Schlagwort-Archiv: Antersberg

LEADER-Förderbescheid stärkt Segelflug in Antersberg

Neues Schulungs-Flugzeug und Flugsimulator stärken die Zukunft des FC Condor e.V. Beim ersten „Family & Friends“ Fliegen erhielt der Verein den LEADER Förderbescheid über 83’000 Euro für das Projekt „Moderne Segelflugausbildung“.

Investition in die Zukunft der Ausbildung

Mit der Förderung beschafft der Verein ein neues Schulungsflugzeug samt Transport-Anhänger sowie Materialien für den Bau eines Flugsimulators – konstruiert von den Nachwuchspiloten selbst. „Unser Schulungsflugzeug ist über 40 Jahre alt. Mit dem neuen Equipment können wir die Ausbildung deutlich verbessern und einzelne Inhalte in den digitalen Raum verlagern“, erklärt Vorsitzender Florian Seidl. Die Gesamt-Investition beläuft sich auf gut 200’000 Euro.

Fortschritte der Modernisierung

Bereits 2024 nahm der Club ein Segelflugzeug vom Typ LS4 in Betrieb und errichtete einen Solarunterstand. Der in die Jahre gekommene Twin Astir wurde an einen dänischen Verein verkauft, um Platz für das neue Schulungsflugzeug zu schaffen.

Bedeutung über Antersberg hinaus

Bei der Übergabe betonte Tuntenhausens Bürgermeister Georg Weigl die regionale Bedeutung des Vereins, der fest im Ferienprogramm der Gemeinde verankert ist. Matthias Jokisch, Vorsitzender der LAG Mangfalltal-Inntal und Bürgermeister von Brannenburg, hob die enge Vernetzung hervor: „Simulator und neues Flugzeug kommen auch den umliegenden Segelflugvereinen zugute und fördern die Zusammenarbeit in den Wintermonaten.“

Erfolgreiches Veranstaltungsformat

Das „Family & Friends“-Fliegen erwies sich als gelungene Neuinterpretation des klassischen Tags der offenen Tür. Besucher erlebten den Segelflug hautnah, auch Vertreter der Förderstellen nutzten die Gelegenheit zum Mitfliegen. Das Format könnte künftig das seit rund zehn Jahren pausierende Flugplatzfest ersetzen.

Starke Lage, klare Ziele

Die Lage im bayerischen Voralpenland bietet ideale Bedingungen für Ausbildung und Streckenflug – mit Blick auf Wendelstein, Simssee, Chiemsee oder sogar München. Der Verein verfügt über sechs Segelflugzeuge, ein Ultraleichtflugzeug und eine Schleppmaschine.

„Wir wollen junge Menschen für den Segelflug begeistern – ob mit oder ohne Vorerfahrung“, so Seidl. Mit rund 60 aktiven Mitgliedern zeigt der FC Condor, wie traditioneller Luftsport durch moderne Ausbildungskonzepte zukunftsfähig bleibt.

Über den Verein: Der 1962 gegründete Fliegerclub Condor e.V. betreibt am Segelfluggelände Antersberg einen vielseitigen Flugbetrieb mit Winden- und Flugzeugschleppstarts. Die Anbindung ist ideal: Vom Münchner Ostbahnhof ist Antersberg in 20 Minuten erreichbar.

Nachwuchs-Pilot Jan Gohl fliegt 711 km

Der Fliegerclub Condor e.V. erlebte einen bemerkenswerten Start in die Flugsaison. Die Leistung des erst 19-jährigen Jan Gohl, mit einer Flugerfahrung von 370 Stunden, ist besonders hervorzuheben.

Er erreichte am 1. Mai mit seinem über 50 Jahre alten Segelflugzeug, einer LS 1-d, eine persönliche Bestleistung von 680 Kilometern. Diese beachtliche Strecke toppte er bereits am folgenden Tag auf 711 Kilometer in seinem fast neun Stunden dauernden Flug. Damit flog Jan die längste Distanz unter den Piloten des Vereins, die an diesen beiden Tagen ebenfalls beeindruckende Strecken zwischen 680 und 750 Kilometern zurücklegten.

Die Route führte Jan von Antersberg aus nach Oberstdorf im Allgäu und von dort in Richtung Grimming bei Niederöblarn. Nach einem kurzen Abstecher zum Gerlospass erarbeitete er sich in den letzten abendlichen Aufwinden im Pinzgau eine Höhe von 3500 m. Aus dieser Höhe wagte er sich ohne weitere Aufwinde auf seinen fast 100 km langen Endanflug im Abendlicht um eine Stunde später wieder erschöpft, aber überglücklich in Antersberg zu landen. Eine anspruchsvolle Strecke, die gute Kenntnisse der Thermik und sorgfältige Flugplanung erfordert.

„Diese Leistungen zeigen, dass der Segelflugsport für junge Menschen eine faszinierende Möglichkeit bietet, sich persönlich weiterzuentwickeln“, erklärt der Vereinsvorsitzende des FC Condor. „Mit Engagement und gezielter Ausbildung können auch jüngere Piloten wie Jan anspruchsvolle Streckenflüge meistern.“

Der FC Condor e.V. hat in den letzten Jahren kontinuierlich in die Verbesserung seiner Infrastruktur investiert. 2024 konnten durch erfolgreiche Teilnahme an Förder-Programmen sowohl ein Solarunterstand für umweltfreundlichen Flugbetrieb errichtet als auch eine moderne LS4 für die Ausbildung der jungen Piloten beschafft werden.

