Schlagwort-Archive: FAI

Innovatives Alpen-Dreieck

Baptiste Innocent fliegt am 19. April 2022 ab dem südfranzösischen Fayence ein Dreieck von 828 km, 745 km FAI mit den Wendepunkten Interlaken und Glandasse. Was im Umkehrschluss bedeuten würde, dass man sich als (besonders) talentierter Segelflug-Pilot die Urlaube in Südfrankreich sparen kann, schliesslich fliegen nun die Franzosen zu uns Nordeuropäern in den Segelflugurlaub. Gratulation zum tollen Flug, Baptiste!

Online-Ausbildung für Sportzeugen

Wer Rekorde anerkannt oder ein internationales Segelflugleistungsabzeichen erwerben möchte, braucht für den Nachweis der Flugleistung einen Sportzeugen. Die Vorgaben für die Dokumentation hat die International Gliding Commission (IGC) im Sporting-Code festgelegt. Sportzeuge kann sein, wer sich dafür qualifiziert und ein Sportzeugenausweis erworben hat. Die Bundeskommission bietet nun ein einfaches, modernes Verfahren dafür an.

Der Erwerb des Sportzeugenausweises ist online möglich. Dafür werden die Kandidaten per Video geschult und weisen in einem Quiz ihr Wissen nach. Statt wie früher eine mindestens vierstündige Präsenzschulung zu absolvieren, dauert nun die Schulung per Video nur 25 Minuten, das anschließende Quiz als Prüfung ist in zehn Minuten zu schaffen.

Diese Schulung mit Quiz eignet sich sowohl für den Ersterwerb als auch für die Verlängerung der Lizenz. Beim Quiz muss der Kandidat mindestens 20 der 22 möglichen Punkte erreichen. Wer beim ersten Anlauf diese Punktzahl nicht schafft, kann das Quiz nochmals durchlaufen. Die Auswertungen des Quizes werden in monatlichen Abständen erfolgen. Bis zur Ausstellung der Sportzeugenausweises kann es vier Wochen dauern, deshalb bitte rechtzeitig diese Schulung inkl. Quiz absolvieren.
Bitte beachten: Fluglehrer sind nicht automatisch Sportzeuge. Schulung und Quiz sind Voraussetzung für die Beantragung bzw. die Verlängerung des Ausweises. Der Sporting Code Annex C empfiehlt, dass neue Sportzeugen entweder mindestens das Leistungsabzeichen in Silber oder sich “für eine gewisse Mindestzeit” mit dem Sport beschäftigen haben. Die Fluglehrerlizenz ist keine Voraussetzung (war es auch nie). Alle Sportzeugen müssen bis zum 31. März 2023 diese Fortbildung durchlaufen. Die alten Nummern verlieren bei Neuvergabe ihre Gültigkeit, spätestens aber zu diesem Termin. Die Vergabe der neuen Sportzeugenlizenzen erfolgen zentral durch die Geschäftsstelle Bundeskommission Segelflug im DAeC und wird auf seiner Homepage segelflug.aero und im Onlineportal COPILOT veröffentlicht. Quelle: ‘Youtube’ / ‘Bundeskommission Segelflug‘.

