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1000-km-Dreieck in Mistral und Thermik

Gilles Navas hat eine erneute kreative Streckenflug-Marke gesetzt. Am 4. August flog er über Südfrankreich ein 1’000-km-Dreieck mit Wendepunkten in der Region Narbonne, westlich von Vichy im Zentralmassiv und im Allos-Tal. Die Innovation ist die frühemorgendliche Nutzung des noch aktiven Mistrals über dem Mont Ventoux und den Cevennen, um später thermisch das Zentralmassiv auf der Ostseite zu umfliegen, das Rhonetal ein zweites Mal eine Etage tiefer erneut zu queren, um den letzten Wendepunkt in den südöstlichen Voralpen zu erreichen.

FAI: vorerst keine World Air Games mehr

Die World Air Games 2022 werden nicht stattfinden. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation des Landes hatte der nationale Türkische Luftsportverband (THK) die Fédération Aéronautique (FAU) darum gebeten, die Spiele erst 2025 dort auszutragen. Heute sagte der FAI Vorstand die World Air Games auf unbestimmte Zeit ab, weil Konzept und Format erst noch überarbeitet werden sollen. FAI Präsident Bob Henderson hierzu: „Das war sicherlich keine leichte Entscheidung. Wir haben alle Interessen berücksichtigt und gehen mit einem strategischen und langfristigen Ansatz an die Sache heran. Da die World Air Games das Flaggschiff unseres Verbandes sind, müssen wir sicherstellen, dass diese unter optimalen Bedingungen stattfinden. Die FAI wird diese Gelegenheit nutzen, um die Zukunft der World Air Games intern zu diskutieren und dabei alle Interessengruppen innerhalb des Verbandes zu berücksichtigen.“ Quelle: ‚DAeC‚. Video von den WAG 2015 in Dubai.

FAI: Haggeney folgt auf Schödel

Die Luftsportorganisation Fédération Aéronautique Internationale hat Markus Haggeney zum neuen Generalsekretär benannt. Der 59-Jährige folgt auf Susanne Schödel, die das Amt in den vergangenen sechs Jahren ausfüllte. Zuvor versah Haggeney die Position des Sport und Event Directors. FAI Präsident Bob Henderson dankte Schödel für ihren Einsatz. „Ich bin dankbar, dass sich Markus Haggeney bereit erklärt hat, diese neue Herausforderung anzunehmen“, so Henderson weiter. Haggeney gehört der FAI seit sechs Jahren an und kennt alle Prozesse und Aktivitäten der Luftsportorganisation. Privat zeichnet sich der 59-Jährige durch seine Begeisterung für Ballonfahren und Paragliding aus.

FAI vergibt Awards

Die Leistungen von Athleten und Piloten aus der ganzen Welt des Luftsports wurden anlässlich der 112. FAI-General-Konferenz in Luxor gewürdigt. Für FAI-Präsident Frits Brink ist die jährliche FAI-Verleihung eine Gelegenheit, jene zu ehren, die in den letzten 12 Monaten am meisten für die Förderung von Luftfahrt, Raumfahrt und Luftsport getan haben. „Ich freue mich, hier zu sein, um die diesjährigen Auszeichnungen für diese inspirierenden Persönlichkeiten zu vergeben.“ Insgesamt 17 Preisträger, darunter Hermann Trimmel und Klaus Ohlmann, waren bei der Zeremonie anwesend. Quelle: FAI.

Alpenklassiker im Nordwestwind – ein Bein 0.2% zu kurz

Montag, 22. Mai 2017 – Tour zu den schönsten Alpengipfeln.

Das Matterhorn, fotografiert aus einem starken Aufwind direkt über dem ‚falschen‘ Wendeort Gornergrat.

Die Segelflug-Reise zum Ortler und ans Matterhorn ist einer meiner bevorzugten Alpenflüge. Diesmal habe ich es bei der Flugeingabe etwas zu eilig und plaziere einen der Wendepunkte für ein aritmethisch sauber gerechnetes 28%-FAI-Dreieck eine Spur daneben. Eigentlich müsst man ja nur den Wendepunkt in die FAI-Flächen legen – wenn man sie denn auf dem PC-Display erkennen kann. Das ist aber auch weiterhum das einzige ‚Problem‘. Sonst gehts wirklich nur um’s fliegen. Endlich habe ich mich einmal von meinen elend langsamen Durchschnittsgeschwindigkeiten ein wenig gelöst. Das nächste Mal versuche ich, den Flug einmal im dreistelligen Bereich zu umrunden. Also nicht weiter oder länger, sondern etwas schneller!

Der Nationalpark am Ofenpass präsentiert sich heute in traumhafter segelfliegerischer Optik. Der Ortler ist am rechten Bildrand an seiner Schneekuppe zu erkennen.

Heraus gekommen ist an diesem Tag ein herrlicher Flug über einer schneereichen Frühlingslandschaft. Im Wallis häckselt ein zackiger Nordwest alle Aufwinde quer durch. Damit mache ich in den Matter Tälern seltsame Erfahrungen. Die steilen Klüfte sind an diesem Nachmittag alle ungewohnt parallel angeströmt. Gut, ist da etwas Wasser in den Flächen, die Schüttlerei fühlt sich an wie ein Föhnflug. ‚Cinqueächzt und giiret jedenfalls durch alle Böen. Im nächsten Winter muss ich wohl bei der Liegewanne einmal einen Ölwechsel machen.

Einmal mehr fühle ich mich auf dem entspannten Heimweg glücklich und privilegiert wie ein Schneekönig. Was für ein tolles Erlebnis, diese beiden wunderschönen und doch gegensätzlichen Alpengipfel – der eine ein über und über mit Schnee und Gletschern bedeckter Kalkhaufen, der andere ein richtiger Walliser Granitzacken, an dem ausser ein paar dünnen Eisfeldern nichts kleben bleiben kann – an einem Nachmittag anzufliegen.

Den letzten Aufwind kann ich im Binntal (jaa… ich glaube es selber noch nicht so richtig) bis auf 3’800 m.ü.M. hinauf ausdrehen – und damit ohne irgendeine Unterbrechung – wie etwa der doofen Kreiserei in einem Aufwind – dem Strich nach zurück nach Hause pfeifen. Haah, soguet – und das erst noch alles mit McCready >2.5 oder einem Reiseflug-Speed von mehr als 140 km/h. Unglaublich, wie agil sich ‚Cinque‘ im hohen Alter bewegt 🙂

Hier sind alle Flugdetails von Rainer Roses Online Contest.