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Online-Streckenflugseminar des HLB

Nach dem erfolgreichen Auftakt im Winter 2024/25 wird der Hessische Luftsportbund auch in diesem Winter wieder ein Online-Streckenflugseminar veranstalten, um mit frischem Schwung in die neue Saison zu starten.

Es wird wieder ein vielseitiges und spannendes Programm geben, das für jeden Ausbildungs- und Trainingsstand etwas bereit hält: Förderflugzeug und Streckenfluglager, Wander-, Wellen- und Hangsegelflug, Wetterbriefing und vieles mehr. Dazu sind alle interessierten Streckenflugpiloten und -pilotinnen eingeladen, egal ob jung oder alt. Das Seminar wird für die Trainer-Weiterbildung (B- und C-Trainer) anrechenbar sein.

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Sisteron 2025: Junge hessische Segelflieger im alpinen Training

Im Frühjahr 2025 erlebten junge hessische Segelflieger zwei Wochen intensives Gebirgsflug-Training in Sisteron-Vaumeilh in den französischen Alpen – mit beeindruckenden Wellen-Flügen, anspruchsvollen Hangmanövern und großem Teamgeist. Unterstützt wurde die Maßnahme durch den Hessischen Luftsportbund (HLB), der mit Know-how, Infrastruktur und dem Vereins-Arcus T den jungen Talenten beste Bedingungen bot.

Die Teilnehmer (von rechts nach links): Emil Grebe, Franziska Pawel, Marc Möller, Nuno Ferreira, Quinten Schönwand, Lorenz Dierschke, Thomas Liebert, Oliver Stehr.

Fliegerisches Wachstum bei alpinen Bedingungen

Teilnehmer waren u.a. die D-Kader-Piloten Franziska Pawel, Emil Grebe und Marc Möller sowie Quinten Schönwand und C-Kader-Pilot Nuno Ferreira. Erfahrene Trainer wie Lorenz Dierschke, Thomas Liebert und Oliver Stehr begleiteten die Maßnahme.

In elf Flugtagen erprobten die Piloten alle Facetten des alpinen Segelflugs:

  • Thermik-, Hang- und Wellenflüge bis über 5000 Meter
  • Streckenflüge bis 543 km mit Durchschnittsgeschwindigkeit von 108 km/h (Emil Grebe, jüngster Teilnehmer mit Trainer Dierschke)
  • Höchster Flug: 5800 m am Pic de Bure (Ferreira & Stehr)
  • Erster Wellenflug und Sauerstoffeinsatz für mehrere Teilnehmer
  • Präziser Hangflug an Gache, Chabre und Lure

Zitate aus dem Cockpit

„Der 543-km-Flug war meine bisher längste Strecke – und extrem lehrreich.“ – Emil Grebe
„In der Welle zu steigen, ohne sich zu bewegen – das war surreal.“ – Nuno Ferreira
„Die Perspektive über den Bergen ist einfach unbeschreiblich.“ – Franziska Pawel

Gemeinschaft & Verantwortung

Ob im Doppelsitzer oder im Teamflug: Vorbereitung, enge Abstimmung mit den Trainern und gemeinsame Nachbesprechungen sorgten für einen enormen Lerneffekt. Auch das soziale Miteinander kam nicht zu kurz – In der geräumigen Unterkunft mit großer Küche und gemütlichem Gemeinschaftsbereich wurde abends gemeinsam gekocht, gegessen – oder virtuell bei „Condor 3“ weitergeflogen.

Fliegerisch fordernd, landschaftlich überwältigend

Die Region um Sisteron zählt zu den anspruchsvollsten und zugleich schönsten Segelfluggebieten Europas. Zwar setzt die Talinversion oft einen späten Thermikbeginn am Platz voraus, aber wer die ersten Höhenmeter überwindet, wird mit atemberaubenden Ausblicken und dynamischem Steigen belohnt. Gestartet wird im F-Schlepp und dann geht es an die typischen Hotspots am Trainon, Authon oder Gache – und je nach Wetterlage auch direkt in die Welle am Chabre und dann zum Pic de Bure.

Fazit: Die Maßnahme war ein voller Erfolg: fliegerisch anspruchsvoll, landschaftlich spektakulär und menschlich bereichernd. Der HLB dankt allen Trainern, Unterstützern und dem AeC Bad Nauheim für ihren Beitrag zum Gelingen.

Haubenblitzer-Förderung

Das Referat Segelflug im Hessischen Luftsportbund e.V. (HLB) unterstützt alle dem HLB gemeldeten Vereine mit einer einmaligen Förderung in Höhe von 200 € pro Verein. Gefördert wird der Einbau eines Haubenblitzers in ein Segelflugzeug, das aktuell zur Schulung in einer ATO (Approved Training Organisation) oder DTO (Declared Training Organisation) des Vereins angemeldet ist.

Voraussetzungen für die Förderung

Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:

  1. Bestätigung des Vereinsvorstands, dass der Haubenblitzer in ein Schulungsflugzeug eingebaut wurde, das derzeit in der ATO oder DTO des Vereins registriert ist.
  2. Eine ausgefüllte Kopie des Formulars EASA Form 123 – Standard Change / Standard Repair SC/SR Embodiment Record für das betreffende Schulungsflugzeug.
  3. Die Rechnung über den Kauf des Haubenblitzers.

Hinweis: Die Beschaffung des Haubenblitzers erfolgt eigenverantwortlich durch den Verein. Der Hessische Luftsportbund e.V. bittet um Verständnis für die erforderlichen Nachweise, da die Mittel aus den Fördergeldern des HLB stammen.

Diese Förderung ist bis zum 31.12.2026 befristet. Vereine, die bereits einen Haubenblitzer eingebaut haben, können diesen ebenfalls zur Förderung anmelden. Ein Zuschuss kann nur gewährt werden, wenn alle erforderlichen Unterlagen vollständig vorliegen. Sigi Samson, Vorsitzender SeKo Segelflug. Quelle: ‚hlb-info.de‚.