Australian pilots disqualified

Lake Keepit in northern New South Wales hosted the 10th Women’s World Championships in the period 3-17 January 2020. A total of 45 pilots from 10 countries participated in the club, standard and 18-meter classes. The Australian Women’s World Cup was surrounded by controversy over the Australian team’s use of live tracking. Now the international tribunal – led by Swedish Reno Filla – has handed down its verdict in the case. All Australian pilots have been completely disqualified. The tribunal considers their competition results during the Women’s World Cup to be invalid because they were obtained under conditions that were not fair. It was decided to give a minus of 225 points to all Australian pilots for the 9-day flight. A decision that had dramatic results for the Australian participants. Jo Davis was reduced from 1st to 4th place in the club class, and Lisa Trotter lost 3rd place in the Standard class. Now the international tribunal – led by Swedish Reno Filla – has handed down its verdict in the case. All Australian pilots have been completely disqualified. The tribunal considers their competition results during the Women’s World Cup to be invalid because they were obtained under conditions that were not fair. During the process, the National Australian Aeroclub has complained about the 225-point reduction, while Germany and England have coordinated a unanimous appeal to disqualify all Australian pilots and declare their results in the Women’s World Cup invalid. The tribunal considers having access to live tracking data to be unsportsmanlike and against fair play rules, and the Australian pilots are criticized by the tribunal for not reporting these irregularities to the competition management. However, the tribunal does not recommend FAI punish the pilots individually. On the other hand, the tribunal considers it appropriate for the FAI to initiate disciplinary proceedings against Australian Team Captain Terry Cubley and Team Coach Matthew Gage for breach of 1.12.5 of the FAI Rules. When the Australian pilots were penalized with a minus of 225 points, none of them got medals. Thus, the current disqualification of the tribunal does not lead to any redistribution of the medals. Source: ‘Nordic Gliding’.

FAI-Dreieck über Pyrenäen und Zentralmassiv

Gil Souviron schreibt zu seinem Flug von Freitag, 3.12.2021: “Diesen Flug hatte ich schon seit drei Jahren im Kopf: Über den Pyrenäen und dem Zentralmassiv ein FAI-Dreieck zu fliegen. Mit meinem Freund Baptiste Innocent ist heute ein 1’000-km-FAI-Dreieck gelungen. Es war nicht einfach, da die Tage nun sehr kurz sind und wir nördlich des Mont Aigual auf eine Maximalhöhe von FL 120 begrenzt waren. Das Erstaunlichste ist, dass eine neue Zone südlich des Monte Peridido verboten zu sein scheint! Wie auch immer, wir haben es geschafft”! Quelle: ‘OLC‘.

Gil Souviron: 1’500-km-Flight

As I targeted to make a 1500 KM for FAI Badge, I didn’t want to lose time so I flew with engine direct at the start gate at 4500 meters over the sea, because the waves were scheduled weak over the Alberes. Finally, the lift was very good so I didn’t lose time. The weather was good, a little bit tricky in the middle of the Pyrenees with Waves like thin spot and no continuation. Difficult to go fast but the Pyrenees are so generous. Source: ‘OLC, online Contest‘.

Smartflyer aircraft awarded the InnoPrix SoBa 2020

On 23 November 2020, smartflyer Ltd. received the InnoPrix of the Swiss “Baloise Bank SoBa Solothurn” for the development of its innovative aircraft project. The award ceremony was broadcast live on radio and TV from a hangar at Grenchen Airport (SUI).
Flights up to 750km will soon become reality Smartflyer Ltd. is not only known for its European electrifly-In (originally smartflyerchallenge) but also for its ground-breaking aircraft – the smartflyer SFX1, a four-seated hybrid-electric aircraft which emits less CO2, is up to 30% more efficient, has lower noise emissions and less operating costs. A range extender drives a generator charging the batteries. Flights with a range up to 750 km will soon be in reach. This aircraft has already garnered a lot of international attention. The first flight of smartflyer SFX1 is planned for 2023.

Innovative projects
Innovative projects and ideas for more ecological and sustainable aviation are of great importance today. Therefore, the FAI Amateur-Built and Experimental Aircraft Commission (CIACA) is looking for similar projects like smartflyer, which are covering our targets; new technologies, new power sources, sustainability & ecology, to support and honor the innovators with awards. There are a lot of good achievements, which should be awarded. FAI CIACA is curiously waiting to hear from and present new projects. Quelle: ‘FAI‘.

