Der Segelflugzeughersteller Alexander Schleicher GmbH in Poppenhausen (Rhön) hat im Juli 2026 gleich zwei Anlässe zu feiern gehabt: das jährliche Betriebssommerfest sowie das aussergewöhnliche Dienstjubiläum von Seniorchef Edgar Kremer.

75 Jahre Betriebszugehörigkeit
Am 26. Juni 2026 wurde Edgar Kremer von langjährigen Mitarbeitern, Teilen des Betriebsrats und des Konstruktionsteams sowie von Sohn Peter und Enkelin Lena überrascht. Anlass war sein 75-jähriges Betriebsjubiläum — ein in der Branche wohl einmaliger Wert.
Edgar Kremer hatte am 26. Juni 1951 zunächst als Hilfsarbeiter bei Alexander Schleicher begonnen, ehe er im Oktober desselben Jahres als Schreiner-Lehrling angestellt wurde. 1954 bestand er die Gesellenprüfung, 1965 folgte die Meisterprüfung. Von 1968 an war er Teil der Geschäftsleitung, ab 1994 alleiniger Geschäftsführer. 2003 übergab er die Führung an seine Söhne Peter und Ulrich Kremer.
Joschka Schmeisl, Leiter Herstellung und Konstruktion, überreichte dem bald 90-Jährigen einen Abzug seines Lehrvertrags aus dem Jahr 1951 — ein Dokument, das Kremer als 15-Jähriger unterzeichnet hatte. Sichtlich gerührt erzählte er von harten Lehrjahren, dem Umstieg von Holz auf Kunststoff, prägenden Begegnungen und dem, was sich in 75 Jahren so alles ereignet. Besonders stolz zeigte er sich auf seinen goldenen Meisterbrief.
Edgars Ehefrau Hedwig Kremer — Tochter von Firmengründer Alexander Schleicher — war vorab eingeweiht und hatte den Überraschungsbesuch mit Erfrischungen vorbereitet. Fliegerisch begann Edgar Kremer 1952; bis 2023 sammelte er über 15.000 Flugstunden.


Sommerfest am Werksflugplatz Huhnrain
Wenige Wochen später, am Freitag vor den Betriebsferien, lud das Unternehmen seine Mitarbeitenden zum traditionellen Sommerfest an den Werksflugplatz ein. Geschäftsführer Uli Kremer nutzte den Rahmen, um die frisch ausgelernten Azubis zur bestandenen Prüfung zu beglückwünschen.

Den Mittelpunkt des Abends bildete eine Mitarbeiter-Rallye, ausgearbeitet und begleitet von den Auszubildenden Sarah und Nele. Wer wollte, konnte das Fliegen selbst erleben — entweder im Motorsegler oder in der ASK 21 B (Werknummer 1000), geschleppt von der AS-Schleppmaschine und der ASK 16 des befreundeten Vereins Rhönflug Poppenhausen.















