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H55: Batterie-Werk in Kanada

Der Schweizer Elektroflugpionier H55 hat in Longueuil, im Herzen der Luft- und Raumfahrt-Innovationszone von Québec, seinen ersten nordamerikanischen Produktionsstandort eingeweiht. Das Unternehmen, eine Ausgründung aus dem Solar-Impulse-Projekt von Bertrand Piccard und André Borschberg, fertigt dort künftig Batteriepacks und elektrische Antriebssysteme für die Luftfahrt.

Die neue Anlage wird zunächst die Batterien für die bereits über 100 verkauften Bristell B23 Energic liefern. Zudem zählen Harbour Air, CAE und Pratt & Whitney Canada zu den Schlüsselkunden. Die ersten Auslieferungen sind für 2026 vorgesehen, die Zertifizierung des 100-kW-Antriebssystems steht kurz bevor.

Kanada und die Provinz Québec unterstützen das Projekt mit rund 14 Millionen Franken und sehen darin einen wichtigen Schritt, das Land zu einem Zentrum nachhaltiger Luftfahrt zu entwickeln.

Die Einweihungsfeier, begleitet von Vertretern aus Politik und Luftfahrtindustrie, stand ganz im Zeichen der wachsenden Dynamik der elektrischen Luftfahrt. Präsentiert wurden unter anderem der Bristell B23 Energic – frisch von seiner „Across America“-Tour – sowie Harbour Airs eBeaver.

H55 testet und entwickelt seine Systeme weiterhin auch am Stammsitz im schweizerischen Sitten im Wallis. Mit seiner Technologie will das Unternehmen die Elektrifizierung der Luftfahrt entscheidend vorantreiben.

Slowakischer Batterie-Unternehmer an Lilium-Rettung beteiligt

Der Elektroflugzeug-Hersteller Lilium soll gerettet werden – nicht alle Geldgeber sind bekannt.

Zu den maßgeblichen Rettern des deutschen Elektroflugzeugbauers zählt der slowakische Unternehmer Marian Boček. Unter den Geldgebern ist die Investment-Gesellschaft DTM Investments, wie ein Sprecher des Investoren-Konsortiums MUC sagte. Wie dem slowakischen Handelsregister zu entnehmen, gehört DTM dem früheren Investmentbanker.

Boček ist in der europäischen Elektrobranche kein Unbekannter: Ehrgeizigstes Projekt des Unternehmers ist der Aufbau eines großen Batterieherstellers namens Inobat in seiner slowakischen Heimat. Boček will vorausichtlich 150 MiIlionen Euro in Lilium investieren, er wäre damit Großinvestor. Das Investoren-Konsortium MUC will jedoch keine Zahlen zum Beitrag der einzelnen Geldgeber nennen.

Investoren stellen 200 Millionen Euro zur Verfügung

Lilium hatte im Herbst Insolvenz angemeldet, weil das Geld für den Aufbau der Produktion fehlte. Kurz vor Weihnachten hatte dann das Investorenkonsortium MUC den Kaufvertrag für das Betriebs-Vermögen der Lilium-Tochtergesellschaften Lilium GmbH und Lilium eAircraft unterzeichnet. Insgesamt wollen die an dem Konsortium beteiligten Investoren Lilium 200 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Nicht alle Investoren sind bekannt, dazu gehört aber auch der deutsche Batterieentwickler und -hersteller CustomCells.

Lilium wird geleitet von dem früheren Airbus-Manager Klaus Roewe. Kunden und Kapitalanleger hatten in das bis zum Insolvenz-Antrag an der US-Börse Nasdaq gelistete Unternehmen bereits 1,5 Milliarden Euro investiert. Das Investoren-Konsortium will die Neuaufstellung noch im ersten Quartal abschließen. Quelle:‘stuttgarter-zeitung.de‚.

Pipistrels visionärer Ansatz zur Batterie-Technik

Pipistrel widmet sich der aktiven Gestaltung der Zukunft des Fluges. Mit über 15 Jahren engagierter Forschung und Entwicklung arbeitet das Team leidenschaftlich daran, nicht nur die Leistung der Flugzeuge zu steigern, sondern auch einen Weg in eine umweltfreundlichere Zukunft für die Luftfahrt zu bahnen.

Das Pipistrel-Team befasst sich auch mit der Erforschung von Batterien „im zweiten Leben“. Diese zukunftsweisende Strategie unterstreicht das grossse Engagement für Nachhaltigkeit und positioniert Pipistrel als Führungspersönlichkeiten bei der Steuerung des Luftfahrtsektors in Richtung einer Kreislaufwirtschaft. Der Ansatz zur Wiederverwendung von funktionsfähigen Komponenten unterstützt nicht nur die ökologische Nachhaltigkeit, sondern bietet auch wirtschaftliche Vorteile, indem er den Bedarf an neuen Materialien minimiert.

