschiedene Behörden waren im Einsatz, um den Flugplatz zu genehmigen. Nun begann die Errichtung des Flugplatzes mit einem kleinen Hangar und dem Kauf eines Segel- und Motorflugzeuges. Die Mitgliederzahl stieg ständig, daher wurden nach und nach weitere Flugzeuge angeschafft. Weil der damalige Flugplatz in Rems aufgelassen wurde, übersiedelten die St. Valentiner Sportflieger und die Fliegergruppe Amstetten ebenfalls zum Flugplatz Seitenstetten.

Unter dem zweiten Präsidenten Alois Brandstätter wurde der Hangar vergrößert, ein Controll Tower gebaut und eine Flugbenzin-Tankstelle errichtet. Das Vereinsleben gestaltete sich sehr aktiv. Neben der regulären Fliegerei wurden regelmäßig Flugtage mit internationalen Flugshow-Programmen, Hangarfeste und auch Fliegerbälle veranstaltet. Sowohl die Segelflugzeuge als auch die inzwischen vier Motorflugzeuge waren sehr gut frequentiert. Auch an besonderen fliegerischen Ereignissen fehlte es nicht. So flogen Wolfgang und Ewald Grabner mit einem Vereinsflugzeug von Seitenstetten aus rund um Europa mit Landungen in 45 Staaten, über die Donau von der Quelle bis zur Mündung und als erste Menschen umrundeten sie mit der Piper Cherokee des Vereins das Mittelmeer – was bis heute ein ungeschlagener Weltrekord ist. Darüber gibt es im Fliegerstüberl auch zwei Bücher zu kaufen.

Flugunion hat heute etwa 80 Mitglieder
Seit 2020 ist Michael Maurer Präsident. Der Umbau des in die Jahre gekommenen Fliegerstüberls, die Erneuerung der Tankstelle und die Errichtung eines Abstellraumes tragen seine Handschrift. Auf den modernen Katana 2-Sitz-Flugzeugen wird fliegerischer Nachwuchs geschult. Die beiden unermüdlichen Vereinsfluglehrer Dietmar Grasl und Herbert Reisinger sorgen für eine solide Ausbildung. Mit zwei viersitzigen Flugzeugen werden Gästeflüge und Flugreisen unternommen. Weil der Flugplatz auch während der Woche mit einem Betriebsleiter besetzt ist, können alle wetterbedingten Flugtage voll genützt werden. Was vor 50 Jahren begann, war also sehr erfolgreich. Quelle: ‘NOeN‘.

Das Austrian Aviation Museum feiert

Ort/Datum: BAD VÖSLAU vom 10. bis 12. September 2021. Beginn: Vormittag des 10.09.2021 – Ende: Nachmittag des 12.09.2021. Gastflugzeuge sind von der ersten Landegebühr und der Parkgebühr für den gesamten Zeitraum befreit. In entspannter Atmosphäre bei Spanferkel und Musik gemütlich zusammensitzen und mit Gleichgesinnten neue Bekanntschaften schließen. Übernachtung in Hotels bzw. Pensionen im Umkreis von 2-5 km sowie Transfer ist geregelt. Zur Planung wird um baldige Anmeldung gebeten: office@austrian-aviation-museum.com oder +43 664 30 17 899. Quelle: ‘Aeroclub.at‘.

Programm:

  • FÜHRUNGEN im AAM
  • Das ÄLTESTE FLUGZEUG und die
  • LÄNGSTE ANREISE werden prämiert

Jubiläumsfest des Huntervereins Mollis

Am Samstag, 4. September steigt in Mollis ein eintägiges Fest mit einer halbtägigen Airshow. Dies zu Ehren des Huntervereins Mollis, der dann sein 25-Jahr-Jubiläum feiert.

Am 11. Mai 1995 wurde der „Graffiti-Hunter” J-4015 von Meiringen nach Mollis überflogen. Ein letztes Mal landete dieser farbige Hunter – oder die “fliegende Bahnhofsunterführung” wie er gemäss Anekdoten auch etwas abschätzig genannt wurde – auf dem Militärflugplatz in Mollis. Knapp ein Jahr später, am 26. März 1996, gründeten die „Hunterfreunde Mollis“ im Hotel Schwert in Netstal, dem „Staffelhotel“ der Fliegerstaffel 20, den heutigen Hunterverein Mollis.

2021 feiert der Hunterverein Mollis sein 25-jähriges Vereinsjubiläum. Der Verein darf seit 1995 ein ehemaliges Hunter-Erdkampfflugzeug der Schweizer Luftwaffe sein Eigen nennen. Dabei handelte es sich um jenes Exemplar, das zur Verabschiedung und Auflösung der Flieger Staffel 20 und Flieger Kp 19 während ihrer letzten Dienstleistung auf dem Flugplatz Mollis im Herbst 1994 mit einem speziell farbenfrohen Anstrich versehen wurde. Der Hunterverein bemüht sich als private Trägerschaft, den “Graffity-Hunter” als Zeitzeugen einer traditionsbewussten, weltweit anerkannten Schweizer Luftfahrtgeschichte für die Nachwelt zu erhalten. Das Flugzeug soll möglichst in einem technisch einwandfreien Zustand belassen werden, um dieses bei Anlässen auf dem Flugplatz Mollis zu präsentieren respektive auszustellen.

Am Samstag, 4. September, plant der jubilierende Verein ein Fest auf dem Flugplatz Mollis. Dazu ist die Bevölkerung bereits jetzt herzlich eingeladen. Nach einem Jahr mit praktisch keinen Anlässen ist das OK des Jubiläumsfestes bemüht, den Anlass familienfreundlich zu gestalten. Dies beginnt bei moderaten Eintrittspreisen. Kinder bis und mit 16 Jahren dürfen den Anlass gratis besuchen. Der Vorstand ist sich bewusst, dass eine Planung eines Anlasses zum jetzigen Zeitpunkt einige Risiken mit sich bringt, da die epidemische Lage und die entsprechenden Vorgaben noch nicht abgeschätzt werden können. Auch gestaltet sich die Sponsorensuche alles andere als einfach. Dennoch muss ein solcher Anlass frühzeitig geplant und in die Wege geleitet werden.

Erfreulicherweise wird die Schweizer Luftwaffe dem Hunterverein Mollis mit seinen Vorführteams zum Jubiläum gratulieren. Die Patrouille Suisse, das PC-7 TEAM sowie das Super Puma Display Team werden über dem Flugplatz Mollis ihre Show zum Besten geben. Ob auch Hunter in der Luft zu sehen sein werden, wird sich zeigen. Mit einer halbtägigen Flugshow sowie einem ganztägigen Fest möchte der Hunterverein Mollis zusammen mit der Bevölkerung feiern. Das OK des Hunterverein Mollis freut sich auf die Vorbereitungen sowie auf ein gelungenes Jubiläumsfest bei hoffentlich schönem Wetter. Und hofft vor allem, dass die Corona-Pandemie bis im Spätsommer soweit abflaut, dass Anlässe im Freien wieder möglich sein werden. Quelle: ‘Skynews / Hansjörg Bürgi’.