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Schulung & Kunstflug im Doppelpack

Neuzugang beim Fliegerclub Linz: Moderner Doppelsitzer Perkoz eingetroffen

Der Fliegerclub Linz hat kürzlich seine Flotte um ein neues Schulungs- und Kunstflugzeug erweitert. Mit dem SZD-54-2 Perkoz des polnischen Herstellers PZL Bielsko ergänzt der Verein sein Ausbildungs- und Weiterbildungsangebot für Pilotinnen und Piloten.

Zwei Vereinsmitglieder machten sich persönlich auf den Weg ins polnische Jelenia Góra, um das neue Flugzeug vor Ort zu übernehmen und nach Deutschland zu überführen. Nach erfolgreicher Überstellung traf der neue Doppelsitzer nun im Heimatverein ein.

Der Perkoz ist ein moderner Kunststoffsegler, der sich sowohl für die Anfängerschulung als auch für den Streckenflug eignet. Darüber hinaus ist das Modell auch für den Kunstflug zugelassen – eine Eigenschaft, die den fliegerischen Einsatzbereich des Vereins deutlich erweitert.

Mit ergonomischem Cockpit, modernen Werkstoffen und ausgewogenen Flug-Eigenschaften spricht das Flugzeug sowohl Flugschüler als auch erfahrene Vereinsmitglieder an. Der Club sieht in der Anschaffung nicht nur eine technische Modernisierung, sondern auch einen gezielten Schritt zur Nachwuchsförderung und zur langfristigen Attraktivitätssteigerung des Vereinsbetriebs.

Die ersten Einsätze des Perkoz im Schulungsbetrieb sowie bei thermischen Flügen und Kunstflugmanövern sind bereits in Planung. Der Verein bedankt sich bei allen Beteiligten, insbesondere bei den Überführern, für das Engagement rund um die erfolgreiche Integration des neuen Flugzeugs in die Vereinsflotte.

Gute Platzierungen als Motivation für die neue Saison

Der Fliegerclub (FC) St. Johann wurde 2024 jeweils Zweiter bei Alpenliga und neuer Österreichischer Segelflugbundesliga. Die Freude über gute Platzierungen und die Enttäuschung, dass es in beiden Fällen nicht für den ersten Rang gereicht hat, lagen nahe zusammen. Darum hat man sich nun vorgenommen, mit Engagement und Leidenschaft dieses Jahr den anderen Vereinen den Weg an die Spitze schwer zu machen. Dies gilt auch für die anstehenden österreichischen Meisterschaften, die 2025 an zwei Austragungsorten stattfinden werden und an denen der FC St. Johann mit sieben Piloten und einer Pilotin mitmachen wird.

Rückblick auf 2024

Als Premiere 2024 in neuem Format wurde eine Bundesliga im Streckensegelflug ausgetragen. Dabei kämpfen jedes Wochenende alle österreichischen Segelflugvereine um Punkte. Die drei schnellsten Schnittgeschwindigkeiten von Vereinspiloten über ein Zweieinhalb-Stunden-Fenster werden gewertet. Der Fliegerclub St. Johann konnte bereits in der ersten Runde vorlegen und sich auf dem ersten Platz positionieren. Der Frühling fällt in den Kitzbüheler Alpen wettertechnisch oft spektakulär aus und die Wettbewerbspiloten nutzen dies Woche für Woche, um den Vorsprung gegen die Konkurrenz aus Innsbruck, Hohenems, Micheldorf (OÖ) und nicht zuletzt aus Wiener Neustadt auszubauen.

Hochsommer als St. Johanner „Problemzone“

Aus dem Segen wurde aber ein „Fluch“. Im Hochsommer gibt es traditionell den CIM in Rieti sowie darauf folgend die Coppa, zwei internationale Wettbewerbe über dem Apennin in Mittelitalien, also außerhalb des alpinen sowie österreichischen Wertungsraums für die heimischen Ligen.

Dort waren dann auch einige der St. Johanner Leistungsträger dabei und konnten drei Wochen nicht für den Verein punkten. Zu allem Überfluss herrschte dann auch regelmäßig das bekannte Unterländer Regenwetter vor und der Rest des Teams bekam Schwierigkeiten, Punkte zu sammeln. So schmolz der Vorsprung schleichend und der SMSC Micheldorf als verbliebener Hauptkonkurrent konnte sich strategisch vor der letzten Runde nach vorn schieben. Der Showdown war somit angerichtet und St. Johann gewann die letzte Runde mit starken Schnitten. Jedoch war alles zu wenig, weil sich niemand mehr zwischen die Tiroler und die Oberösterreicher einreihen konnte. Knapper hätte es nicht sein können, Micheldorf erreichte 1.426 Punkte, dahinter mit nur fünf Punkten Abstand St. Johann mit 1.421 Punkten.

