Dank der Unterstützung des Trainerteams in Lesce/Bled (Slowenien) kommt auch 2026 wieder ein einwöchiges Angela Machinek Förderverein-Alpenflugtraining 2026 in Lesce/Bled (Slowenien) zustande. Das Training richtet sich an Gebirgseinsteigerinnen sowie an alpenerfahrene Pilotinnen. Vom 3. April 2026 (Anreisetag) bis 11. April 2026 (letzter Trainingstag) wird im Gebirge gemeinsam trainiert. Hier finden Sie Ausschreibung und Anmeldeformular.
Nach vielen Jahren im Flachland reizte Guido von der Segelfluggruppe Cumulus (TG) das Abenteuer Gebirgsflug. Der Breitenförderungskurs des Schweizerischen Segelflugverbands in Samedan bot dafür die perfekte Gelegenheit. Mit dem Arcus „1C“ und der LS8-18 „7C“ im Gepäck reiste er ins Engadin.
Die Segelflieger neben den «Grossen»
Rasanter Einstieg
Schon am ersten Tag wich die Theorie rasch der Praxis. Nach dem Briefing folgte ein Windenstart mit mässiger Ausklink-Höhe. Guido stieg mit Fluglehrer Rolf König in engen Achten den Hang von Muottas Muragl hinauf. Zahlreiche Kommandos, stetige Korrekturen – und schliesslich lag die Bergstation unter ihnen.
In der Thermik wurde es anspruchsvoll. Der Horizont blieb kaum stabil im Blick, zu komplex war die Topografie. Doch mit Geduld und präziser Steuerung erreichten sie die Wolkenbasis – und stiegen weiter in die Welle ein. Ruhig und gleichmässig kletterte der Arcus „C1“ bis auf 4800 Meter. Ein unvergesslicher Moment für Guido.
Der Tag endete mit einer sanften Landung auf der Hartbelagspiste – nach vier intensiven Stunden mit Hangflug, Thermik, Wellenaufstieg und Platzrunde unter realen Bedingungen. Ein fulminanter Auftakt.
Strukturierter Kurs mit Tiefgang
Jeder Kurstag begann mit einem Debriefing und einem theoretischen Teil. Themen wie Windverhalten, Sauerstoffbedarf, Ernährung, Funkdisziplin oder Luftraumüberwachung wurden direkt in der Praxis vertieft. Am Nachmittag stand jeweils das Fliegen im Zentrum.
Guido flog im Team mit verschiedenen Fluglehrern im Doppelsitzer. Jeder Flug brachte neue Impulse – etwa zum Erkennen von Aufwinden, zur Linienwahl am Hang oder zum Verhalten bei Seitenwind. Dabei blieb es selten ruhig in der Luft: Helikopter, Geschäftsreiseflugzeuge und sogar eine F/A-18 sorgten für Betrieb am Himmel über dem engen Engadinertal. Präzise Funkarbeit mit „Samedan Information“ war Pflicht.
Wachsendes Vertrauen
Nach wenigen Tagen wechselte Guido das Flugzeug und den Fluglehrer. Wieder erhielt er einen Arcus „W1“, diesmal aus Winterthur. Jeder Flug offenbarte neue Wetter-Phänomene, jedes Manöver vertiefte sein Verständnis. Bald wuchs der Wunsch, das Erlernte allein umzusetzen.
Hoch über der Bernina-Gruppe
Allein über den Piz Bernina
In der zweiten Woche übernahm Guido die vertraute LS8-18 „7C“. Sein Ziel: ein Flug über den Piz Bernina. Gleich beim ersten Start setzte er das Gelernte souverän um – vom Start an der Winde über Thermik und Hangaufwind bis zur Welle. Die Aussicht auf das vergletscherte Berninamassiv liess ihn ehrfürchtig werden. Ein Flugerlebnis, das unter die Haut ging.
Arcus „1C“ nach der Landung in Samedan
Fazit
Neun Flüge, 27 Stunden in der Luft – unser Autor Guido blickt auf eine eindrückliche Woche zurück. Der Kurs bot perfekte Bedingungen, exzellente Betreuung und einmalige Flugmomente. Er empfiehlt allen Segelflugpilotinnen und -piloten diese Erfahrung wärmstens.
Sein Dank gilt den Fluglehrern, dem Team in Samedan, den Mitfliegenden – und der SG Cumulus für das Vertrauen in die LS8-18 „7C“. Ein Kurs, der nicht nur fliegerisch, sondern auch menschlich Spuren hinterlässt.