David Monks neuer FAI-Präsident

Die Generalversammlung der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) hat David Monks zum neuen Präsidenten gewählt. Der 53-jährige Brite wird sein neues Amt für die kommenden zwei Jahre ausüben. Die Wahl fand im Rahmen der 114. FAI General Conference statt, die vom 2. bis 15. Dezember digital abgehalten wurde. Monks folgt auf Bob Henderson, der dem Weltverband des Luftsports zwei Jahre als Präsident vorgestanden hatte. David Monks ist von Haus aus Elektroningenieur und wurde mit dem „Aviation Bug“ Mitte der 1990er Jahre infiziert, als er das Hubschrauberfliegen lernte. Der 53-Jährige ist seitdem aktives Mitglied verschiedener europäischer Luftsportorganisationen. Zum Zeitpunkt der Wahl war Monks bereits Vorsitzender des Royal Aero Club of the United Kingdom und des Helicopter Club of Great Britain. Mit den Abläufen der FAI ist der neue Präsident bereits vertraut, schließlich gehört er dort seit 2009 der Rotorcraft Commission und der Air Sport General Commission an.

„Ich bin sehr erfreut über die Wahl und dass mir ein frisch gewählter Vorstand zur Seite steht. Wir werden alles darauf verwenden, um die Vision einer FAI, wie wir sie uns vorstellen, zu verwirklichen – besonders im Angesicht der aktuellen Herausforderungen“, versprach der neue Präsident. Ebenfalls zum Gremium gehört DAeC-Präsident Stefan Klett, der erneut zum Vizepräsidenten berufen wurde. Klett vertritt im Weltluftsportverband die Interessen der deutschen Luftsportler. Das Amt des DAeC-Präsidenten füllt Klett seit April 2018 aus. Traditionell im Herbst treffen sich die Präsidenten der mehr als 100 nationalen Aeroclubs zur FAI-Generalkonferenz. Die Mitgliederkonferenz 2020 sollte in Wuhan, China stattfinden, aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Versammlung digital abgehalten. Quelle: ‘DAeC‘.

1000-km-Dreieck in Mistral und Thermik

Gilles Navas hat eine erneute kreative Streckenflug-Marke gesetzt. Am 4. August flog er über Südfrankreich ein 1’000-km-Dreieck mit Wendepunkten in der Region Narbonne, westlich von Vichy im Zentralmassiv und im Allos-Tal. Die Innovation ist die frühemorgendliche Nutzung des noch aktiven Mistrals über dem Mont Ventoux und den Cevennen, um später thermisch das Zentralmassiv auf der Ostseite zu umfliegen, das Rhonetal ein zweites Mal eine Etage tiefer erneut zu queren, um den letzten Wendepunkt in den südöstlichen Voralpen zu erreichen.

FAI: vorerst keine World Air Games mehr

Die World Air Games 2022 werden nicht stattfinden. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation des Landes hatte der nationale Türkische Luftsportverband (THK) die Fédération Aéronautique (FAU) darum gebeten, die Spiele erst 2025 dort auszutragen. Heute sagte der FAI Vorstand die World Air Games auf unbestimmte Zeit ab, weil Konzept und Format erst noch überarbeitet werden sollen. FAI Präsident Bob Henderson hierzu: „Das war sicherlich keine leichte Entscheidung. Wir haben alle Interessen berücksichtigt und gehen mit einem strategischen und langfristigen Ansatz an die Sache heran. Da die World Air Games das Flaggschiff unseres Verbandes sind, müssen wir sicherstellen, dass diese unter optimalen Bedingungen stattfinden. Die FAI wird diese Gelegenheit nutzen, um die Zukunft der World Air Games intern zu diskutieren und dabei alle Interessengruppen innerhalb des Verbandes zu berücksichtigen.“ Quelle: ‘DAeC‘. Video von den WAG 2015 in Dubai.

FAI: Haggeney folgt auf Schödel

Die Luftsportorganisation Fédération Aéronautique Internationale hat Markus Haggeney zum neuen Generalsekretär benannt. Der 59-Jährige folgt auf Susanne Schödel, die das Amt in den vergangenen sechs Jahren ausfüllte. Zuvor versah Haggeney die Position des Sport und Event Directors. FAI Präsident Bob Henderson dankte Schödel für ihren Einsatz. „Ich bin dankbar, dass sich Markus Haggeney bereit erklärt hat, diese neue Herausforderung anzunehmen“, so Henderson weiter. Haggeney gehört der FAI seit sechs Jahren an und kennt alle Prozesse und Aktivitäten der Luftsportorganisation. Privat zeichnet sich der 59-Jährige durch seine Begeisterung für Ballonfahren und Paragliding aus.

