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BuKo Ultraleichtfliegertag tagte in Hamburg

Die Bundeskommission Ultraleichtflug (BuKo) im Deutschen Aero Club (DAeC) hat zum jährlichen Ultraleichtfliegertag nach Hamburg eingeladen.

Das zentrale Steuerungs- und Austauschforum für alle Themen rund um den Ultraleichtflug – von Ausbildung über Technik bis hin zu Sport und Interessenvertretung – diente erneut der Vernetzung und Weiterentwicklung des Ultraleichtflugs in Deutschland. Neben den Mitgliedern der BuKo nahmen auch die Vertreter der Landesverbände sowie weitere Gäste teil: Frank Einführer vom Luftsportgerätebüro, Kjell Buchholtz als Vertreter des Vorstands (Vizepräsident Jugend) und Generalsekretär Andreas Flegel standen ebenfalls für den regen Austausch zur Verfügung.

Inhalte und Beschlüsse

  • Berichte und Diskussionen: Die Referenten stellten aktuelle Entwicklungen vor, die anschließend intensiv diskutiert wurden.
  • Neuwahl des Sportreferenten: Nach langjähriger Tätigkeit übergab Michael Kania, zugleich 2. Vorsitzender der BuKo, das Sportreferat aufgrund seiner Doppelbelastung. Einstimmig wurde Bernhard Heller zu seinem Nachfolger gewählt.

Blick auf die UL-DM 2026

Bernhard Hellers erste große Aufgabe wird die Organisation der Deutschen Meisterschaft im Ultraleichtfliegen 2026 sein. Gemeinsam mit seiner Assistentin Jasmin Densborn sowie Anja Thamm vom austragenden Flugplatz wird er die Veranstaltung vorbereiten.

Termin vormerken: UL-DM 2026 vom 17. bis 23. August 2026 am Flugplatz Böhlen (EDOE). Der Ultraleichtfliegertag 2025 hat gezeigt, wie wichtig regelmäßiger Austausch und Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung des Ultraleichtflugs sind. Quelle: «DAeC».

Rückblick auf den Segelfliegertag in Hamburg

Der Segelfliegertag 2025 hat in Hamburg ein starkes Lebenszeichen unseres Sports gesetzt. Rund 1’200 Besucherinnen und Besucher strömten in die Universität Hamburg, die mit ihren Hörsälen und Ausstellungsflächen den idealen Rahmen für ein dichtes Programm aus Vorträgen, Technik und Neuheiten bot.

Fachprogramm und Auftakt

Pünktlich um 9 Uhr öffneten die Türen, gefolgt von der offiziellen Begrüßung durch den Luftsportverband Hamburg, den DAeC und die Bundeskommission Segelflug. Buko-Vorsitzender René Brodmühler zog eine positive Bilanz des vergangenen Jahres.

Ewald Roithner von Redbull Blanix übernimmt den Auftakt der Vorträge mit spektakulären Geschichten über seine Jahre im Kunstflug.

Den inhaltlichen Auftakt setzte Kunstflugpilot Ewald Roithner (Red Bull Blanix) – mit eindrucksvollen Bildern, Airshow-Geschichten und einem Blick hinter die Kulissen des Segelkunstfluges.

Stefan Langer mit Christof Geissler

Ehrungen der Saison

Im Mittelpunkt standen anschließend die Sportlerinnen und Sportler: Mehr als 30 Pilotinnen und Piloten wurden für internationale Erfolge, Deutsche Meistertitel, Rekorde und DMSt-Leistungen ausgezeichnet. Dazu kamen die Bundesliga-Sieger, die Daidalos-Medaille für Wolli Beyer sowie Nachwuchsehrungen durch die „Alten Adler“.

Auch die Förderflugzeuge für die kommende Saison wurden vergeben – darunter ein Nimbus 4T des Fördervereins Segelflug.

Wer zwischen den Vorträgen mal eine Pause brauchte, konnte sich jederzeit in den Hallen von den neuen Flugzeugen und einer großen Auswahl an Zubehör aller Art begeistern lassen.

Rückblick und Vorträge

Nach einem Rückblick auf die Deutschen Meisterschaften 2025 folgten am Nachmittag weitere Fachbeiträge. Die Themen reichten von Vereinsorganisation über Strömungsabriss und Trudeln bis zur Luftbildfotografie. Insgesamt standen rund 20 Vorträge auf dem Programm – ergänzt durch eine Ausstellung neuer Segelflugzeuge und Zubehör.

Ausblick

Der Segelfliegertag 2025 zeigte erneut, wie lebendig und breit aufgestellt die Szene ist. Die Bundeskommission Segelflug freut sich bereits auf das nächste Treffen: am 31. Oktober 2026 in Hagen.

