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Flight Challenge Cup Prievidza

Der Flight Challenge Cup 2026 läuft seit dem 12. April auf dem Flugplatz Prievidza in der Slowakei. Bis zum 23. April traten Pilotinnen und Piloten aus mehreren europäischen Ländern in den Club-, 15-Meter- und Mixed-Klasse gegeneinander an.

Prievidza liegt in der Region Nitra im Westen der Slowakei, in einem Tal, das von den Gebirgszügen Tribeč und Vtáčnik eingerahmt wird. Das Gelände bietet eine Mischung aus flachem Ackerland im Süden und hügeligerem Gelände im Norden und Osten, was den Streckenplanern reichlich Spielraum lässt, um Strecken zu entwerfen, die verschiedene Aspekte des Streckenfluges abbilden.

Der Wettbewerb begann wetterbedingt verzögert. Die ursprünglich geplante Auftakt-Aufgabe am 12. April musste abgesagt werden. Zusätzlich überschattete ein schwerer Unfall an diesem Tag im Gebiet der Veľká Fatra das Geschehen: Zwei Segelflugzeuge kollidierten in der Luft. Ein Pilot kam dabei ums Leben, ein weiterer wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Organisatoren sprechen den Angehörigen und dem polnischen Team ihr Beileid aus.

Rangliste Clubklasse:
1. David Mach, ASW 20 CL, 6’115 Pt.
2. Roelof Corporal, LS 7 neo, 5’893 Pt.
3. Vytautas Rasimavicius, LS 3 WL, 5’452 Pt.

Rangliste 15-m-Klasse:
1. Norbert Scarlat, Duo Discus, 5’268 Pt.
2. Barbora Moravcová, LS 8 15 m, 5’030 Pt.
3. Jan Knischewski, LS 8 a, 4’911 Pt.

Rangliste Mixed-Klasse:
1. Karol Staryszak, AS33Es, 5’524 Pt.
2. Sebastian Kawa, JS1 Evo 18 m, 5’493 Pt.
3. Boris Žorž, JS3, 5’245 Pt.

-> Vollständige Ergebnisse und Aufgaben

Brian Spreckley erhält Lilienthal Medaille

Das jährliche Plenary Meeting der International Gliding Commission (IGC) fand Anfang März 2026 in Lausanne statt. Dabei wurden verschiedene Regeländerungen beschlossen und die Austragungsorte zukünftiger Meisterschaften festgelegt. Zudem wurden die diesjährigen IGC Awards vergeben.

Regeländerungen

Ab dem 16. April 2026 gelten angepasste Regeln für die Altersgrenze bei Junioren-Weltmeisterschaften (JWGC), um die Teilnahme an Wettbewerben auf der Südhalbkugel zu erleichtern. Bei bestätigtem GPS-Jamming ist künftig die Nutzung nicht-deklarierter Aufzeichnungsgeräte zur Dokumentation des Flugweges zulässig. Zudem kann ein zweiter Logger genutzt werden, um Non-PEV-Strafen abzuwenden. Die Strafen für gefährliches Fliegen wurden in ein abgestuftes System überführt.

Ab dem 1. Oktober 2026 müssen Schleppflugzeuge bei IGC-Wettbewerben mit Kollisions-Warnsystemen ausgestattet sein. Für Wendepunkte bei Racing Tasks kann die Wettbewerbsleitung künftig zwischen einem 500-Meter-Zylinder und einer „Schlüsselloch-Geometrie“ wählen.

Zukünftige Meisterschaften

Die 43. Weltmeisterschaft (Club, Standard, 15m) findet 2029 in Vinon, Frankreich, statt. Im selben Jahr wird die 15. Frauen-Weltmeisterschaft in Lachen-Speyerdorf, Deutschland, ausgetragen. Die 25. Europameisterschaft ist für 2028 in Ptuj, Slowenien, geplant.

IGC Awards 2026

Die Lilienthal-Medaille, die höchste Auszeichnung der IGC, wurde an den Briten Brian Spreckley verliehen. Er war 1987 Weltmeister und engagierte sich langjährig als Nationaltrainer, Wettbewerbsleiter und IGC-Vizepräsident.
Das Pirat-Gehriger-Diplom ging an Sébastien Chaumontet (Frankreich) für den Aufbau des Open Glider Networks (OGN).
Sarah Arnold (USA) erhielt die Pelagia-Majewska-Medaille für ihre sportlichen Erfolge und ihr Engagement im Segelflug.
Der Belgier Jeroen Jennen wurde als „IGC Champion Pilot of the Year“ ausgezeichnet, nachdem er 2025 die Weltmeisterschaft in der Standardklasse gewonnen hatte.

Jeroen Jennen ist «IGC-Pilot des Jahres»

Für den 32-jährigen belgischen Segelflugpiloten Jeroen Jennen war 2025 ein denkwürdiges Jahr mit einem Trio wichtiger Auszeichnungen. Eine Woche bevor er seinen dritten Nationalmeistertitel gewann, stand er im Standardklasse-Segelflug bei den FAI Weltmeisterschaften in Tábor, Tschechien, auf der obersten Stufe des Podests.

Diese Auszeichnung wurde von der FAI Segelflugkommission (IGC) geschaffen, um die beste Leistung bei den FAI Weltmeisterschaften im Segelflug zu würdigen. In jedem Meisterschaftskalenderjahr wird der FAI Weltmeister mit der höchsten Punktzahl zum IGC Champion Pilot of the Year ernannt und erhält zudem den World Soaring Cup.

Seit Jennens erstem Einstieg in den Wettbewerbs-Segelflugsport im Jahr 2010 hat er zahlreiche lokale Wettbewerbe gewonnen, dreimal den belgischen Nationaltitel errungen und sich bei FAI Europa- und Weltmeisterschaften unter den besten zehn positioniert. Er sagt: „Ein Höhepunkt war mein dritter Platz bei den FAI Europa-Meisterschaften im Segelflug 2017 in der Tschechischen Republik – anscheinend liegt mir dieses Land besonders!“

Mit einem Leben, das dem Segelflug gewidmet ist, haben sich Jennens jahrelanges intensives Training und Simulatorübungen 2025 offensichtlich ausgezahlt. Er nahm sich freundlicherweise etwas Zeit, um zu teilen, was ihm die Auszeichnung bedeutet und warum seinen eigeneb Weg zu fliegen zu einer erfolgreichen Saison geführt hat:

Wie fühlt es sich an, Weltmeister und IGC Champion Pilot of the Year zu sein?

