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Seeholzer und seine fliegende Yak-Rotte

Beim Flugplatzfest in Moosburg war das Team mit beiden Maschinen zu Gast. Eine ist in Erding stationiert, die andere in Landshut. Die baugleichen Maschinen haben unterschiedliche Luftschrauben. Hans Seeholzer aus Erding, 72 Jahr alt, früher Kieferorthopäde und heute Luftbildfotograf, ist Teamleiter der Flugzeug-Enthusiasten und erklärt: „Ich habe für meine Maschine einen Propeller mit drei Blättern beschafft, weil dieser leiser ist und damit umweltfreundlicher.“ Dass die Maschinen mit polnischen und ungarischen Kennzeichnungen unterwegs sind, hat politische Gründe. In Deutschland ist für ehemalige Militärmaschinen praktisch keine Zulassung zu bekommen. Und ihre militärische Herkunft können und wollen diese Maschinen auch nicht verleugnen. Als Schulungsflugzeug war große Reichweite nicht gefragt, sodass der Aktionsradius auf 250 Kilometer begrenzt blieb. Seeholzer klopfte nicht ganz ohne Stolz auf die Tragfläche: „Das ist noch echtes Blech!“ Fliegerische Eleganz sieht anders aus: „Die Russen schauen zwar nicht schön aus, aber sie funktionieren!“ Tatsächlich ist der Sternmotor auch mit schlechtem Sprit zufrieden, bei dem hochgezüchtete moderne Triebwerke längst passen müssen: Bis auf 85 Oktan darf es hinuntergehen. Zum Vergleich: Super an der Tankstelle hat 95 Oktan. Weit über 1000 Maschinen dieses Typs sind zunächst in Russland, später bei mehreren Lizenznehmern gebaut worden. Mehr Informationen finden Sie im Originalbericht des ‚Merkur‚.