FAI vergibt Awards

Die Leistungen von Athleten und Piloten aus der ganzen Welt des Luftsports wurden anlässlich der 112. FAI-General-Konferenz in Luxor gewürdigt. Für FAI-Präsident Frits Brink ist die jährliche FAI-Verleihung eine Gelegenheit, jene zu ehren, die in den letzten 12 Monaten am meisten für die Förderung von Luftfahrt, Raumfahrt und Luftsport getan haben. “Ich freue mich, hier zu sein, um die diesjährigen Auszeichnungen für diese inspirierenden Persönlichkeiten zu vergeben.” Insgesamt 17 Preisträger, darunter Hermann Trimmel und Klaus Ohlmann, waren bei der Zeremonie anwesend. Quelle: FAI.

Alpenklassiker im Nordwestwind – ein Bein 0.2% zu kurz

Montag, 22. Mai 2017 – Tour zu den schönsten Alpengipfeln.

Das Matterhorn, fotografiert aus einem starken Aufwind direkt über dem ‘falschen’ Wendeort Gornergrat.

Die Segelflug-Reise zum Ortler und ans Matterhorn ist einer meiner bevorzugten Alpenflüge. Diesmal habe ich es bei der Flugeingabe etwas zu eilig und plaziere einen der Wendepunkte für ein aritmethisch sauber gerechnetes 28%-FAI-Dreieck eine Spur daneben. Eigentlich müsst man ja nur den Wendepunkt in die FAI-Flächen legen – wenn man sie denn auf dem PC-Display erkennen kann. Das ist aber auch weiterhum das einzige ‘Problem’. Sonst gehts wirklich nur um’s fliegen. Endlich habe ich mich einmal von meinen elend langsamen Durchschnittsgeschwindigkeiten ein wenig gelöst. Das nächste Mal versuche ich, den Flug einmal im dreistelligen Bereich zu umrunden. Also nicht weiter oder länger, sondern etwas schneller!

Der Nationalpark am Ofenpass präsentiert sich heute in traumhafter segelfliegerischer Optik. Der Ortler ist am rechten Bildrand an seiner Schneekuppe zu erkennen.

Heraus gekommen ist an diesem Tag ein herrlicher Flug über einer schneereichen Frühlingslandschaft. Im Wallis häckselt ein zackiger Nordwest alle Aufwinde quer durch. Damit mache ich in den Matter Tälern seltsame Erfahrungen. Die steilen Klüfte sind an diesem Nachmittag alle ungewohnt parallel angeströmt. Gut, ist da etwas Wasser in den Flächen, die Schüttlerei fühlt sich an wie ein Föhnflug. ‘Cinqueächzt und giiret jedenfalls durch alle Böen. Im nächsten Winter muss ich wohl bei der Liegewanne einmal einen Ölwechsel machen.

Einmal mehr fühle ich mich auf dem entspannten Heimweg glücklich und privilegiert wie ein Schneekönig. Was für ein tolles Erlebnis, diese beiden wunderschönen und doch gegensätzlichen Alpengipfel – der eine ein über und über mit Schnee und Gletschern bedeckter Kalkhaufen, der andere ein richtiger Walliser Granitzacken, an dem ausser ein paar dünnen Eisfeldern nichts kleben bleiben kann – an einem Nachmittag anzufliegen.

Den letzten Aufwind kann ich im Binntal (jaa… ich glaube es selber noch nicht so richtig) bis auf 3’800 m.ü.M. hinauf ausdrehen – und damit ohne irgendeine Unterbrechung – wie etwa der doofen Kreiserei in einem Aufwind – dem Strich nach zurück nach Hause pfeifen. Haah, soguet – und das erst noch alles mit McCready >2.5 oder einem Reiseflug-Speed von mehr als 140 km/h. Unglaublich, wie agil sich ‘Cinque’ im hohen Alter bewegt 🙂

Hier sind alle Flugdetails von Rainer Roses Online Contest.