-> Vollständiger Bericht

Deutscher Segelfliegertag 2025 in Hamburg

Am 1. November 2025 trifft sich die deutsche Segelflug-Community zum 81. Segelfliegertag im Audimax der Universität Hamburg. Rund 2’000 Pilotinnen und Piloten werden zu Vorträgen, Fachmesse und Austausch erwartet.

Foto: Henry Lübberstedt

Das Programm reicht von Flugsicherheit über Luftfahrttechnik bis Meteorologie und Vereinswesen. Höhepunkte sind die Berichte der Bundeskommission Segelflug, Ehrungen erfolgreicher Sportler sowie die Vergabe von Förderflugzeugen an Nachwuchspiloten – unter ihnen Felix Herold, der 2024 mit einem 2011-Kilometer-Flug über die Alpen für Aufsehen sorgte.

Foto: Henry Lübberstedt

Im Foyer des geschichtsträchtigen Audimax und im benachbarten „WiWi-Bunker“ präsentieren Hersteller wie Schleicher, Schempp-Hirth und MD-Flugzeugbau ihre neuesten Modelle. Dazu kommen zahlreiche Aussteller aus Technik, Service und Meteorologie.

Foto: Andreas Bergmann

Das Vortragsprogramm bietet Fachwissen aus erster Hand: Von Segelkunstflug mit Ewald Roithner (Red Bull Blanix-Team) über Alpensegelflug mit Benjamin Bachmeier bis hin zu Sicherheit, Trudeln und Wetter. Auch die Deutsche Nationalmannschaft ist vor Ort für ein Meet & Greet.

Abgeschlossen wird der Segelfliegertag mit einer großen Party in den Dammtor-Kasematten.

-> Aktuelle Informationen

Pfingstfliegen 2025

Vom 07.-09. Juni 2025 veranstaltet die Akaflieg Hamburg ihr jährliches Segelfluglager für Neueinsteiger. Teilnehmen kann jeder, der am Segelflug interessiert ist. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, eine gesunde körperliche Verfassung ist jedoch Voraussetzung. Mindestalter für die Teilnahme ist 14 Jahre. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt, frühes Anmelden daher ratsam.

Das Fluglager ist ein Schnupperkurs, bei dem die Teilnehmer möglichst viel fliegen und den Flugbetrieb kennenlernen. Gleichzeitig erlaubt das Fluglager erste Schritte der Pilotenausbildung. Die Vereinsmitglieder sorgen für die nötige Sicherheit und somit für einen reibungslosen Flugbetrieb. Die Schulungsflüge werden mit Fluglehrern im Schulungsdoppelsitzer vom Typ Twin Astir und Janus B durchgeführt. Daneben können mit erfahrenen Piloten Rundflüge durchgeführt werden. Gestartet wird an einer 250 PS starken Doppeltrommelwinde.

-> Organisatorische Details.

Frühjahrstagung der Luftsportjugend

Um zentrale Themen für die Zukunft der Jugend zu besprechen, kamen Vertreter*innen und Gäste der Luftsportjugend aus ganz Deutschland zusammen. Die Frühjahrstagung der Luftsportjugend im a&o Hostel Hamburg fand vom 28. Februar bis zum 2. März 2025 statt. Ein wesentlicher Punkt der Tagesordnung war das neue Strukturmodell des Deutschen Aero Clubs (DAeC), das intensiv diskutiert wurde. Dabei standen Fragen der Umsetzung und der Auswirkungen auf die Luftsportjugend im Fokus. Zudem wurde der vorläufige Jahresabschluss für 2024 vorgestellt.

Ein besonderes Highlight war der Austausch mit DAeC-Präsident Claus Cordes. In einer Gesprächsrunde konnten die Teilnehmenden wichtige Einblicke in die Verbandsarbeit und die Zukunftspläne des DAeC gewinnen. Das Freizeitprogramm der Tagung beinhaltete wie gewöhnlich ein kulinarisches Abendessen in geselliger Runde und wurde in diesem Jahr durch einen Besuch und Spiele in der Hamburger Lasertaghalle abgerundet. Abgeschlossen wurde die Tagung durch einen Workshops zur Anpassung der Jugendordnung. Quelle: ‚DAeC‚.

Boberger Dünen: Natur pur in der Großstadt

Dünen, Moor, Heide, Marschland und ein Geesthang mit Orchideen. Diese unterschiedlichen Landschaftsformen kann man mitten in Hamburg erleben – im Naturschutzgebiet Boberger Niederung.

Einst erstreckte sich von Berliner Tor bis nach Bergedorf eine Dünenlandschaft, die im 19. und noch im 20. Jahrhundert für Bauzwecke abgetragen wurde. Weil man sich über den Sandpreis uneins war, blieb ein kleiner Rest erhalten. Die Boberger Dünen sind heute Hamburgs einzige, von Heideflächen umgebene Wanderdüne. Das Naturschutz-Gebiet Boberger Niederung im Bezirk Bergedorf ist 350 Hektar groß und besonders artenreich. Es wird im Norden von der B 5 (Bergedorfer Straße) und im Süden von der Bille begrenzt.

