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EBACE abgesagt

Die European Business Aviation Association (EBAA) hat die für den 2. bis 4. Juni 2026 geplante Geschäfts-Luftfahrtmesse EBACE in Genf abgesagt. Die Entscheidung fiel knapp zwei Monate vor dem geplanten Beginn.

Als Grund für die Absage nennt der Verband veränderte Marktdynamiken und ein zunehmend wettbewerbsintensives Umfeld bei Veranstaltungen. Trotz Anpassungen des Messeformats, wie einem stärkeren Fokus auf den B2B-Bereich, neuen Networking-Zonen und einer überarbeiteten Kostenstruktur, konnte die EBACE 2026 laut EBAA nicht die nötige Dynamik für eine erfolgreiche Durchführung generieren.

Die EBACE fand erstmals im Jahr 2001 statt. In den vergangenen Jahren waren die Aussteller- und Besucherzahlen jedoch rückläufig. Für die Ausgabe 2025 wurde bereits das Static Display gestrichen. Die geplante Rückkehr des Static Displays in einem neuen Format am Flughafen Genf für 2026 wird durch die Absage nicht realisiert.

Die EBAA betont, dass sie sich nun verstärkt auf ihre Kernaufgaben konzentrieren wird, um die europäische Geschäftsluftfahrt weiterhin gegenüber politischen Institutionen zu vertreten. Der Verband plant, gemeinsam mit seinen Mitgliedern neue Plattformen und Formate zu entwickeln, die den aktuellen Bedürfnissen der Branche entsprechen.

Canada lässt Gulfstream G500, G600, G700 und G800 zu

Nach jahrelanger Verzögerung hat die kanadische Luftfahrtbehörde Transport Canada im Februar 2026 alle vier Gulfstream-Businessjet-Muster der jüngsten Generation zugelassen. Auslöser für die öffentliche Aufmerksamkeit war eine Drohung von US-Präsident Trump, in Kanada gefertigten Flugzeugen die US-Zulassung zu entziehen, sollte Transport Canada die Gulfstream-Jets nicht umgehend zertifizieren.

Die G500 und G600 wurden bereits 2018 bzw. 2019 von der FAA zugelassen. Die Validierung durch Transport Canada zog sich jedoch sechs Jahre hin. Hintergrund: Die FAA hatte die Zulassung mit der Auflage verknüpft, den Nachweis zu erbringen, dass eine Vereisung des Treibstoffsystems keine Gefahr für die Flugsicherheit darstellt. Gulfstream hat dafür bis Ende 2026 Zeit. Transport Canada bestand zunächst darauf, diesen Nachweis vor der eigenen Zulassung abzuwarten.

Am 15. Februar 2026 erteilte Transport Canada die Validierungen für G500 und G600 – beide Muster dürfen nun unter kanadischer C-Registrierung betrieben werden. Eine Woche später, am 24. Februar 2026, folgten die Zulassungen für G700 und G800. Diese beiden Muster hatten erst 2024 das Validierungsverfahren in Kanada beantragt, weshalb der Prozess deutlich kürzer ausfiel.

Mehr Regeln für Privatjets

Der Druck auf die EU-Kommission wächst, Privatjetflüge stärker zu regulieren. Drei Länder wenden sich per Brief an die Behörde. Linkenchef Schirdewan fordert die Bundesregierung auf, sich an der Initiative zu beteiligen. Im Kampf gegen die Erderhitzung fordern Österreich, Frankreich und die Niederlande strengere Regeln für Privatjets. In Deutschland gibt es währenddessen Kritik, dass sich die Bundesregierung an der Initiative nicht beteiligt. Privatjets stießen übermäßig viel klimaschädliches Kohlenstoffdioxid (CO₂) pro Kopf aus und stünden daher berechtigterweise in der Kritik, heißt es in einem Brief aus den Ministerien für Umwelt, Verkehr und Infrastruktur der drei Länder an die EU-Kommission. In dem Schreiben fordern sie die Brüsseler Behörde auf, „mehr Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken und insbesondere die Möglichkeit einer stärkeren Regulierung von Privatjetreisen zu prüfen“. „Privatjetflüge sind ein Hobby von Superreichen. Es kann aber nicht sein, dass wir alle dafür bezahlen“, sagte Österreichs Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. „Wer unser Klima schädigt, muss auch einen gerechten Beitrag leisten. Denn die Folgen dieser Luxusreisen tragen wir alle.“ Quelle: ‚Der Spiegel‚.