Elf engagierte Pilotinnen nahmen vom 4. bis 13. April 2025 am Gebirgsflugtraining des Dr. Angelika Machinek Förderverein Frauen Streckenflug e.V. (AMF) in Lesce/Bled (Slowenien) teil. Unter der fachkundigen Anleitung der fünf erfahrenen Trainer Rainer Peghini, Veit Layer, Jürgen Wisbacher, Ralf Fischer, Walter Eisele und Albert „Abi“ Kießling stand die Sicherheit stets an erster Stelle. Mit großer Geduld vermittelten die Trainer den Alpen-Aspirantinnen das Fliegen in den Karawanken und weit darüber hinaus.
Der Verein zur Förderung des Strecken- und Wettbewerbs-Segelfluges in Baden-Württemberg e.V. (SBW) unterstützte die Trainingsmaßnahme dankenswerterweise mit der Bereitstellung des Duo Discus BW1. Das Training im Doppelsitzer ist für Einweisungen der Gebirgsflugneulinge unverzichtbar. Zu Beginn jeden Tages analysierten zwei Pilotinnen unter Anleitung von Abi Kießling das Wetter und erstellten Prognosen und Empfehlungen für den Tag. Die Herausforderungen, welche durch die vorherrschende Nordströmung und die damit verbundenen turbulenten Lee-Bärte entstanden, bewältigten die Pilotinnen sehr gut. An jedem Tag der Trainingswoche wurde geflogen, was die Kondition aller Piloten und Pilotinnen auf die Probe stellte.
Einigen Pilotinnen gelang sogar den Einstieg in eine Welle. Selina „Sally“ Mihalyi war begeistert: „Der ersten Welle meines Lebens am Gailbergsattel ging der ruppigste Bart des Tages voraus, mit dessen Hilfe ich zu meinem Team aufschließen konnte. Unser Trainer Jürgen Wisbacher vermutete einen Rotor, und nach kurzem Suchen gegen den Wind gelang uns der Einstieg in eine Welle in 3500m MSL. Obwohl wir immer wieder nachjustieren mussten, um das ortsfeste Steigen nicht zu verlieren, brachte sie uns mit zuverlässigem Steigen in neue Höhen. Jürgen holte für unser Team bei Klagenfurt Radar eine Freigabe bis FL190 ein, die wir auch komplett ausfliegen konnten. Ein tolles Erlebnis!“
Der Aero Club in Lesce hieß den AMF bereits zum zehnten Mal willkommen und verwöhnte die Gruppe an zwei Abenden mit lokalen Spezialitäten. Die Unterstützung des Clubs bei Briefings und Schleppbetrieb trug maßgeblich zum reibungslosen und sicheren Ablauf der Woche bei und schuf eine ideale Trainings-Umgebung für die Pilotinnen. Im exzellenten Flugplatzrestaurant trafen sich abends alle an einer langen Tafel, um das Erlebte Revue passieren zu lassen und die Geselligkeit zu genießen. Die Teilnehmerinnen waren begeistert vom freundschaftlichen Austausch unter Gleichgesinnten und der Möglichkeit, zum Saisonstart über 20 Flugstunden zu sammeln. Die intensive Praxis ermöglichte wertvolle Erfahrungen im Gebirgsflug und die Erweiterung des individuellen fliegerischen Könnens.
Insgesamt war das AMF-Gebirgsflugtraining ein großer Erfolg und ein wichtiger Schritt für die Förderung von Pilotinnen im Luftsport. Die Teilnehmerinnen kehrten mit neuen Erkenntnissen und gestärktem Selbstvertrauen zurück, bereit für künftige fliegerische Herausforderungen.
Auch 2026 wird der Dr. Angelika Machinek Förderverein Frauensegelflug e.V. wieder ein Gebirgsflugtraining in Lesce anbieten. Alle interessierten Pilotinnen sind zur Teilnahme herzlich eingeladen und aufgefordert.
Nachdem die SGPV mehrere Jahre inaktiv war und seit 2019 auch keine General-Versammlungen mehr durchgeführt wurden, hat sich ein kleines Team um Heinz Wyss mit Unterstützung des AeCS für eine Wiederbelebung dieser wichtigen Vereinigung bemüht.
Am 3. April 2025 wurde eine Generalversammlung abgehalten und ein Vorstand gewählt. Markus Frey, Andreas Wimmer, Präsident Stephan Friedli, Roger Schlatter und Clément Chamboulive werden die Geschicke ab sofort leiten.
Markus Frey, Andreas Wimmer, Präsident Stephan Friedli, Roger Schlatter und Clément Chamboulive (v.l.).
