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Kanadische Luftfahrt-Innovatoren bei Bristell

Kürzlich empfing das BRM Aero-Werk in Kunovice eine Delegation des kanadischen Luftfahrtsektors. Die Vertreter von Aero Montréal, STRIX Aero, Forschungszentren des Southern Alberta Institute of Technology und Mitsubishi Heavy Industries Canada Aerospace besichtigten die Produktionslinien, erörterten Möglichkeiten der Zusammenarbeit und sondierten, wie die tschechische und die kanadische Luft- und Raumfahrtindustrie kooperieren können.

Der Besuch wurde vom tschechischen Luft- und Raumfahrtcluster, dem Ministerium für Industrie und Handel und der tschechischen Botschaft in Ottawa organisiert. Ziel war es, wichtige Akteure beider Länder zusammenzubringen, um Innovation und Zusammenarbeit im Luftfahrtsektor zu fördern.

Für BRM Aero war der Besuch ein strategischer Schritt zum Aufbau einer stärkeren Präsenz auf dem nordamerikanischen Markt und zur Suche nach den richtigen Partnern, um Bristell-Flugzeuge zu kanadischen Piloten und Flugschulen zu bringen.

Warum Kanada wichtig ist

Kanada hat eine der lebendigsten Allgemeinen Luftfahrt-Communitys der Welt. Angesichts grosser Entfernungen, anspruchsvoller Wetterbedingungen und einer Kultur, die das Abenteuerfliegen in der freien Natur schätzt, benötigen kanadische Piloten Flugzeuge, die Zuverlässigkeit, Leistung und Sicherheit bieten. Der Eintritt in einen neuen Markt erfordert jedoch die richtigen Partner, die richtige Infrastruktur und die richtigen Gespräche.

Innovation im Fokus

Die kanadische Delegation brachte Experten aus Forschungseinrichtungen, Innovations-Clustern und führenden Luft- und Raumfahrtherstellern zusammen – sie repräsentieren einige der fortschrittlichsten Kompetenzen in den Bereichen Materialwissenschaft, kollaborative Forschung und Entwicklung sowie bei der Herstellung von Flugzeug-Komponenten.

Während des Besuchs präsentierte BRM Aero seine Produktionskapazitäten und erläuterte die laufenden Zertifizierungsprozesse für die B23. Die Gespräche wurden schnell technisch und konzentrierten sich auf Bereiche, in denen eine Zusammenarbeit Innovationen vorantreiben könnte – von fortschrittlichen Materialien und Fertigungs-Effizienz bis hin zu Test-Partnerschaften und Marktzugang.

Waldbrände in Kanada außer Kontrolle

In Kanada hat die Regierung der größten Provinz Quebec um internationale Hilfe gebeten, weil dort über hundert Waldbrände außer Kontrolle geraten sind. Die Feuerwehr musste den Ort Clova nordwestlich von Montreal aufgeben. Man sei gezwungen, die Stadt „brennen zu lassen“. Die Provinz Québec bat um internationale Unterstützung bei der Bekämpfung von mehr als 160 Feuern. Normalerweise würden Feuerwehrleute aus anderen Provinzen zu Hilfe kommen, sagte der Regierungschef von Quebec, Francois Legault, am Montag (Ortszeit). Doch die hätten selbst „alle Hände voll zu tun“.

Legault zufolge verfügt Québec über mehr als 480 in der Wildnis stationierte Feuerwehrleute. Dieses Personal reiche aus, um etwa 30 Brände zu bekämpfen. Die Regierung in Ottawa erwartet in den nächsten Monaten eine der schlimmsten Brandsaisons in Kanada überhaupt. Am Freitagnachmittag loderten im ganzen Land 324 Brände. Am Montagmorgen waren es bereits 413, und am späten Nachmittag stieg die Zahl noch einmal um 42 an. „Die Situation bleibt ernst“, sagte Kanadas Minister für Katastrophenschutz, Bill Blair.

114 Brände außer Kontrolle
Offiziellen Angaben zufolge gab es bislang keine Todesopfer. Von den mehr als 160 gemeldeten Bränden in Québec sind aber mindestens 114 außer Kontrolle geraten. Die Atlantikküstenprovinz Nova Scotia, die in den vergangenen Tagen selbst mit Waldbränden zu kämpfen hatte, hat Wasserbomber für den Einsatz in Québec freigegeben. Zusätzlich kämen 200 Feuerwehrleute aus Frankreich und den USA, kündigte Legault an. Québec sei zudem mit Costa Rica, Portugal und Chile im Gespräch. Etwa 10.000 Menschen in Québec wurden durch die Feuer aus ihren Häusern vertrieben.

Die Feuerwehr habe sich aus dem Ort Clova, etwa 325 Kilometer nordwestlich von Montreal, zurückziehen müssen, sagte Legault. „Wir sind gezwungen, Clova brennen zu lassen.“ Die 36 Einwohner der Gemeinde seien evakuiert worden. Kanadas Premierminister Justin Trudeau beruhigte derweil, „bei den gegebenen Prognosen“ sei davon auszugehen, „dass wir genügend Ressourcen haben“, um den Sommer zu überstehen. „Für den Fall, dass sich die Lage verschlimmert, entwickeln wir Notfallpläne.“ Quelle: ‚RND‚.