Schlagwort-Archiv: Freudenstadt

Freudenstadt führt Junioren-Segelflug-DM durch

Nach 15 Jahren richtet die Fliegergruppe Freudenstadt wieder eine Segelflug – DM der Junioren aus. Nun wurde der Fliegergruppe von der Bundeskommission Segelflug des Deutschen Aero Club (DAeC) die Segelflug- DM der Junioren in der Standard und Clubklasse zugesprochen. Die findet im Zeitraum vom 26. Juli bis 04.August 2025 in Musbach statt. Je nach Meldeergebnis werden bis zu 75 Teilnehmer zu Luftrennen, vorwiegend über dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb antreten. Je nach Wetterlage sind auch Aufgaben in Richtung Rheinland-Pfalz oder Franken möglich.

Vorsitzender Axel Reich freut sich, dass in Musbach wieder einmal eine große Meisterschaft ausgetragen wird. In den letzten Jahren wurde die Infrastruktur am Flugplatz noch weiter verbessert. So steht den Teilnehmern jetzt auch eine gute Internetverbindung zur Verfügung. Dass das Fluggelände um die 80 Flugzeuge verträgt, belegten die vergangenen Meisterschaften. Nun gilt es für den Verein die passende Mannschaft und Organisationsteam zusammen zu stellen. Neben einem Wettbewerbs-Leiter und Sportleiter und Schlepppiloten, ist auch ein Meteorologe gefragt. Hier hat der Fliegergruppe Freudenstadt bereits der erfahrene Meteorologe Walter Hermann zugesagt. Der hat in Musbach schon mehrere Wettbewerbe begleitet. Hermann ist mit dem Wetter im Schwarzwald gut vertraut und dazu selbst erfahrener Segelflieger.

Mit einer motivierten Jugendgruppe und motivierten Senioren wird Freudenstadt den Teilnehmer gute Bindungen schaffen. Für Marven Gründler, der sich für die Standardklasse qualifiziert hat, wird es nun eine Heim-Meisterschaft. Jakob Schick muss dagegen hoffen, eventuell doch noch als Nachrücker ins Feld der Clubklasse aufrücken zu können. Für die Teilnehmer ist Musbach ein Flugplatz der kurzen Wege. Hier werden sich manche Piloten, die auf vergleichsweise riesigen Flugplätzen im Norden und Osten der Republik beheimatet sind etwas umstellen müssen. Dass das ganze ohne Probleme funktioniert, haben bereits die Segelflug WM 2002 (Clubklasse) und Segelflug WM 2011 (Standard und Clubklasse) anschaulich belegt. Als Segelflug Referent vom Baden-Württembergischen Luftfahrtverband (BWLV) und Beisitzer der DAeC Segelflug-Kommission freut sich Christof Geißler, dass sein Verein die FG Freudenstadt, die Junioren-DM ausrichten darf. Quelle: ‚fg-freudenstadt.de‚.

Fly-In Musbach

Am 20 und 21. Juli lädt die Fliegergruppe Freudenstadt zu ihrem 95 Jahre Bestehen interessierten Vereine und Luftsportler/innen zum großen „Fly In“ und „Flugplatzfest“ auf das Musbacher Fluggelände ein. Mit dem „Tag der offenen Tür“ (ohne Airshow) stellen sich die Freudenstädter Flieger mit ihren Gästen aus der Fliegerwelt der Bevölkerung vor. Mit im Boot ist die Fliegergruppe Renchtal, die seit 1982 ihre Heimat in Musbach gefunden hat. Das gemeinsame Miteinander in der Schulungs- und Nutzungsgemeinschaft funktioniert gut. Luftsportlerinnen und Luftsportler, die samstagabends übernachten wollen, wird neben einem gemütlichen Austausch und Plausch ebenso ein musikalischer Rahmen geboten. Bei hoffentlich ansprechenden Sommertemperaturen wird Vereinsmitglied Wolfgang Haug mit der Rock-Pop-Partyband „Potluck“ für Stimmung sorgen. Schon beim Segelfliegertag 2023 überzeugte die Band im ehemaligen Grandhotel Waldlust.

Musbach verfügt über eine Graspiste mit den Anflugrichtungen 17 und 35. Gestartet wird in der Regel auf der 17, da diese in Richtung Süden abfällt. Die Frequenz des Segelfluggelände lautet 124,865 MHz. Infos zum An- und Abflugverfahren, zur Pistenlänge und weiteren Besonderheiten erhalten Sie unter info@fg-freudenstadt.de oder Axel@foto-reich.de. Ansprechpartner ist Axel Reich (Vorsitzender FG Freudenstadt).

