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DM im Segelflug 2020 in Bayreuth

Das Jahr 2020 hält auch im bayerischen Luftsport einen Höhepunkt bereit: Der Flugplatz Bayreuth-Bindlacher Berg ist Austragungsort der Deutschen Segelflug-Meisterschaften 2020. Bis zu 110 Piloten treten in den Pfingstferien zu einem zwölftägigen Luftrennen durch ganz Süddeutschland an. Darunter sind viele Welt- und Europameister, die mit um die Deutschen Meistertitel kämpfen wollen.

In Bayreuth geht es um die Titel der Offenen, der 18-Meter- und der Doppelsitzerklasse und um den Einzug in die neue Nationalmannschaft. Los geht es am Pfingstsonntag, 31. Mai mit dem Eröffnungsbriefing, es folgen zwölf Wertungstage bis zur Siegerehrung am 13. Juni.

Der Wettbewerbsraum umfasst ganz Süddeutschland und das angrenzende Tschechien: Die äußersten Wendepunkte liegen südlich von Dresden, am Ende des Bayerischen Waldes, bei Kassel, kurz vor Karlsruhe und auf der Schwäbischen Alb.

Unter den angemeldeten Piloten befinden sich natürlich die bisherigen Mitglieder der Nationalmannschaft, angeführt von Weltmeister Michael Sommer (LSV Regensburg) und seinem Vize Felipe Levin (LSV Homberg/Ohm), die aktuell beide Deutsche Meister der Offenen Klasse sind. Eine der spannendsten Fragen wird daher, ob sie das Kunststück eines punktgleichen Wettbewerbs wiederholen können und somit eine gemeinsame Titelverteidigung erreichen.

Wenn Ihnen nicht die anderen Piloten der Offenen einen Strich durch die Rechnung machen: Die ehemaligen Welt- und Europameister Markus Frank (LSR Aalen), Bruno Gantenbrink (LSV Ruhr-Lenne-Iserlohn) und Uli Schwenk (LSV Münsingen) werden den Titelverteidigern sicherlich das Leben schwer machen wollen, ebenso wie die 25 anderen Teilnehmer der Offenen.

In der 18-Meter-Klasse tauchen einige Namen auf, die bislang eher aus anderen Klassen bekannt waren: Die Gastgeber freuen sich vor allem auf ein Wiedersehen mit dem Offene-Klasse-Weltmeister der Bayreuth-WM 1999 Holger Karow (FG Wolf Hirth / LSV Landshut), aber auch Tassilo Bode (LSV Gifhorn), Europameister der Offenen 2002, tritt in der 18-Meter-Klasse an, ebenso wie Ex-Clubklasse-Weltmeister Matthias Sturm (LSV Schwarzwald), Ex-Standardklasse-Europameister Mario Kießling (FG Wolf Hirth) und Frauen-Weltmeisterin Katrin U. Senne (FSV Sindelfingen). In der 18-Meter-Klasse treten insgesamt 40 Piloten an.

In der Doppelsitzerklasse, die erstmals bei einem Wettbewerb in Bayreuth ausgetragen wird, gehen 30 Flieger an den Start, angeführt von Titelverteidiger Markus Geisen (LSV Mönchsheide).

Einzelne Startplätze sind wie jedes Jahr wieder für ausländische Gäste vorgesehen, hier wird sich wohl erst im Vorfeld der diesjährigen WM in Stendal klären, wer die letzte große Gelegenheit zum Training in Deutschland nutzen möchte. Schirmherr der DM ist Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann.

Geglückte Generalprobe für Segelflug WM 2020

Über 550 Starts und mehr als 170’000 geflogene Kilometer: Der Flugplatz Stendal-Borstel (EDOV) war vom 8.-19. Juli 2019 Austragungsort der Deutschen Segelflug-Meisterschaften 2019 in der Offenen und Doppelsitzer-Klasse. Gleichzeitig bot dieser Wettbewerb internationalen Gästen die Möglichkeit, den Veranstaltungsort und das Wettbewerbsgebiet der Segelflug-Weltmeisterschaft 2020 kennenzulernen. Hier finden Sie Eindrücke von der Generalprobe zur WM. Mehr Informationen in der Publikation des DAeC. Rangliste.

