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Bamberg renoviert Club Arrow

Der Aero-Club Bamberg e.V. hat seine Vereinsmaschine, eine Piper PA28 Arrow II (D-EJFF, Baujahr 1974), nach einem halbjährigen Aufenthalt in der Werft von Air Team in Kunovice (Tschechien) rück-überführt. Das Flugzeug wurde umfassend modernisiert und mit neuer Avionik ausgestattet.

Umfang des Avionik-Upgrades

Im Rahmen der Überholung wurden alle Kabelbäume und die Innenausstattung erneuert. Die klassischen Rundinstrumente wurden durch moderne Systeme ersetzt. Zur neuen Ausstattung gehören zwei Garmin G5 als Hauptinstrumente für Flug-Geschwindigkeit, Höhe, Lage, Kurs und Navigation. Ein Garmin GTN 650Xi dient der Navigation. Ein Autopilot Garmin GFC 500 reduziert die Arbeitsbelastung und erhöht die Sicherheit. Ein Garmin GI 275 EIS überwacht das Triebwerk. Die Kommunikation erfolgt über ein Intercom Garmin GMA 350c. Die Piloten des Vereins werden derzeit in die neuen Systeme eingewiesen.

Überführungsflug

Die Rückholung der D-EJFF erfolgte am 20. Februar 2026. Ein dreiköpfiges Team des Aero-Clubs flog mit einer weiteren Vereinsmaschine nach Kunovice (LKKU). Die Strecke von 260 Nautischen Meilen wurde auf einer Reiseflughöhe von FL055 absolviert. Trotz Gegenwinds und nur noch 95 Knoten Groundspeed und anspruchsvollen Wetter-Bedingungen mit Seitenwind bei der Landung verlief der Hinflug problemlos.

Der Rückflug erfolgte im Formationsflug in 5000 Fuß Höhe. Trotz einer Wetter-Verschlechterung kurz vor Bamberg erreichten beide Maschinen ihren Heimatflugplatz sicher.

Flugplatz Bamberg wird Naturschutzgebiet

Am 28. Juni 2025 trat eine Verordnung in Kraft, die den Flugplatz Bamberg-Breitenau zum Naturschutzgebiet erklärt. Damit wird eine einzigartige Verbindung zwischen Flugbetrieb und Naturschutz geschaffen, bei der sich beide gegenseitig ergänzen.

Der über 100 Jahre alte Flugplatz, einst militärisch genutzt und seit 2012 im Besitz der Stadt Bamberg, ist heute ein wichtiger Teil der regionalen Infrastruktur. Die Entscheidung, ihn zu erhalten, bewahrte das Gelände vor Bebauung und ließ dort ungestörte Natur entstehen.

Der Flugbetrieb trug wesentlich zur Entstehung und Erhaltung der wertvollen Flächen bei, heißt es in der Verordnung. Rund 200 seltene Tier- und Pflanzenarten leben nun auf den Sandmagerrasen der Breitenau. Der Flugplatz bleibt unverändert in Betrieb – als Beispiel dafür, wie Luftfahrt und Naturschutz im Einklang bestehen können.

Segelflugzeug stürzte auf Tankstelle

In Bamberg ist am Sonntag, 29. September ein Segelflugzeug auf ein Tankstellen-Gelände gestürzt. Nach Angaben der Polizei war der 58jährige Pilot im Landeanflug auf den Bamberger Flugplatz gewesen. Aus bislang ungeklärter Ursache touchierte der Segelflieger eine Preisanzeigetafel und stürzte auf das Tankstellengelände.

Pilot schwer verletzt
Der Pilot konnte aus dem Flugzeug geborgen werden, erlitt aber schwere Verletzungen. Weitere Personen wurden nach Angaben der Polizei nicht verletzt. Allerdings wurden zwei geparkte Fahrzeuge beschädigt, der Betankungsbereich wurde nach Angaben der Polizei aber nicht beschädigt. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf rund 80’000 Euro.

Großeinsatz für Rettungskräfte
Ein Experte der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat noch am Sonntag-Nachmittag vor Ort die Ermittlungen übernommen. Ein Großaufgebot von Rettungs-Kräften sei im Einsatz gewesen, da am Anfang nicht klar war, ob auch für die Bevölkerung eine Gefahr rund um die Tankstelle ausgehe, so ein Polizeisprecher. Dies sei allerdings nicht der Fall gewesen. Quelle: ‚Bayerischer Rundfunk‚. Bild: ‚Feuerwehr Bamberg‘.