Ein Schlüsselfaktor ist die Entwicklung innovativer Verpackungen von Batterien. Der Elektroflugzeug-Pionier bewegt sich weg von traditionellen Designs und arbeitet daran, Batterien in die Flugzeugstruktur zu integrieren. Dies optimiert nicht nur den Raum, sondern verbessert auch die Gesamtleistung des Flugzeugs, was die Flugzeug-Modelle effizienter macht.

Pipistrel spielt eine zentrale Rolle in den Projekten HighSpin, HELENA und MATISSE – von denen jedes die nächste Generation Batterien untersucht. HighSpin erforscht evolutionäre Verbesserungen, HELENA untersucht Festkörper-Batterien und MATISSE erforscht Strukturbatterien als Konzept. Quelle: ‚pipistrel-aircraft.com‚.

DG-1001E – Zulassung der Gen4-Batterie

DG Aviation freut sich über die abgeschlossene Zulassung der GEN4-Batterie. Die größeren Akkus weerden ab sofort serienmäßig in die Neuflugzeuge DG-1001E eingebaut! Eine Nachrüstung kann direkt bei DG erfolgen.

Vorteile der GEN4 Batterie im Überblick:

  • 2 Batterien in Reihe mit je 16S, 84Ah Kapazität
  • Effektive Kapazität (unter realer Last gemessen): 8,5 kWh
  • Reichweite über 100 km
  • Durch die höhere Batteriespannung kann man länger mit Volllast fliegen, im Vergleich zur GEN2 14S, 40Ah Batterie
  • E-Reader Display direkt auf der Batterie
  • G-load sensor im BMS ein-gebaut – Warnung bei Batterieüberlastung

Quelle: ‚DG-Aviation‚.

Merkmale von LITHIUM-Eisen-Phosphat-LFP-Akkus (LiFePO4)

Lithium-Eisen-Phosphat Akkus sind eine 1997 an der Universität of Texas entwickelte Variante der Lithium-Ionen-Akkus; bei der Lithium-Eisenphosphat (LiFePO 4, LFP) anstatt Lithium-Cobaltoxid (Li C0O2) als Kathodenmaterial verwendet wird.

Rohstoffsituation
LiFePO4 ist der chemische Grundstoff, aus dem das gelbe bis grasgrüne Mineral Tavorit besteht. Das für Akkus verwendete LFP–Pulver jedoch wird ausschließlich synthetisch (Feststoffreaktionen bei hohen Temperaturen) gewonnen.

Eisenphosphat lässt sich deutlich billiger herstellen als das für Li-Ion Akkus verwendete Kobaltoxid. Noch gravierender ist jedoch, dass Kobalt von nur wenigen Ländern geliefert wird, was jenen Rohstoff anfälliger für enorme Preisschwankungen infolge von Rohstoffspekulanten macht. Für Eisenphosphat sind solche Unwägbarkeiten weniger zu erwarten, da die Rohstoffe für diese Substanz weltweit leicht verfügbar sind.

Eigensicherheit und Umweltverträglichkeit
LFP neigt aufgrund der starken chemischen Bindung seines Sauerstoffgehaltes nicht zur Bildung von Feuer bzw. zur Explosion (thermal runaway). LFP-Zellen weisen somit bereits bauartbedingt eine hohe Eigensicherheit auf. Die positive Eigenschaft wird noch unterstützt durch eine hohe strukturelle Stabilität von LFP-Kathoden sowie die Ungiftigkeit und gute Umweltverträglichkeit von LFP.

Leitfähigkeit
Das Haupthemmnis bei der Entwicklung von LFP–Zellen waren die schlechte elektrische Leitfähigkeit von LiFe.PO4 sowie die geringe Diffusionsgeschwindigkeit von Lithium in LFP. Erst durch Beschichtung mit leitfähigem Kohlenstoff, Dotierung mit Fremdmetallatomen und die Erzeugung von Nanostrukturen mit optimierter Größe ließen sich die Leistungsdaten von LFP-Zellen nach und nach verbessern.

Leistungsdaten und Einsatzgebiete

  • Arbeitsspannung: 3 bis 3,3Volt
  • Temperatur-Arbeitsbereich bis -45°C bis 70°C
  • Zyklen-Festigkeit bis 5000 Zyklen
  • Ladeschlussspanung:15V
  • Keine Schädigung durch Tiefentladung
  • Geringes Gewicht:
  • Panasonic: 7,2 Ah 2500 gr.
  • LiFe.PO4 ́: 946 gr.

Ideale Anwendung

  • Stromversorgung für Segelflugzeuge
  • Diese Akkus wurden im November und Dezember 2008 bei Temperaturen bis -30°C zur Stromversorgung in der Antarktis mit großem Erfolg eingesetzt. Quelle: ‚Spindelberger Fahrzeugtechnik GmbH‚.

Bezugsquelle:
Strobl Solar GmbH, An der Stangermühle 4, D-83471 Schönau am Königssee. eMail: Info@strobl-solar.de