Unglaublich, wie ein wahr gewordener Traum. Nach Jahren des gemeinsamen Trainings mit meinem Cousin Dennis war diese Weltmeisterschaft definitiv ein Ziel. Leider nicht mehr als Team mit Dennis, aber dank all unseres Teamfliegens über die Jahre habe ich enorm viel gelernt.

Der Gewinn des IGC Pilot of the Year war zudem etwas, das ich überhaupt nicht erwartet hatte – ein wunderbarer Preis und eine Belohnung für eine Saison, in der einfach alles zusammenpasste. Um es noch besonderer zu machen, gelang es mir nur eine Woche nach der WM auch, die belgische Meisterschaft zu gewinnen – ein Ergebnis, auf das ich stolz bin, das ich aber hauptsächlich als die Kirsche auf der Torte einer ohnehin schon unvergesslichen Saison sehe. Ohne die Unterstützung meiner Familie, meiner Frau und meines Teams wäre all dies jedoch nicht möglich gewesen!

Wie war die FAI Weltmeisterschaft im Segelflug in Tábor insgesamt? Es gab schwierige meteorologische Bedingungen mit Rauch von kanadischen Waldbränden, und Sie hatten auch noch ein Last-Minute-Problem zu lösen…

Die WM in Tábor war perfekt organisiert, genau wie die Europameisterschaften im letzten Jahr. Dank des Fliegens bei den Europameisterschaften hatte ich diese zusätzliche Vorbereitung und das Wissen, was mir während des Wettbewerbs mehrfach geholfen hat. An den ersten Tagen gab es tatsächlich ein Wetterphänomen, das ich zunächst kaum glauben konnte, aber zum Glück habe ich am ersten Tag erkannt, dass etwas nicht stimmte. Dadurch konnte ich mit einem geringeren Gewicht fliegen und die Wolkenbasis direkt nach dem letzten Wendepunkt wieder erreichen. Nach ein paar Tagen waren wir davon befreit und konnten wirklich gutes Segelflugwetter genießen!

Am sechsten Wettbewerbstag hatte ich tatsächlich ein Problem mit dem Wasser-Ballastsystem meiner LS8. Dank Wim Akkermans, der die Dinge telefonisch von zu Hause aus erklärte, meinem treuen Team sowie der zusätzlichen Hilfe von Holger Back und Benno Beesten konnten wir es rechtzeitig reparieren, sodass ich wieder mit Wasser fliegen konnte. Glücklicherweise war es ein Tag, an dem sich die Thermik spät entwickelte, sodass ich sowieso weit hinten im Feld lag. Nach den ersten zehn Minuten ließ der Stress nach. Nach dem Flug haben wir dann alles wieder auseinander- und zusammengebaut, um sicherzugehen, dass alles perfekt in Ordnung war.

Sie gewannen mit deutlichem Vorsprung – was hat Ihnen geholfen, diesen Vorteil zu erreichen?

Ich glaube vor allem, dass ich meinem eigenen Weg treu geblieben bin. Zusammen mit Robin, dem anderen belgischen Piloten in der Standardklasse, haben wir versucht, einfach das zu tun, was wir vorher geplant hatten. Die Wettervorhersage des lokalen meteorologischen Teams und von SkySight machte die Planung relativ einfach.

Am letzten Tag habe ich ein paar zusätzliche Punkte durch den Tagessieg erzielt. Obwohl der Plan war, in der Hauptgruppe zu bleiben, ist das nicht wirklich meine Stärke, also habe ich wieder meinen eigenen Weg gewählt. Das verschaffte mir eine bessere Linie im ersten Sektor und ein paar hundert Punkte mehr auf Platz zwei. Der Rest war größtenteils konstantes Fliegen und gelegentlich etwas Glück. Die Unterstützung meines relativ großen Bodenpersonals sollte man ebenfalls nicht unterschätzen – sie sorgten dafür, dass ich mich um nichts anderes kümmern musste als ums Fliegen. (Und natürlich ums Abwaschen!)

Die Piloten der Top 3 in Tábor flogen alle LS8 – fliegen Sie diesen Segler schon lange, und warum haben Sie ihn gewählt?

Es ist der Segler meines Onkels, in dem ich das Fliegen gelernt habe, und dank ihm konnte ich das ganze Jahr über darauf üben. Seit mehreren Jahren profitiere ich davon, und neuerdings teile ich ihn mir mit Jef Kell, der letztes Jahr bei den Europa-Meisterschaften zu uns dazu gestoßen ist. Zum Glück lässt er mich bei den großen Wettbewerben mit dem LT fliegen! Da ich so viele Stunden in diesem Flugzeug habe, kenne ich es in- und auswendig, was mir definitiv einen Vorteil gegenüber dem Wechsel zu einem anderen Typ verschafft.

Sie sind auch bei Virtual Gliding Wettbewerben aktiv. Glauben Sie, dass das zu Ihrem Erfolg beigetragen hat, und welchen Einfluss hat dieser E-Sport allgemein auf den Segelflug?

Ich bin ziemlich überzeugt, dass es mir in meiner Entwicklung als Wettbewerbspilot geholfen hat. Ich fliege Condor seit den frühen Anfängen 2005, und seitdem hat sich das Programm stark weiterentwickelt – Condor 3 ist mittlerweile sogar noch realistischer. So kann ich im Winter weiter fliegen und trainieren, wenn das Wetter draußen schlecht ist. Meiner Ansicht nach ist das ein Medium, das bei vielen Aspekten des Segelflugs helfen kann, vom Basistraining bis hin zum Wettbewerbsfliegen.

Wie sind Sie zum Segelflug gekommen?

Meine Eltern betrieben bis vor zwei Jahren das Restaurant auf dem Flugplatz Keiheuvel in Belgien, deshalb war die Luftfahrt von Anfang an Teil meines Lebens. Schon früh durfte ich mit Familie und Freunden mitfliegen. Da fast meine ganze Familie im Segelflug engagiert ist, war es nur natürlich, dass ich auch damit anfangen würde.