Zu Gast in Musbach 2024

Wetterglück für gastierende Piloten
Vor kurzen waren mehrere Segelflieger der „Groupe de Vol à Voile Neuchàtel“ zu Gast in Musbach. Beim einwöchigen Fluglager in der KW 24 hatten die Schweizer mit dem derzeit so unbeständigen Wetter Glück. An mehreren Tagen konnte geflogen werden. Man unternahm Streckenflüge bis in die 500 km Region, wobei der fliegerische Genussfaktor nicht zu kurz kommen sollte.

So erkundeten die Schweizer auch erdgebunden die Region. Sie fanden den Schwarzwald einfach schön. Begeistert hat die Gäste die Struktur der Fliegergruppe Freudenstadt. Beeindruckt war man, wie viele Jugendliche zu günstigen Konditionen ihr Hobby in Musbach ausüben können. Die Gäste Eliot, David, Matthieu, Michel, Philipp und Simon bedankten sich herzlich beim Vorsitzenden Axel Reich sowie dem 2. Vorstand Karl Pfau, der auch fleißig als Schlepppilot mitwirkte, das sie in Musbach ein Lager durchführen konnten. Ein Lob erhielten ebenso alle weitere Schlepppiloten, Flugleiter und Helfer die das Fliegen unter der Woche ermöglichten. Auch schätzte man es, dass während des Aufenthalt ein Duo Discus mit 20 Meter Spannweite im Hangar Platz fand und dass man das Vereinsheim und die sonstigen Anlagen nutzen konnte. „Alle Piloten waren mit dem Erlebten sehr zufrieden“ teilte Simon Boeckle in einem Schreiben an die Fliegergruppe Freudenstadt mit. Quelle: ‚Lothar Schwark / FG Freudenstadt‚.

Nachwuchsarbeit als Schlüssel zum Aufstieg

Mit der Kraft der Sonne ist die Fliegergruppe Freudenstadt in dieser Saison bislang 57 587 Kilometer geflogen. Jungpilot Marven Gründler stürmte dabei sogar deutschlandweit an die Spitze. Mit sinkendem Sonnenstand und Herbstbeginn schwächen sich die Thermik und damit auch die Aufwinde mehr und mehr ab. So endet am 30. September die OLC Wertung (Online Contest) für die Saison 2022/23 der Segelflieger. Ab Oktober 2023 fließen die Flüge in die Wertung 2024 ein.

Wetter wird noch genutzt
Das außergewöhnliche gute Wetter bis Mitte September nutzten die Aufwindjäger der Fliegergruppe Freudenstadt nochmals zu ausgedehnten Streckenflügen. Gutes Streckenflugwetter gab es am Wochenende des 9./10. September. Insgesamt erflogen die in Musbach beheimateten Piloten an diesen zwei Tagen 3873 motorlose Kilometer über dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb.Mit 506 Kilometern war Martin Haug auf Ventus 2cM/18 gut dabei. In der OLC Tageswertung landete er weltweit unter 322 Piloten auf Rang 21. Deutschlandweit platzierte er sich unter 142 Teilnehmer auf Tagesplatz acht. Mit einem 455-Kilometer-Flug landete Reiner Haist mit seiner Kestrel 17 deutschlandweit auf Platz 12. Mit 452 Kilometern kam Frank Popp mit der DG 800S/18m deutschlandweit auf Rang 23.

Damit dürfte die diesjährige Thermikflugsaison so gut wie beendet sein. Nun lautet die Devise der Musbacher Segelflieger: „Es lebe die Welle.“ Wenn der Südwest- und Nordost Wind bei entsprechender Luftschichtung kräftig bläst, sind Höhenflüge mit Genehmigung der Flugsicherung bis über 5000 Meter möglich. Auch wird im Wellensystem immer mehr Überland geflogen. Trotz kurzer Tageslichtdauer wurden in den vergangenen Jahren mehrfach Flüge bis 600 Kilometer geschafft. Die besten Ausgangsbedingungen gibt es vom Rheintal aus, unter anderem vom Flugplatz Offenburg aus.

Gelungener Generationswechsel
Leistungsflugreferent Frank Popp blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück, die durch den Aufstieg in die Segelflugbundesliga gekrönt wurde. Schlüssel zum Erfolg war für Popp die zielstrebige Ausbildung und vor allem die Förderung junger Nachwuchspiloten durch die erfahrenen Überlandflieger und Fluglehrer. Für Popp durchaus ein gelungener Generationswechsel.

So wurden in der Saison in Musbach 44 393 Kilometer im reinen Segelflug erflogen. Rechnet man alle Flüge der Freudenstädter Piloten (mit Start an anderen Flugplätzen in Europa) waren es 57 587 Kilometer. Den weitesten Flug von Musbach aus schafften Popp mit 751 Kilometern, Michael Buchthal (742) und Hansjörg Rothfuß mit (728). Quelle: ‚Lothar Schwark / Schwarzwälder Bote‚.