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AIRlebnistage in Ried-Kirchheim

Der Sportfliegerclub Ried lädt im Juli 2026 zu den AIRlebnistagen am Flugplatz Ried-Kirchheim ein und feiert dabei sein 66-jähriges Bestehen. Das zweitägige Flugplatzfest verbindet fliegerische Highlights mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm und bietet Pilot/-innen sowie der interessierten Öffentlichkeit ein eindrucksvolles Wochenende rund um die Luftfahrt.

Der traditionsreiche Standort im Innviertel hat sich über Jahrzehnte kontinuierlich entwickelt. Heute profitieren Mitglieder und Gäste von moderner Infrastruktur, einem zeitgemäßen Sicherheits- und Zugangssystem sowie dem neuen Gastronomiebereich „genussWERK“. Mit über 200 Mitgliedern ist der Verein fest in der Region verankert und pflegt zugleich aktiv den Austausch mit Nachbarschaft und Gemeinden.

Samstag, 11. Juli 2026 – Fly-In und Flugvorführungen
Ab 15:00 Uhr beginnt das Fly-In für anreisende Gastpiloten und Crews. Im Zentrum des Tages stehen erste Flugvorführungen, die einen Vorgeschmack auf das Programm des Folgetages geben. Am Abend sorgt die Fliegerbar mit Musik für einen geselligen Ausklang in fliegerischer Atmosphäre. Für Gäste besteht die Möglichkeit, am Flugplatz kostenlos zu zelten oder zu campen.

Sonntag, 12. Juli 2026 – Feldmesse und umfangreiches Flugprogramm
Der Sonntag startet mit einer Feldmesse, gefolgt von einem Frühschoppen mit musikalischer Begleitung durch eine Musikkapelle sowie einem Mittagstisch. Den fliegerischen Höhepunkt bilden vielfältige Vorführungen aus unterschiedlichen Bereichen der Luftfahrt: Kunstflug-Demonstrationen, Drohnen- und Modellflug sowie Rundflüge stehen ebenso auf dem Programm wie eine große Tombola mit attraktiven Preisen.

Mit den AIRlebnistagen setzt der Sportfliegerclub Ried ein sichtbares Zeichen für gelebte Fliegertradition, technisches Engagement und Gemeinschaft – und verbindet das 66-jährige Vereinsjubiläum mit einem Wochenende voller Luftfahrt-Erlebnisse.

Kunststücke auf der Himmels-Leinwand

Das Flugfest in Königsdorf war mit Tausenden von Besuchern ein voller Erfolg. Die Veranstalter sind zufrieden, weil alles reibungslos ablief.

Sascha Odermann hat es wieder getan. Wie schon beim letztjährigen Oktoberfest und jüngst beim Münsinger Ochsenrennen zeichnete der Pilot am vergangenen Wochenende mit den Rauchspuren seines Flugzeugs große Bilder am blauen Himmel über der Gemeinde Königsdorf. Eindrucksvollstes Werk war ein großes Herz, das zugleich eine Liebeserklärung für das Segelflugzentrum symbolisierte.

Luftakrobatik und Segelfliegen

„Der blaue Himmel ist seine Leinwand, auf der er zeichnen kann und das Flugzeug ist sein Füllfederhalter“, kündigte Moderator Michael Watzke die Show von Odermann an. Der ehemalige deutsche Motorflug-Kunstflugmeister vollführte seine Kunststücke und Loopings wie schon im vergangenen Jahr in der Mü 30 „Schlacro“ – ein Modell, an dem viele Jahre lang im Segelflugzentrum gebastelt und geschraubt wurde. Als Odermann aus seinem Cockpit stieg, brandete lauter Applaus auf. Die Zuschauer hatten das Spektakel teils sitzend auf Bierbänken, teils stehend verfolgt. Schon davor sorgte der Mühldorfer Pilot Franz Frauendienst für einen Rekord: Seine rund fünf Tonnen schwere T-28 war das schwerste Flugzeug, das jemals in Königsdorf gelandet ist. Tags darauf verursachte ein Antonow-Doppeldecker einen ähnlichen hohen Lärmpegel.

Mehr Leute zum Fliegen animieren

Vergleichsweise leise war dagegen Wolfgang Schieck mit seinem Segelflieger unterwegs. Der erfahrene Pilot bewies eindrucksvoll, warum er bei der diesjährigen Segel-Kunstflug-Weltmeisterschaft in Oschatz (Sachsen) mit der deutschen Mannschaft die Goldmedaille holte. „Vielleicht tragen die Vorführungen ja dazu bei, dass einige Zuschauer nun auch das Fliegen lernen wollen“, hoffte Michael Watzke. Sein Co-Moderator Gunther Lang verwies darauf, dass die Ausübung der Sportart – entgegen einiger Vorurteile – kein Luxusvergnügen sei. So kostet derzeit ein Windenstart für Schüler nur fünf Euro, die Flugminute gerade mal fünf Cent. Der Jahresmitgliedsbeitrag für Jugendliche beträgt 100 Euro.

Lange Warteschlangen

Wer schon am vergangenen Wochenende in ein Segel- oder Motorflugzeug steigen wollte, um die landschaftlichen Vorzüge des Alpenvorlands einmal aus der Vogelperspektive zu betrachten, musste sich jedoch gedulden. Schon am Samstag-Vormittag bildeten sich lange Warteschlangen vor dem Startplatz. Während Motorflüge bereits am frühen Nachmittag ausgebucht waren, gab es bei den Segelflügen etwas mehr Kapazitäten. „Die Fernsicht war heute einfach überragend“, schwärmte einer der Passagiere. Andere versuchten derweil ihr Glück bei der Tombola und hofften einen Flug mit zweisitzigen Segelflugzeugen zu gewinnen. Vorführungen mit kleinen Modellfliegern, Informationsangebote der Polizei und Feuerwehr sowie ein Papierflieger-Bastelwettbewerb rundeten das Tagesprogramm ab. Mit einem Rock-’n‘-Roll-Konzert der Bonny Tones sowie einem Feuerwerk klang der erste Flugfesttag am Samstagabend aus. Quelle:‘merkur.de‚.