Mit 16 begann ich offiziell meine Ausbildung, und nach nur 13 Starts war ich zum Alleinflug freigegeben. Im selben Jahr erwarb ich meine Lizenz und das Silberabzeichen. Dank der Ratschläge meines Onkels Eddy Huybreckx und meines Cousins Dennis konnte ich mich Jahr für Jahr weiter verbessern – mit dieser Saison als ultimativem Ergebnis.

Palmarès

  • Teilnahme an den FAI Junior Weltmeisterschaften im Segelflug: Musbach, Deutschland (2011) und Leszno, Polen (2013)
  • Belgischer Segelflugmeister: 2012, 2018, 2025
  • Beste Platzierung bei FAI Europameisterschaften im Segelflug: 3. Platz 2017
  • Beste Platzierung bei FAI Weltmeisterschaften im Segelflug: 1. Platz 2025
  • Weitere lokale und internationale Wettbewerbe gewonnen: Kempen, Kiewit und Keiheuvel Cup, Hahnweide, Klippeneck und Rotenburg
  • Charron Cup (Belgischer WeGlide Wettbewerb): mehrmaliger Sieger
  • Streckensegelflug: Vier Flüge über 1000 km in Belgien

Quelle: „FAI“.

FAI-Generalkonferenz 2025

Die 119. Generalkonferenz der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) fand vom 22. bis 24. Oktober 2025 in Vantaa, Finnland, statt. Gastgeber der Veranstaltung mit über 140 Teilnehmer/-innen aus 45 FAI-Mitgliedsverbänden und 12 Kommissionen war der Finnische Luftsportverband (Finnish Aeronautical Association).

Neues Konferenzformat und FAI-Forum

Ein Merkmal der diesjährigen Konferenz war die Einführung eines neuen Formats, das neben den plenaren Sitzungen ein interaktives FAI-Forum umfasste. Unter dem Motto „Working Better Together“ sollte der Dialog und die Zusammenarbeit innerhalb der FAI-Gemeinschaft gefördert werden. Das Forum bot Workshops, Keynotes und Diskussions-Runden zu Themen wie Sicherheit, Innovation, Luftraum und die Rolle von Frauen im Luftsport.

Ergebnisse und Entscheidungen

Die Konferenz traf folgende Entscheidungen für die Zukunft des Luftsports:

BeschlussDetail
Internationaler Tag des LuftsportsEs wurde beschlossen, den 14. Oktober
jährlich als „Internationalen Tag des Luftsports“ zu feiern.
AthletenkomiteeDie Gründung eines offiziellen Athleten-Komitees wurde beschlossen, um die Vertretung der Sportler innerhalb der FAI zu stärken.
Budget 2026Das Budget für das Jahr 2026 wurde genehmigt.

Zudem wurde dem Luftsportverband Pakistans eine temporäre Mitgliedschaft für 2026 gewährt. Im Rahmen der Eröffnungszeremonie wurden außerdem drei Personen als „Companions of Honour“ für ihre Verdienste um den Luftsport geehrt: Jia Bing (China), Joy Roa (Philippinen) und Sandy Pimenoff (Finnland).

Ausblick

Die 120. FAI-Generalkonferenz wird vom 14. bis 16. Oktober 2026 in Lausanne, Schweiz, stattfinden. Die Bewerbungsphase für die Ausrichtung der Konferenz im Jahr 2027 ist eröffnet.

3 Paul-Tissandier-Diplome

Die Fédération Aéronautique Internationale (FAI) hat drei Schweizer für ihr aussergewöhnliches Engagement im Luftsport ausgezeichnet. Yves Burkhardt, Andy Hunziker und Fredi Andrist erhielten am 22. Oktober in Vantaa (Finnland) das renommierte Paul-Tissandier-Diplom.

Die FAI ehrt damit Persönlichkeiten, die sich durch langjähriges Wirken und Leidenschaft für die Aviatik verdient gemacht haben.

Andy Hunziker erhielt die Auszeichnung für sein jahrzehntelanges Engagement im Ballonsport. Der passionierte Pilot prägte mit Alpenüberquerungen in Heissluftballons, Rekorden und öffentlichen Auftritten die Ballonfahrt in der Schweiz und inspirierte zahlreiche Nachwuchspiloten.

Fredi Andrist ist seit vielen Jahren eine prägende Figur im Schweizer Modellflug. Als erfolgreicher Wettkämpfer, Team-Manager und Funktionär im Schweizer Modellflug-Verband errang er internationale Titel und leistete wertvolle Arbeit als Präsident und Finanzchef des Verbands.

Yves Burkhardt, langjähriger Generalsekretär des AeCS und früherer Präsident des Schweizer Modellflugverbands, wurde für seinen umfassenden Einsatz für die Leicht-Aviatik ausgezeichnet. Er vertrat die Schweiz auch international, unter anderem als FAI-Vizepräsident, und leitete mehrere Welt- und Europameisterschaften in der Schweiz.

Quelle/vollständiger Beitrag: AeCS.

Fragwürdige Taktiken an Segelflug-Wettbewerben

Wie gefällt Ihnen die Vorstellung, 90 Minuten lang an der Startlinie im selben Bart zu kreisen?

Adaptiert von einem Beitrag von Sebastian Kawa auf «facebook» über das Pulkfliegen an den 23rd FAI European Gliding Championships in Békéscsaba, Ungarn vom 17. Juli bis 8. August 2025.

Punklfliegen. Aufnahme von Douglas Jacobs.

Während des Wettbewerbs erlebten wir ständige Annäherungswarnungen, gefährliche Situationen und sogar den Vorschlag, dem Beispiel amerikanischer Formations-Kunstflieger zu folgen. Es wurde mit Strafpunkten gedroht, wenn man nicht diszipliniert in einem Pulk in der Thermik kurbelt. Angesichts der Enge, in der die großen und weniger wendigen Flugzeuge operieren mussten, haben die Piloten meiner Meinung nach außergewöhnliches fliegerisches Können bewiesen.