Generalprobe für die Segelflug-WM in Stendal

Eröffnet wird die Deutsche Meisterschaft am Montag, 8. Juli, dem ersten Wertungstag. Die Teilnehmer reisen aber schon früher an, denn vom 3. bis 6. Juli sind Trainingsflüge möglich, für den 6. Juli ist eine große Willkommens­party geplant und für den 7. Juli ein Pflichtbriefing für alle Starter, Helfer und Piloten der Schleppflugzeuge. Beim täglichen morgendlichen Briefing – in diesem Jahr wegen der ausländischen Teilnehmer schon in englischer Sprache – gibt es Informationen zu den Wettkampfaufgaben und zum Wetter. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt Sieghard Geyhler. Mit finanzieller Hilfe aus dem Sportstätten-Förderprogramm – Land, Landkreis und Kreissportbund haben sich beteiligt – ist das etwa 30 Hektar große Segelfluggelände saniert und zum Teil neu erstellt worden. Quelle: ‚Volksstimme‚.

17jähriger qualifiziert sich für DM

Toller Erfolg für Leon Bohnenkamp vom Herforder Verein für Luftfahrt (HVfL): Obwohl der 17-Jährige erst seine zweite komplette Saison nach dem Erwerb des Pilotenscheins fliegt, hat er sich bereits für die Deutsche Meisterschaft im Segelfliegen im kommenden Jahr qualifiziert. Das Wetter verlangte von den Teilnehmern an drei Wertungstagen geschicktes Taktieren, um die gesteckten Aufgaben zu erfüllen und möglichst am Ende jedes Tages sicher nach Oerlinghausen zurückkehren zu können. Das gelang nicht immer. So mussten am 2. Juni insgesamt acht Segelflieger wegen schwindender Aufwinde eine sichere Außenlandung auf einem Acker bei Bad Driburg hinlegen, um sich und ihre Flugzeuge dort von Helfern abholen zu lassen. Quelle: ‚Westfalen-blatt.de‚.

Nicht alle fanden Thermik-Anschluss

Die Piloten seien Teil eines Lehrgangs gewesen, die nicht alle Anschluss an die Thermik gefunden hätten und dann vor dem eigentlichen Ziel schon gelandet seien, sagte H. Henning Blomeyer, Pressebeauftragter des Luftsportzentrums Oerlinghausen. Er erläuterte, wie der Sonntag im Detail abgelaufen ist. Blomeyer schildert, dass die jungen Piloten, die bei Dringenberg eine sichere Außenlandung hingelegt hätten, allesamt Teilnehmer der Qualifikation der U-25 Jugend zur Deutschen Meisterschaft der Segelflieger im kommenden Jahr 2020 seien. Die Auswahl finde vom 1. bis 8. Juni in Oerlinghausen auf dem dortigen Flugplatz statt. Flugzeuge seien im Minutentakt von starken Seilwinden in die Höhe gezogen worden. Der Pressesprecher berichtet weiter: »Der Sonntag war der zweite Wettkampftag, an dem die Aufgabe war, eine bestimmte Strecke über rund 125 Kilometer zu fliegen, die auch über den Kreis Höxter führte. Trotz blauen Himmels und hoher Temperaturen haben nicht alle der insgesamt 30 Flieger regelmäßig Anschluss an die Thermik gefunden und sich daher vor dem Ziel zur Landung entschlossen. Für Segelflugzeuge gelte eine generelle Erlaubnis zur Landung auf jedem dafür geeigneten Feld oder Acker. Das Prozedere werde während der Ausbildung immer wieder geübt und ist für Segelflugpiloten ein normaler Vorgang. Quelle: ‚Westfalen-Blatt.de‚.

Neresheimer Segelflieger erfolgreich bei DM im Streckensegelflug

Bei dem Wettbewerb, zu dem 58 Teilnehmer aus ganz Deutschland antraten, galt es, vorgegebene Strecken so schnell wie möglich zu fliegen. Dabei führte es die Piloten bei außergewöhnlich guten Wetterbedingungen meist mehrere hundert Kilometer über die Schwäbische Alb und den Schwarzwald, sodass an manchen Tagen durchschnittliche Reisegeschwindigkeiten von fast 140 km/h erreicht wurden. An acht von zehn potentiellen Wettbewerbstagen kam eine Wertung zustande und nur zwei Tage mussten von der Wettbewerbsleitung wegen Gewitterentwicklungen „neutralisiert“ werden. Gerrit flog auf unserem Vereins-Hochleistungssegler vom Typ LS 8 („N1“) mehrmals auf die vorderen Plätze. Mehr Informationen im Originalbericht der Schwäbischen Post.