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Helmut-Schmidt-Universität entwickelt Drohnen-Luftraum-Management

Das Bundesverkehrsministerium übergab am 14.2.2020 in Berlin drei Forschungsprojekten aus dem Bereich Drohnen und Lufttaxis Zuwendungsbescheide. Darunter ist mit einer Förderung in Höhe von 3 Millionen Euro das Projekt „UDVeo“ (Urbaner Drohnen-Verkehr effizient organisiert), das von einem Konsortium um die Helmut-Schmidt-Universität entwickelt wurde. Drohnen haben sich rasant zu hochkomplexen technischen Systemen entwickelt, die in naher Zukunft viele nützliche Aufgaben übernehmen werden – vorausgesetzt es gelingt ihre sichere Integration in den Luftraum. Die Freie und Hansestadt Hamburg bietet für Forschungsvorhaben zu Drohnenthemen beste Voraussetzungen: Ein komplexer und verdichteter Stadtraum, in großen Teilen in der Kontrollzone des Flughafens, mit einer großen Zahl von Betreibern und Unternehmen, die schon heute Aufgaben mit Hilfe von Drohnen erledigen. Auch die bauliche Infrastruktur bietet vielfältige Einsatzbereiche für Drohnen: Die Bausubstanz von Brücken und alten Gebäuden, der Zustand von Dächern und Industrieanlagen, aber auch die Gesundheit des Baumbestandes in den Parks und Alleen wird heute schon vielfach mit Hilfe von Drohnen schnell und unkompliziert erfasst. Das ist im Regelfall nicht nur günstiger, sondern auch sicherer als die bisher notwendigen Arbeiten. Drohnen können aber auch wichtige medizinische Hilfsmittel, beispielsweise Blutkonserven oder Medikamente, schnell und unabhängig von der Verkehrssituation am Boden transportieren, auch hier mit einem Sicherheitsgewinn als Nebeneffekt: Der Einsatz von Krankenwagen, die bisher für solche Transporte mit Sonderrechten durch die Stadt fahren müssen, wird ersetzt. Mit einer wachsenden Anzahl sinnvoller Drohnennutzungen sind auch Herausforderungen verbunden, denn es gilt, den neuen Luftverkehr sicher und zuverlässig abzuwickeln. Mit steigender Zahl gleichzeitiger Drohnenflüge wächst die Notwendigkeit, die Einsätze der Drohnen zu erfassen und die Flüge untereinander zu kontrollieren, also den von den Drohnen genutzten Luftraum zu managen. Quelle: ‘Hamburg.de‘.

Segelflugzeug kam Airbus in die Quere

Eine 17-jährige Pilotin ist mit ihrem Segelflugzeug einem Airbus A321 der Lufthansa im Anflug auf den Hamburger Flughafen gefährlich nahegekommen. Wie aus einem vorläufigen Bericht der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) hervorgeht, betrug der Abstand zwischen den beiden Flugzeugen lediglich 60 Meter nach oben und 50 Meter seitlich. Der Zwischenfall ereignete sich bereits am 23. Juli dieses Jahres, wurde aber erst jetzt durch den BFU-Bericht öffentlich. Der mit 170 Passagieren besetzte Airbus war aus Frankfurt kommend im Sinkflug auf Hamburg, als es zu der Annäherung im Luftraum über Reinfeld (Schleswig-Holstein) kam. Zu deren Hergang machten die Beteiligten widersprüchliche Angaben. Die beiden Airbus-Piloten sagten laut BFU-Bericht aus, das Segelflugzeug sei ihnen plötzlich entgegengekommen. Die allein fliegende Pilotin hingegen gab an, der Lufthansa-Airbus habe sie plötzlich auf der rechten Seite überholt. Sie habe die Maschine vorher nicht sehen und nicht ausweichen können. Die Auswertung der Daten durch die BFU stützt an diesem Punkt die Darstellung der Pilotin. Demnach flog der A321 unter dem Segelflugzeug hindurch. Die Lufthansa-Maschine setzte nach dem Zwischenfall den Anflug auf Hamburg fort und konnte problemlos landen. Die Segelfliegerin, deren Flugerfahrung in dem Bericht mit lediglich 20 Stunden angegeben wird, landete auf ihrem Heimatflughafen Lübeck-Blankensee. Die BFU ordnet den Zwischenfall als schwere Störung des Luftverkehrs ein. Die Untersuchung sei noch nicht abgeschlossen, sagte Sprecher Germout Freytag dem NDR. Wann ein endgültiger Bericht veröffentlicht werde, könne er nicht sagen. Erst in diesem stünden dann Angaben zur Ursache des Zwischenfalls. Lufthansa-Sprecher Michael Lamberty erklärte, sein Unternehmen unterstütze “bei Vorfällen im Flugbetrieb stets nach Kräften die wichtige Untersuchungsarbeit der zuständigen Stellen”. Dem Ergebnis werde man nicht vorgreifen. Quelle: ‘NDR‘.

Richtigstellung von Bernd Korthaus

Bernd Korthaus hat am Freitag, 25.10.2019 auf den Bericht des NDR mit dieser Zuschrift hier reagiert.