Stimmt mit dieser Art von Wettbewerb etwas Grundlegendes nicht? Anderthalb Stunden an einem Ort zu verharren, nur um den Abflug so weit wie möglich hinauszuzögern, obwohl der optimale Zeitpunkt für den Start längst klar ist? Eine große Gruppe fliegt eine Route, bei der niemand die Führung übernehmen will, weil der Führende unweigerlich mit einem schlechteren Ergebnis bestraft wird.

Leider ist dieses Szenario eine logische Konsequenz aus der Kombination von maximal langen Aufgaben, klarem Wetter und der lückenlosen Echtzeit-Überwachung durch FLARM und Online-Tracking.

Ich persönlich verabscheue diese Art des Fliegens, was aber nicht heißt, dass wir nicht wissen, wie man das Spiel für sich entscheiden kann. Das haben wir am letzten Wettbewerbs-Tag bewiesen, als wir die anderen Teilnehmer geschickt ausgenutzt haben und praktisch als Letzte die Startlinie überquerten.

Hier sind einige Wettbewerbsregeln, welche zu Punkbildungen führen, einfach erklärt im Überblick:

Regel/FaktorErklärungAuswirkung auf die Taktik
Die Aufgabe (Task)Piloten müssen eine vom Wettbewerbsleiter festgelegte Strecke (z.B. ein Dreieck) so schnell wie möglich abfliegen. Die Tageswertung basiert auf der erreichten Durchschnittsgeschwindigkeit.Je schneller man die Strecke fliegt, desto besser das Ergebnis.
Der Abflug (Start)Nach dem Start im F-Schlepp öffnet sich ein „Startfenster“ (oft 1-2 Stunden). Innerhalb dieses Zeitfensters können die Piloten die Startlinie überqueren, wann immer sie wollen. Die Zeitmessung für die Aufgabe beginnt erst beim Überqueren der Startlinie.Dies gibt den Piloten die Freiheit, auf die besten Wetterbedingungen zu warten.
Thermik und WetterSegelflugzeuge sind auf aufsteigende Luftmassen (Thermik) angewiesen, um Höhe zu gewinnen und die Strecke abzufliegen. Die Thermik entwickelt sich im Laufe des Tages und ist oft am Nachmittag am stärksten.Ein späterer Abflug bedeutet oft stärkere Thermik und somit eine potenziell höhere Durchschnitts-Geschwindigkeit.
Das „Führungs-Handicap“Der erste Pilot, der eine neue Thermik findet, „markiert“ sie für alle nachfolgenden Piloten. Diese können direkt dorthin fliegen, ohne selbst suchen zu müssen. Der führende Pilot verliert Zeit bei der Suche, während die Verfolger aufholen und von seiner Arbeit profitieren.Niemand will der Erste sein. Es entsteht ein taktisches „Wartespiel“, bei dem alle versuchen, als Letzte abzufliegen, um von den anderen zu profitieren.
FLARM und Live-TrackingDas Kollisionswarnsystem FLARM, das die Positionen anderer Flugzeuge anzeigt und Live-Tracking im Internet ermöglicht es Teams am Boden, die Positionen aller Konkurrenten in Echtzeit zu verfolgen und ihren Piloten taktische Anweisungen zu geben.Dieses „legale Spionieren“ verstärkt das Problem, da jeder genau weiß, wo die anderen sind. Es ist unmöglich, sich unbemerkt abzusetzen.

Rekordflug mit Solarenergie auf 9’500 m ü.M.

Am 12. August 2025 gelang SolarStratos ein historischer Meilenstein der Luftfahrt: Raphaël Domjan stieg in Sion mit dem solarbetriebenen Flugzeug HB-SXA auf über 9’500 Meter und stellte damit den Weltrekord für den höchsten bemannten Flug mit Solarenergie auf. Der fünfstündige Flug übertraf den bisherigen Bestwert von Solar Impulse (9’235 Meter) und wird nun von der Fédération Aéronautique Internationale offiziell zertifiziert.

Der Erfolg krönte eine intensive Vorbereitungsphase mit mehr als 100 Testflügen. Bereits in den Tagen zuvor hatte SolarStratos mit Höhen über 8’000 Metern internationale Aufmerksamkeit erregt.

Domjan beschrieb den Rekordmoment als magisch: In großer Höhe kreuzte er den Weg eines Linienflugzeugs, dessen Piloten laut Flugsicherung erfuhren, dass es sich um ein Solarflugzeug handelte. Für ihn sei das Zusammentreffen ein Sinnbild: Solarenergie könne Flugzeuge in Höhen tragen, die sonst nur mit Kerosin erreichbar seien.

Der Rekordflug wurde von einem engagierten Team ermöglicht, das vom Mission Control Center bis zu lokalen Segelflugexperten alle Kräfte bündelte. Gefeiert wurde der Triumph schliesslich traditionell – mit einer Raclette.

FAI-Rallye-WM in Ferrara

Heute beginnt in Ferrara die 24. FAI-Weltmeisterschaft im Rallye-Fliegen. Bis 5. September messen sich die weltbesten Pilot-Navigator-Teams in den Disziplinen Luftnavigation, Präzisionslandung und Zeitmessung.

Italien richtet die Titelkämpfe nach 26 Jahren erstmals wieder aus – zuletzt fand die WM 1999 in Ravenna statt. Gastgeber sind der Aero Club d’Italia und der Aero Club Ferrara. Insgesamt treten 45 Teams aus 17 Nationen an, darunter Deutschland, Frankreich, Österreich, China und Südafrika. Sie fordern die Titelverteidiger Petr Jonáš/Marek Velát aus Tschechien sowie das französische Siegerteam der Mannschaftswertung heraus.

Ralf Grunwald, Präsident der FAI-General Aviation Commission, fungiert als internationaler Schiedsrichter: „Diese Meisterschaften zeigen die Präzision und Teamarbeit, die den Sport ausmachen, und motivieren Piloten weltweit, ihr Können weiterzuentwickeln.“

Wettbewerbsleiter Filippo Papale betont die ideale Lage Ferraras und die günstigen Bedingungen: „Wir freuen uns, Piloten und Zuschauer zu einer Veranstaltung von Weltklasse begrüßen zu dürfen.“ Die Wettflüge finden vom 1. bis 4. September statt. Ergebnisse und GPS-Tracking werden online veröffentlicht.