Im Rahmen des österreichischen Segelflieger-Tages in Niederöblarn am 19. Oktober wurden die Vereine geehrt und man war sich einig: ‚Chapeau‘ und Gratulation an die Gewinner! Nächstes Jahr kommt die Revanche!‘ Die österreichische Segelflug-Bundesliga kann über segelflugbundesliga.at verfolgt werden.

Alpenliga im internationalen Vergleich

Über die österreichischen Grenzen hinaus wird zwischen allen Vereinen im Alpenraum die sogenannte Alpenliga ausgetragen. Mit am Start sind Vereine aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Italien, Slowenien und Österreich. Unter anderem aufgrund seiner Größe mit hunderten Aktiven aus dem süddeutschen Raum mit einer perfekten Ausgangslage in den Nordalpen dominiert seit vielen Jahren das Segelflugzentrum Königsdorf südöstlich des Starnberger Sees diese Wertung, gefordert mittlerweile seit zwei Jahren von den St. Johanner Piloten, die im Vorjahr bis zum zweiten Platz in der Gesamtwertung herankamen und da schon ein Ausrufezeichen setzten.

Der Verlauf verhielt sich ähnlich wie in der österreichischen Bundesliga, da das Reglement und der Wertungsraum Schnittmengen aufweisen. Auch hier übernahmen FC-Flieger gar nicht so überraschend im Juni die Führung. Der Aufschrei der Königsdorfer war über die bayrischen Voralpen und das Kaisergebirge bis nach St. Johann zu vernehmen. Jedoch zeichnet sich der südbayrische Verein durch eine ausgezeichnete Organisation seiner Top-PilotInnen und ein sorgfältiges Erfliegen der Ligawertung aus und so kam es auch hier, wie es kommen muss: nach sechs Runden war der erste Platz wieder abzugeben. Letztlich wurde es für die Tiroler ein weiterer zufriedenstellender zweiter Platz. Schließlich konnte man mit nur neun Piloten die in der Wertung häufig anzutreffenden Königsdorfer fordern. Quelle: ‚meinbezirk.at‚.

Wieviele Flugbewegungen erhält Pattonville?

Im Streit über Nachtflüge des Rettungshubschraubers und mehr Landungen für Hobbyflieger bei Pattonville hat sich nun die Nachbarstadt Remseck am Neckar (Kreis Ludwigsburg) zu Wort gemeldet. Wie Kornwestheim will auch sie einen Kompromiss. Nach Kornwestheim hat nun auch die andern Nachbarkommune Remseck zum Flugplatz Pattonville über ihre Stellungnahme zur Ausweitung des Flugbetriebs beraten. Zur Erinnerung: Der Flugplatzbetreiber, Flugbetriebsgemeinschaft Pattonville, hat beim Regierungspräsidium (RP) Stuttgart eine Ausweitung des Flugbetriebs für Hobbyflieger und den dort stationierten Rettungshubschrauber beantragt. Letzterer soll nun regelmäßig in der Nacht starten und landen dürfen.

Remseck sucht ähnlich wie Kornwestheim in Pattonville eine Mittelweg zwischen der beantragten Ausweitung der Flugzeiten und den Interessen der Anwohner in Pattonville, das zur Hälfte zu Remseck gehört. In ihrer Stellungnahme spricht sich die Große Kreisstadt nun zwar für eine Ausweitung des Nachtflugbetriebs beim Rettungshubschrauber aus, will aber, dass statt der beantragten 800 Flugbewegungen (Starts- und Landungen) maximal 600 pro Jahr in der Nacht (22 bis 6 Uhr) erlaubt werden sollen. Darüber hinaus sollen die Verlegung des Rettungshubschrauber-Standorts innerhalb des Flugplatzes und Lärmschutzmaßnahmen geprüft werden. Auch die Einhaltung der Flugroute solle das RP überprüfen.

Die Stadt spricht sich aber generell für die Ausweitung des Rettungs-Hubschrauber-Betriebs aus und unterstützt die im Antrag geforderte Aufstockung von bislang 2400 auf 4500 Flugbewegungen insgesamt pro Jahr.

Bei den Hobbyfliegern will Remseck nur 4000 Landungen pro Jahr zulassen. Gefordert ist eine komplette Aufhebung der Beschränkung. Während es für Räte und Stadt-Verwaltung vertretbar ist, dass an Werktagen künftig bis 22 Uhr auf dem Flugplatz gelandet werden darf, will man die Betriebszeiten am Sonntag unverändert lassen. In einem vorberatenden Ausschuss war vergangene Woche eine größere Diskussion, über die genaue Ausformulierung der Stellungnahme ausgebrochen. Und auch jetzt kritisierten Stadträte die inhaltlichen Fehler in der verbesserten Stellungnahme. OB Dirk Schönberger sagte zu, diese noch zu beheben und wies auf einen wichtigen Punkt hin: „Wir sind als Nachbarn in der Angelegenheit nur zur Stellungnahme berechtigt. Gemarkungsgemeinde ist Stuttgart und die Entscheidung trifft das Regierungspräsidium.“ Quelle: ‚Stuttgarter Nachrichten‚.