Einmal hoch über den Alpen durch die Lüfte segeln: Diesen Wunsch erfüllt der Breiten-Förderungskurs „Einführung Gebirgsflug“, den der Segelflugverband der Schweiz in Zusammenarbeit mit dem DAeC vom 16. bis 27. Juni auf dem Flugplatz Samedan (LSZS) veranstaltet. Anmeldungen sind bis 28. Februar möglich.
Am Ende des Kurses sollen alle der maximal 20 Piloten und Pilotinnen die theoretischen und praktischen Grundlagen des sicheren Segelflugs im Gebirge kennen und anwenden können. Die Schulung richtet sich vor allem an Luftsporttreibende ohne oder mit begrenzter Erfahrung im Alpenflug.
Voraussetzungen für eine Teilnahme am Breitenförderungskurs „Einführung Gebirgsflug“:
EASA-Lizenz SPL (zum Zeitpunkt der Anmeldung)
Gültiges Medical
Mitgliedschaft im Segelflugverband der Schweiz (via Segelfluggruppe) oder im DAeC
Anwesenheit über die ganze Kursdauer
Anmeldung: per eMail an: registration[@]sfvs-fsvv.ch Ausschreibung des SFVS.
In diesem Jahr organisierte Theo Dornemann das Gebirgsflugtraining bereits zum 24sten Mal. 44 Piloten, 4 Pilotinnen und 23 Fluglehrer waren an drei Tagen insgesamt über 350 Stunden in der Luft. 1999 nahm Theo Dornemann mit seiner Wassmer an einem Gebirgsflugtraining teil. Davon war er so überzeugt, dass er den damaligen Flight Safety Instructor Alexander Körber fragte, ob der Landesverband Niedersachsen so ein Training nicht auch organisieren könne. Das konnte er!
Ein Verein, der das Training vor Ort realisieren, eine hohe Anzahl von FI, CRI und Gebirgsflugerfahrene und das passende militärische Gelände mit der dortigen Infrastruktur zur Verfügung stellen konnte, war der LSV Kaufbeuren. Bereits die erste Veranstaltung unter der Leitung von Theo Dornemann, bei welcher der DAeC mit drei FSI dabei war, war ein so großer Erfolg, dass man beschloss, sie in den Folgejahren zu wiederholen.
Bis 2014 fand das Gebirgsflugtraining in Kaufbeuren statt. Dann gab die Bundeswehr das Gelände auf, sodass sich Theo Dornemann nach einem neuen Flugplatz umsehen musste, um diese erfolgreiche und in hohem Maße der Sicherheit dienende Veranstaltung weiter durchführen zu können. Den Platz dazu fand er in Bad Wörishofen.
2024 fand die Gebirgsflugveranstaltung nun bereits zum 24sten Mal unfallfrei statt. Die meisten der über 30 Flugzeugbesatzungen waren mehrmals dabei. Trotz seiner 85 Jahre leitet Theo Dornemann das Training unermüdlich mit großem Erfolg und begleitet von uneingeschränkter Anerkennung der Teilnehmer. Nicht ein einziges Mal habe ich von jemandem eine negative Äußerung gehört, und ich selbst bin immerhin – mittlerweile im Auftrag des DAeC – seit 2014 in Kaufbeuren dabei.
Im nächsten Jahr wird Theo Dornemann sein 25-jähriges Jubiläum als Veranstalter des Gebirgsflugtrainings mit dem Fly and Drive feiern und alle Teilnehmer nach Bad Wörishofen einladen. Anschließend wird er die Rolle des Veranstalters an einen Nachfolger übergeben, der bis dahin hoffentlich gefunden werden wird.
Ich bin absolut von der Sinnhaftigkeit dieses Trainings überzeugt und hoffe, dass es auch noch das 50- und das 100-jährige Bestehen feiern wird. Vielleicht nicht mehr mit uns, aber ganz im Geiste seines Gründers Theo Dornemann. Quelle: ‚Mike Morr, Referent Luftraum des DAeC‚.
Ein eingespieltes Team von Instruktorinnen und Instruktoren hat vom 17. Juni bis am 30. Juni 2023 in Samedan 15 Piloten im Alpenflug ausgebildet. Neben Theorieunterricht übten sich die Teilnehmenden im Windenstart, dem Hangflug und als Zückerchen gab es, dank passender meteorologischer Bedingungen, auch einmal die Möglichkeit in einer Welle bis über 5’500 m ü.M. zu steigen. Die SGBF hatte Fluglehrer und vereinseigene Flugzeuge im Einsatz und mehrere Mitglieder der SGBF besuchten den Kurs. Die Teilnehmenden danken dem Flugplatzteam Samedan und allen Instruktorinnen und Instruktoren sowie den Referierenden für ihren Einsatz. Quelle: ‚SG Basel-Fricktal‚.