Sailplane Grand Prix Final in Saint-Auban

Ab heute Sonntag, 24. August, läuft im Südfranzösischen Segelflugzentrum Saint-Auban der Final der 12. Sailplane Grand Prix-Serie. Damit kehrt die Rennserie an den Ort Ihrer ersten Durchführung vor 20 Jahren zurück.

Verfolgen Sie die Luftrennen hier live.
Der GP-Final dauert noch bis kommenden Samstag, 30. August.

Teilnehmerliste:

  • 2L Christophe Abadie, JS3
  • FQ Robin Clark, JS3 – 18m
  • CT Klaus Kalmbach, JS3
  • 2X Tijl Schmelzer, Ventus 3T
  • DC David Bauder, Ventus 3TS
  • HC Björn Gintzel, Ventus-3TS
  • JG Mario Kiessling, Ventus-3T
  • JG Erik Borgmann, JS3
  • LB Kévin Faur, JS3
  • KW Didier Hauss, JS3
  • LEO Alberto Sironi, JS1
  • MA Arne Martin Güettler, JS3 RES
  • MM Peter Millenaar, JS3
  • OT Conrad Hartter, JS 1c
  • S Stanisław Biela, Ventus 3TS
  • SF Stefan Langer, AS33 Me
  • LZ Gintas Zube, Ventus 3
  • FM Adrien Henry, JS3
  • 3V Maximilian Seis, Ventus 3T
  • Y4 Steffen Göttler, Ventus 3 E

Biela und Zube sichern sich in Polen SGP-Finalplätze

Die letzte Qualifikationsrunde der Sailplane Grand Prix Serie 12 fand vom 24. bis 30. Mai im südpolnischen Nowy Targ statt. Der hochkarätig besetzte Wettbewerb lockte 20 Pilotinnen und Piloten an – darunter mehrere Weltmeister wie den Polen Sebastian Kawa, der bisher 38 Medaillen bei Segelflug-WMs gewann und 2021 die SGP-Serie 10 für sich entschied.

Nach fünf spannenden Rennen im anspruchsvollen Gelände des Tatra-Gebirges hatten vor dem letzten Wertungstag noch fünf Piloten realistische Chancen auf den Gesamtsieg – und auf einen der beiden verbleibenden Startplätze für das große Finale im französischen Saint Auban.

Entscheidung am letzten Tag

Das entscheidende sechste Rennen gewann der Litauer Gintas Zube, gefolgt von Stanislaw Biela aus Polen. Mit diesem zweiten Platz sicherte sich Biela den Gesamtsieg beim SGP Polen, während Zube als Gesamtzweiter ebenfalls das Ticket nach Frankreich löste.

Sebastian Kawa, der in Nowy Targ mit der neuen Diana 4 antrat, landete gemeinsam mit Landsmann Marek Sawczuk auf Rang drei der Gesamtwertung.

Damit stehen alle Teilnehmer für das SGP-Finale der Serie 12 fest, das vom 24. bis 30. August in Saint Auban (Frankreich) ausgetragen wird. Ein packendes Saisonfinale ist garantiert – nicht verpassen!

-> Vollständige Ergebnisse

-> Verfolgen Sie das SGP-Finale der Serie 12 in St Auban vom 24. bis 30. August 2025

FAI Rallye-Flug-WM zurück in Italien

Nach 26 Jahren findet die FAI World Rallye Flying Championships wieder in Italien statt – zuletzt war Ravenna 1999 Austragungsort. Wettbewerbsdirektor Filippo Papale freut sich, das prestigeträchtige Event 2025 nach Ferrara zu holen.

Bewertung einer Rallye-Fluglandung bei der 19. WRFC 2014, Torun, Polen. Foto: Tadeusz Misiasek

Wer wird Rallye-Flug-Weltmeister 2025?

Vom 30. August bis 5. September treten Teams aus 15 Nationen – darunter Österreich, Chile, China, Deutschland, Frankreich, Südafrika und Gastgeber Italien – gegen die Titelverteidiger aus Tschechien an. Letztere holten 2023 in Mâcon, Frankreich, sowohl den Einzel- als auch den Mannschaftstitel.

Gelingt es Italien, vor heimischem Publikum über der UNESCO-geschützten Poebene den Titel zu erringen? Papale ist überzeugt: Die zentrale Lage und das Gelände rund um den Flughafen Ferrara seien „wie geschaffen für einen Weltmeisterschaftswettbewerb“.

Navigator bei der Streckenplanung, 18. WRFC in Spanien. Foto: Katarzyna Osowska

Was ist Rallye-Fliegen?

Rallyefliegen ist ein Präzisionssport: Erfolg hängt nicht nur von Tempo, sondern vor allem von Navigationskunst, Kartografie, Flugtechnik und punktgenauem Timing ab.

Nach Trainingsflügen und der Eröffnungsfeier am 30. August beginnen die Wertungs-Flüge am 1. September. Die Crews – jeweils Pilot und Navigator – erhalten kurz vor dem Start einen Umschlag mit Fotos und Hinweisen zu Wendepunkten. Auf dieser Basis wird eine Route gezeichnet und exakt abgeflogen – inklusive Luftbildaufnahmen und Landeaufgaben. -> Mehr Infos über FAI Rallye Flying finden Sie hier.

GPS-Tracker ermöglichen es den Wertungsrichtern, Genauigkeit und Flugverlauf zu beurteilen. Auch Zuschauer können das Geschehen live online verfolgen.

Sport, der begeistert

Papale bringt über 20 Jahre Erfahrung aus der Organisation der italienischen Meisterschaften in Catania mit. Als ehemaliger Teilnehmer, Preisrichter und Teammanager bei mehreren Weltmeisterschaften will er nicht nur für einen reibungslosen Ablauf sorgen, sondern auch neue Fans für den Sport gewinnen: „Wir möchten viele Gäste anlocken.“

Zugleich sieht er die WM als Plattform, um anderen Nationen die Organisation näherzubringen und die internationale Rallye-Flugszene zu stärken.

Wettkampf-Zeitplan

  • 25.–29. August: Training
  • 30. August: Eröffnungsfeier
  • 31. August: Briefing
  • 1.–4. September: Wettbewerbsflüge
  • 5. September: Abschlusszeremonie

-> Ergebnisse aus 2023

Jungpiloten inspirieren Luftfahrt-Nachwuchs

Die jungen französischen Piloten Christophe Lamand (19) und Lenny Marcaud (20) starteten im November 2024 zu einem ehrgeizigen Europa-Flug unter dem Motto „Ailes de Demain – Wings of Tomorrow“. Mit ihrer Mission wollen sie Jugendliche für die Luftfahrt begeistern.