Vegetation und Landschaft beeinflussen und ergänzen sich: Mehrere Quellen am Geesthang bewässern einen Erlenbruchwald, die sandigen Dünen mit Strandhafer gehen in Flächen mit Trockenrasen über. Wenige Hundert Meter weiter leben Wasservögel an moorigen Gewässern und am Boberger See.

Boberger Dünen

Im Boberger See baden und mit dem Segelflugzeug fliegen

Im Sommer lockt der Boberger See im Westen des Geländes viele Badegäste an. Der Kiesteich, der 1959/60 beim Bau der Ostumfahrung Hamburgs entstand, ist das einzige Gewässer im Naturschutzgebiet, in dem gebadet werden darf. Am nordöstlichen Ufer befindet sich eine Badestelle mit Sandstrand.

Karte: Naturschutzgebiet im Überblick

Zwischen April und Oktober sind am Himmel über dem Naturschutzgebiet regelmäßig Segelflugzeuge zu sehen, denn nördlich des Boberger Sees befindet sich ein Segelflugplatz. Der dort ansässige Segelflugverein bildet aus und nimmt am Wochenende und an Feiertagen auch Gäste zu einem Schnupper-Rundflug mit. Quelle: ‚ndr.de‚.

Deutschlandwetter im September 2023

Eine Omega-Wetterlage brachte im September enorme meteorologische Anomalien in Deutschland. So stieg die Temperatur unter ständigem Hochdruckeinfluss auf einen bisher in den Annalen der Wetteraufzeichnungen unerreichten Wert. Auch die Sonne schien unermüdlich, während es gleichzeitig erheblich zu trocken war, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen meldete.

Sommerfortsetzung statt Herbstbeginn: September 2023 fast 4 Grad zu warm
Das Temperaturmittel lag im September 2023 mit 17,2 Grad Celsius (°C) um 3,9 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung 3,4 Grad. Damit wurden die bisherigen Rekorde aus den Septembermonaten 2006 und 2016 (jeweils 16,9 °C) deutlich übertroffen. „Die außergewöhnlichen Temperaturen im diesjährigen Rekord-September in Deutschland sind ein weiterer Beleg dafür, dass wir uns mitten im Klimawandel befinden,“ so Tobias Fuchs, Leiter des Geschäftsbereichs Klima und Umwelt beim DWD.

Ausschlaggebend für den Rekord waren viele Sommertage (≥ 25 °C) und vor allem im Norddeutschen Tiefland auch eine bemerkenswert hohe Anzahl von heißen Tagen (≥ 30 °C). Am Nordrand der Mittelgebirge, wie in Barsinghausen-Hohenbostel (20 km südwestlich von Hannover) und in Huy-Pabstorf (ca. 45 km westlich von Magdeburg) wurde erstmals an sieben Tagen die 30-Grad-Marke gerissen. Der Oberrheingraben wartete, wie in Waghäusel-Kirrlach, sogar mit zehn heißen Tagen auf. Dort wurde es am 12. mit 33,3 °C auch am heißesten. Als erfrischendes Kontrastprogramm markierten am 25. Deutschneudorf-Brüderwiese (Erzgebirge) und Oberstdorf (Allgäu) mit jeweils 0,9 °C die bundesweiten Tiefpunkte.

Außergewöhnlich trockener September mit regional schweren Unwettern
Im September fielen mit rund 32 Litern pro Quadratmeter (l/m²) nur etwas mehr als die Hälfte des Niederschlags der Referenzperiode 1961 bis 1990 (61 l/m²). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 erreichte die Menge ebenfalls knapp die Hälfte des Solls von 65 l/m². Die stärksten Niederschläge wurden im Westen und entlang der Alpen beobachtet, wobei in einigen Gebieten sogar mehr als 100 l/m² verzeichnet wurden. Diese heftigen Niederschläge gingen teilweise mit Unwettern einher. Beckum-Vellern, südöstliches Münsterland, meldete am 12. mit 102,6 l/m² den höchsten Tagesniederschlag.

Rekordverdächtiger Septembersonnenschein – nur 1959 war sonniger
Mit rund 246 Stunden übertraf der Sonnenschein im September sein Soll von 150 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um fast 65 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (157 Stunden) betrug das Plus etwa 57 Prozent. Es war nach 1959 (264 Stunden) der zweitsonnigste September. Bereits zur Monatsmitte meldeten zahlreiche Stationen das Erreichen des Klimasolls. Astronomisch bedingt gab es im Süden mit knapp 280 Stunden die größte und im äußersten Norden mit örtlich unter 200 Stunden die vergleichsweise geringste Sonnenscheindauer. Dafür wurden vor allem über der Nordhälfte in der Nacht zum 25. imposante Polarlichter beobachtet. Quelle: ‚DWD, Deutscher Wetterdienst‚.