Unterstützt vom Aéro-Club de France und weiteren Partnern flogen sie in einer Diamond DA40 durch fünf europäische Länder – Frankreich, Spanien, Belgien, Niederlande und Deutschland – oft bei herausfordernden Wetterbedingungen. Ihr Ziel: praktische Flugerfahrung sammeln, gleichzeitig andere motivieren und ihr Wissen teilen.

Die Route „Ailes de Demain“ führte sie über insgesamt 14 Stationen – von Montendre über Alicante bis nach Vreden und zurück nach Cholet. Dabei legten sie täglich rund 400 Kilometer zurück. Trotz Kälte, Nebel und Verzögerungen sammelten sie wertvolle Erfahrungen im Sichtflug (VFR). „Gerade für junge Piloten ist das Fliegen in anderen Ländern eine große Herausforderung. Jedes Land hat seine Eigenheiten“, sagt Lamand. Ein Fluglehrer unterstützte die beiden bei der Planung und Bewertung der Wetterlagen.

Nach ihrer Rückkehr bereiten sich Lamand und Marcaud nun auf ein IFR-Training für mehrmotorige Flugzeuge in Schweden vor. Ihr Ziel bleibt: andere für die Fliegerei begeistern. Über Initiativen wie My First Wing Aviation stellen sie kostenloses Lehrmaterial zur Verfügung und treten bei Schulveranstaltungen auf, etwa am Gymnasium Emmanuel D’Alzon in Grau-du-Roi.

Die FAI und der Aéro-Club de France würdigten das Engagement der beiden: „Christophe und Lenny sind Vorbilder für die nächste Pilotengeneration.“

Susanne Schödel erhält „Goldene Hexe“

Im Auftrag des DAeC-Präsidenten Claus Cordes zeichnete die Vorsitzende des Bundesausschusses Fliegende Frauen, Dr. Sybille Krummacher, anlässlich des Hexentreffens 2025 Susanne Schödel von der Fliegergruppe Neckartal-Köngen mit der „Goldenen Hexe“ aus. Damit belohnt der DAeC dieses besondere Engagement in der Förderung des Frauenluftsports.

In seiner Laudatio hob Walter Eisele, früher Trainer der Frauen-Nationalmannschaft und ebenfalls Träger der „Goldenen Hexe“, den über 22 Jahre währenden Einsatz Susanne Schödels als Fluglehrerin und Trainerin hervor sowie ihre Leistungen als Mitglied der deutschen Segelflug-Nationalmannschaft der Frauen (Weltmeisterin der Frauen in der 15-Meter-Klasse 2011 und 2009), als Deutsche Meisterin in der 15-Meter-Klasse 2010 und ihre diversen Weltrekorde, afrikanischen und deutschen Rekorde.

Darüber hinaus hat sich Susanne Schödel u. a. als Gründungsvorsitzende des Angelika Machinek Fördervereins Frauensegelflug verdient gemacht sowie von 2014 bis 2019 als Generalsekretärin der FAI. Quelle: ‚DAeC, Deutscher Aero Club‚.

Stefan Langer ist „Champion Pilot of 2024“

Stefan Langer wurde von der FAI-Segelflugkommission (IGC) zum Champion Pilot of the Year 2024 und Gewinner des World Soaring Cups ernannt. Die Bekanntgabe erfolgte auf der IGC-Vollversammlung in Celje, Slowenien, Anfang dieses Monats.

Stefan Langer, der seit über zehn Jahren an Wettbewerben teilnimmt, belegte bei den 38. FAI-Segelflug-Weltmeisterschaften in Uvalde, Texas, USA, im vergangenen August den ersten Platz in der 18M-Klasse. Er erreichte 95,8% der maximal möglichen Punkte und ist damit der beste Segelflug-Weltmeister 2024. Quelle: ‚FAI‚.

Grand-Prix-Kalender 2025

Die FAI hat die Austragungsorte und Termine für die 12. Serie der nationalen Wettbewerbe des FAI Sailplane Grand Prix (SGP) bekannt gegeben. Die nationalen Wettbewerbe sind Qualifikationsveranstaltungen für das Finale des 12. Sailplane Grand Prix, das 2025 in St. Auban (Frankreich) stattfinden wird. Die besten Piloten jeder Veranstaltung qualifizieren sich für das Finale. Der Sieger wird zum World Sailplane Grand Prix Champion erklärt.

Der SGP ist die meistbeachtete und „zuschauerfreundlichste“ Segelflugzeug-Veranstaltung der Welt. Der erste FAI World Sailplane Grand Prix wurde im Jahr 2005 ausgetragen. Seitdem wurden elf SGP-Serien durchgeführt und elf Weltmeisterschaften ausgerufen.

FAI: Ehrung der größten Leistungsträger des Luftsports

Die prestigeträchtige FAI-Preisverleihung 2024, ein Höhepunkt in der Welt des Luftsports, fand in der saudi-arabischen Stadt Riyadh statt. Die vom Saudi Aviation Club (SAC) ausgerichtete Zeremonie würdigte und feierte die Frauen und Männer, die außergewöhnliche Beiträge zur Luft- und Raumfahrt geleistet haben.

Die Veranstaltung markierte den Beginn der 118. FAI-Generalkonferenz, an der Delegierte der FAI-Mitgliedsorganisationen aus der ganzen Welt teilnahmen. FAI-Präsident David Monks und SAC-Generalinspektor Dr. Ahmed F. Alfahaid überreichten die Medaillen und Diplome den anwesenden Preisträger.

FAI GOLD AIR MedailleSebastian KAWA (POL)

Sebastian Kawa erhielt die FAI Gold Air Medal, die höchste Auszeichnung der FAI, für seine Dutzende von Siegen bei internationalen Meisterschaften, seinen bedeutenden Beitrag zur Förderung der Luftfahrt durch Publikationen und Fernsehsendungen und sein bewundernswertes Engagement in der humanitären Hilfe während der COVID-19-Pandemie und des Krieges in der Ukraine.

„Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich eines Tages der erste Pole sein würde, dem diese prestigeträchtige Ehre zuteil wird. Diese FAI Gold Air Medal ist ein eindrucksvoller Beweis für die bedeutende Rolle des Segelflugs in der Geschichte der Luftfahrt und sein Potenzial für zukünftige Innovationen. Obwohl der Segelflug oft im Schatten prominenterer Meilensteine der Luftfahrt steht, war er ein entscheidender Motor für den Fortschritt in der Luftfahrt. Der Sport lebt vom Wettbewerb, der wiederum die Entwicklung antreibt. Der Segelflug hat die Grenzen der Pilotenfähigkeiten, des aerodynamischen Designs und der meteorologischen Vorhersage immer wieder verschoben. Außerdem bietet der Segelflug eine einzigartige Perspektive, die es uns ermöglicht, die Schönheit unseres Planeten aus stillen Höhen zu betrachten.“

LOUIS BLERIOT DIPLOM – Miguel A. ITURMENDI COPADO (USA)

Für seinen Motorflugzeug-Weltrekord von 4’959 Metern Höhe in der C-1b Gruppe 6 (elektrisch) am 2. Juni 2023 in Minden, NV (USA).

„Das Louis Blériot-Diplom ist eine Anerkennung für unsere Leistungen im Bereich der elektrischen Luftfahrt und für unser Bestreben, der Luft- und Raumfahrtgemeinschaft zu zeigen, dass die Elektrifizierung der allgemeinen Luftfahrt nicht nur heute möglich ist, sondern auch in naher Zukunft eine bessere, sauberere und effizientere Option für die Gesellschaft darstellt.“

PAUL TISSANDIER DIPLOM

Ayed ALKASME (KSA)

Für seinen Beitrag zum Saudi Aviation Club, seine Bemühungen um die Organisation und Ausrichtung von Flugshows und seine Unterstützung der Luftfahrtausbildung und -kultur.

Peter HARSFALVI (HUN)

Für seinen Beitrag zur ungarischen Luftfahrt durch seine Führungsqualitäten, sein Engagement und seine unermüdliche Unterstützung von Luftfahrtwettbewerben.

„Die Verleihung des Paul-Tissandier-Diploms durch die FAI ist eine große Ehre für mich. Sie stellt eine Anerkennung meiner Beiträge zur Luftfahrt dar, und es ist unglaublich lohnend, von einer so angesehenen Organisation anerkannt zu werden. Diese Auszeichnung würdigt nicht nur meine bisherigen Leistungen, sondern motiviert mich auch, weiterhin Spitzenleistungen in der Luftfahrt anzustreben. Ich bin dankbar für die Unterstützung und Ermutigung durch meine Kollegen und Mentoren, die mir bei der Erreichung dieses Meilensteins geholfen haben.“

Mayank NAGPAL (IND)

Für seinen Beitrag zur indischen Luftfahrt durch seinen Einsatz für die Flugsicherheit und seine Führungsrolle im Bereich des Fallschirmspringens.

„Der Erhalt des FAI Paul Tissandier Diploms ist ein absoluter Traum, der wahr wird. Es ist ein Beweis für die unzähligen Stunden der Hingabe, des Trainings und der Leidenschaft, die in den Sport investiert wurden. Diese Auszeichnung würdigt den Nervenkitzel, Grenzen zu überschreiten, und die Freude, durch die Lüfte zu schweben. Es ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern eine Würdigung der unglaublichen Reise und der unermüdlichen Unterstützung durch die indische Luftsportgemeinschaft und die Streitkräfte, die dies alles möglich macht.“

HENRI MIGNET DIPLOM – Frédéric MARON (BEL)

Für seinen Beitrag zur Entwicklung eines Flugzeugs, bei dem er einen neuartigen Gasballon entwickelt hat, der Wasserstoff-zertifiziert und durch den Einsatz innovativer Materialien und Konstruktionen vollständig maßgeschneidert ist, wodurch ein leichteres Flugzeug und eine größere Flugreichweite erreicht werden.

„Die Verleihung des Henri-Mignet-Preises der FAI ist eine große Ehre, welche die Innovation und das Engagement bei der Entwicklung und dem Bau meines Wasserstoffballons würdigt. Diese Anerkennung bestärkt mich in meiner Leidenschaft, die Grenzen des Himmels durch Innovation zu erweitern“. Quelle: ‚fai.org‚.

Aktuelles Sportzeugenschulungs-Video

Bisher haben über 900 Sportzeugen das Schulungs-Video mit Quiz erfolgreich durchlaufen. Nach 2 Jahren ist nun eine aktualisierte Version verfügbar. Die Änderungen:

  • Anpassung an den Sporting Code 2023 (alle Sportzeugen dürfen Flüge für FAI-Rekorde kontrollieren – der Status „Senior OO“ wurde abgeschafft).
  • Verbesserte Struktur des Videos
  • Einige zusätzliche Folien aus den Erfahrungen der letzten 2 Jahren
  • Audio neu aufgenommen – bessere Qualität

Das Video ist dadurch ein wenig länger geworden (knapp 29 Minuten). Der Link zum Quiz steht auch in der Videobeschreibung. Sportzeugen, die das bisherige Quiz erfolgreich durchgelaufen haben, MÜSSEN NICHT die neue Version des Videos ansehen & das Quiz neu bestehen. Es wird aber EMPFOHLEN, das neue Video als „Auffrischung“ anzusehen.

FAI-Webinar: „Return to Flying After a Pause“

This webinar is designed for pilots of any air sports and skydivers who are eager to resume their activities after a break. Its main objective is to raise awareness about the decline in skills that occurs when individuals take a pause.

Whether your pause in active flight was due to a short pause or vacation, a medical situation, or perhaps a prolonged period, such as pilots and skydivers experienced during the COVID-19 pandemic, or even a recurring lull in flying activities during winter months, this webinar will help you return safely and confidently into flying.

Date: Sunday, May 12, 2024
Time: 16:00 UTC

Source and registration: ‚FAI‚.

FAI Sailplane Grandprix in Aalen

Die FAI hat die Termine und Austragungsorte der Series 12 herausgegeben. Einer der nationalen Qualifizierungs Wettbewerbe wird vom 26.5. bis 1.6.2024 in Aalen stattfinden. Die Top Piloten dieser Qualifyings werden dann 2025 beim Finale in St. Auban Frankreich gegeneinander um den Titel World SGP Champion antreten. Anmeldeschluss ist in wenigen Tagen der 15. Februar 2024. Hier geht’s zur Anmeldung.

Countdown to the 37th FAI World Gliding Championships in Narromine

The countdown to WGC 2023 is well and truly underway, with only a matter of weeks to go before teams arrive and competition starts. Formal entries have been flowing in from across the globe, and official team registration is now open. We’re expecting a field of around 70 to 80 pilots across Club, Standard, and 15 Metre Classes, representing 20-plus nations. With such a strong field and a hot, dry summer forecast for Eastern Australia, we can look forward to a spectacular competition!

On-site registration, scrutineering, and unofficial training all kick off in Narromine on 20th November. The first Team Captains’ briefing will be held on 28th November, and official training will be held from 29th November to 1st December, before the Opening Ceremony which will be held on Saturday 2nd December. This should be a fantastic event, with all the national teams parading, VIPs including local, State, and Federal dignitaries as well as Ambassadors and embassy staff in attendance, and plenty of food and entertainment on hand! Contest flying commences on Sunday 3rd December, and runs through to Friday 15th December, with the Closing Ceremony and Prize Giving on Saturday 16th.

Arrangements for the competition are on track, with a highly committed and experienced team of close to 50 volunteers from across Australia and the Czech Republic, working hard to ensure an excellent event. Competition Director Mike Durrant has been guiding the preparation for the contest, including the development of Local Procedures and other key documentation, liaison with the IGC and Team Captains, and working with organising team leaders to plan for the competition. Deputy Competition Director Beryl Hartley has been overseeing all airfield preparation, local arrangements, events, funding, and public relations, ably assisted by Jacob Bloom, Ross McLean, and Sean Young. Jenny Thompson is our very capable Operations Director, supported by Bill Bartlett as Tug Master, and Kerrie Claffey who will lead the marshalling and launch teams. Other key team positions include David Jansen as Task Setter; Neil Campbell as Chief Scorer; Rolf Buelter as Safety Officer; Ed Marel as Meteorologist; Jack Hart, who will lead Scrutineering and Daily Weighing; and Kathy Bell in the Competition Office.

Significant contributions have already been made by other team members, including Jarek Mosiejewski and Alf McMillan who have built a high-quality online registration system for the competition; and David Pickles and Mick Webster, who have led the development of an Emergency Response Plan. We also have volunteers who have come forward to help with all the other roles we need to run the competition, ranging from flight line roles to administrative roles, and we appreciate each and every person’s contribution. The competition simply could not happen without this extraordinary level of volunteer commitment. Several of our volunteers came together in Narromine in mid-September for a site visit, to inspect the airfield and its facilities, and to finalise aspects of operational planning. This was a very successful meeting, and we thank Beryl and Arnie Hartley for arranging the visit and for their great hospitality. Source: ‚Gliding Australia‚.

Alpenklassiker im Nordwestwind – ein Bein 0.2% zu kurz

Montag, 22. Mai 2017 – Tour zu den schönsten Alpengipfeln.

Das Matterhorn, fotografiert aus einem starken Aufwind direkt über dem ‚falschen‘ Wendeort Gornergrat.

Die Segelflug-Reise zum Ortler und ans Matterhorn ist einer meiner bevorzugten Alpenflüge. Diesmal habe ich es bei der Flugeingabe etwas zu eilig und plaziere einen der Wendepunkte für ein aritmethisch sauber gerechnetes 28%-FAI-Dreieck eine Spur daneben. Eigentlich müsst man ja nur den Wendepunkt in die FAI-Flächen legen – wenn man sie denn auf dem PC-Display erkennen kann. Das ist aber auch weiterhum das einzige ‚Problem‘. Sonst gehts wirklich nur um’s fliegen. Endlich habe ich mich einmal von meinen elend langsamen Durchschnittsgeschwindigkeiten ein wenig gelöst. Das nächste Mal versuche ich, den Flug einmal im dreistelligen Bereich zu umrunden. Also nicht weiter oder länger, sondern etwas schneller!

Der Nationalpark am Ofenpass präsentiert sich heute in traumhafter segelfliegerischer Optik. Der Ortler ist am rechten Bildrand an seiner Schneekuppe zu erkennen.

Heraus gekommen ist an diesem Tag ein herrlicher Flug über einer schneereichen Frühlingslandschaft. Im Wallis häckselt ein zackiger Nordwest alle Aufwinde quer durch. Damit mache ich in den Matter Tälern seltsame Erfahrungen. Die steilen Klüfte sind an diesem Nachmittag alle ungewohnt parallel angeströmt. Gut, ist da etwas Wasser in den Flächen, die Schüttlerei fühlt sich an wie ein Föhnflug. ‚Cinqueächzt und giiret jedenfalls durch alle Böen. Im nächsten Winter muss ich wohl bei der Liegewanne einmal einen Ölwechsel machen.

Einmal mehr fühle ich mich auf dem entspannten Heimweg glücklich und privilegiert wie ein Schneekönig. Was für ein tolles Erlebnis, diese beiden wunderschönen und doch gegensätzlichen Alpengipfel – der eine ein über und über mit Schnee und Gletschern bedeckter Kalkhaufen, der andere ein richtiger Walliser Granitzacken, an dem ausser ein paar dünnen Eisfeldern nichts kleben bleiben kann – an einem Nachmittag anzufliegen.

Den letzten Aufwind kann ich im Binntal (jaa… ich glaube es selber noch nicht so richtig) bis auf 3’800 m.ü.M. hinauf ausdrehen – und damit ohne irgendeine Unterbrechung – wie etwa der doofen Kreiserei in einem Aufwind – dem Strich nach zurück nach Hause pfeifen. Haah, soguet – und das erst noch alles mit McCready >2.5 oder einem Reiseflug-Speed von mehr als 140 km/h. Unglaublich, wie agil sich ‚Cinque‘ im hohen Alter bewegt 🙂

Hier sind alle Flugdetails von Rainer Roses Online Contest.