„Wir verbinden bei uns am Flugplatz Tradition mit Innovation“, betont der Presse-Referent des Vereins. „Unser Ziel ist es, den Segelflugsport nachhaltig weiter zu entwickeln und das einzigartige Erlebnis des lautlosen Gleitens zu vermitteln – sei es in klassischen Flugzeugen oder in unseren modernen Schulungsmaschinen.“

Der FC Condor e.V. freut sich jederzeit über Interessierte jeden Alters, die den Verein an Wochenenden besuchen und bei einem Schnupperflug die Faszination des Segelfliegens selbst zu erleben. Die besondere Lage des Flugplatzes mit Blick auf die Alpen, den Chiemsee und bis nach München bietet ein wunderschönes Panorama. Der Verein ist gut erreichbar – nur 20 Minuten mit dem Regionalzug vom Münchner Ostbahnhof bis zum Bahnhof Aßling und weitere vier Kilometer zum Flugplatz. Weitere Informationen zum Verein, zu Ausbildungs-Möglichkeiten und Schnupperflügen finden Sie hier.

-> Link zu den WeGlide-Daten von Jan’s Flug.

Peschke-Jugendförderpreis für Antersberger Segelflieger

Durch die Auszeichnung des Jugendförderungspreises der Firma Peschke erhalten junge Pilotinnen und Piloten einen Zuschuss zu den Fluggebühren. Für den FC Condor e.V. bedeutet diese Anerkennung eine Bestätigung der bisherigen Jugendarbeit, beträgt der Anteil der jungen Piloten doch 25 % der aktiven Mitglieder, des Fliegerclubs. Es sind auch zusätzliche Mittel, um das Segelfliegen für die derzeit 14 jungen Piloten zugänglicher zu machen.

Die Gewinner/-innen bei der Preis-Übergabe am Fliegertag des Luftsport-Verbandes Bayern e.V. in Bad Windsheim

Saisonstart unter optimalen Vorzeichen

Die Vorbereitungen für die ersten Starts in die lang herbeigesehnte neue Segelflugsaison laufen derzeit auf Hochtouren. Bereits im Februar starteten erste Segelflieger mit erfahrenen Fluglehrer des Vereins zu den zum Jahresanfang obligatorischen Checkflügen. Trotz des bisher eher verhaltenen Wetters konnten erste thermische Streckenflüge mit beachtlichen Distanzen von über 300 Kilometern zurückgelegt werden. Die Winterarbeit an den Flugzeugen, den Fahrzeugen und der Winde neigen sich dem Ende zu und bis Ostern abgeschlossen, sodass endlich der volle Flugbetrieb an den Wochenenden starten kann.

Ende März fand die jährliche Sicherheitsunterweisung für alle aktiven Antersberger Piloten statt. Besonderer Dank gebührt dem Kommandanten der Schönauer Feuerwehr, Josef Mair, für seine praxisorientierten Tipps und Kniffe im Falle eines Falles. Tatkräftig unterstützt wurde Josef Mair bei den abschließenden Löschübungen mit dem Handfeuerlöscher durch die Jugendfeuerwehr Schönau.

Moderne Segelflugausbildung und klimafreundlicher Flugbetrieb

Der FC Condor e.V. setzt nicht nur bei der Jugendförderung Maßstäbe. Mit seinem Konzept zur Modernisierung konnte der Verein weitere Förderprogramme und die Unterstützung der Gemeinde Tuntenhausen für sich gewinnen. Im Fokus stehen dabei insbesondere die „Moderne Segelflugausbildung“ und der „CO2-neutrale Flugbetrieb“. Im Rahmen dieser Initiative wurden 2024 bereits ein Solarunterstand gebaut und mit finanzieller Unterstützung der Sparkassenstiftung ein gebrauchtes Segelflugzeug vom Typ LS4 beschafft. In der Winterzeit wurde die neue Errungenschaft mit modernster Flugelektronik ausgerüstet. Damit steht unseren Jugendlichen ein modernes Segel-Flugzeug, das perfekte Voraussetzungen für die Förderung in den Einstieg in den Streckensegelflug bietet, zur Verfügung.

Die Entwicklung und der Bau eines Flugsimulators stellt das nächste Projekt zur Modernisierung der Segelflugausbildung unserer jungen Piloten dar. Die Projektierungs-Phase ist nahezu abgeschlossen, so dass in der kommenden Wintersaison mit dem Bau begonnen werden kann.

„Mit der Auszeichnung durch den Peschke Jugendförderpreis fühlen wir uns in unserem Weg bestätigt, den Segelflugsport für junge Menschen attraktiv zu gestalten und gleichzeitig nachhaltig in die Zukunft zu führen“, erklärt der Vorstand des FC Condor e.V. Florian Seidl. „Wir laden alle Interessierten – ob mit oder ohne Flugerfahrung – herzlich ein, uns an unserem wunderschön gelegenen Flugplatz zu besuchen und die Faszination des Segelfliegens bei einem Segelflug in einem unserer drei doppelsitzigen Segelflugzeuge kennenzulernen.“

Der FC Condor e.V. kann seit seiner Gründung im Jahr 1971 auf eine lange Tradition zurückblicken. Das idyllisch gelegene Fluggelände bietet seinen 56 Aktiven, davon 14 junge Piloten und Schüler, ideale Bedingungen für Anfänger und erfahrene Piloten. Der Verein verfügt über einen modernen Flugzeugpark mit sechs Segelflugzeugen, einem Ultraleichtflugzeug und einem Schleppflugzeug. Gestartet wird sowohl mit der Winde als auch im Flugzeugschlepp. Die Nähe zu den Alpen ermöglicht spektakuläre Streckenflüge in alpinem Gelände.

Warum Rentier, wenn Thermik reicht?

Wer hätte gedacht, dass der Nikolaus nicht nur einen Schlitten beherrscht, sondern auch mit einem Segelflugzeug umgehen kann? Am vergangenen Wochenende staunten die Mitglieder des Fliegerclub Condor e.V. Antersberg nicht schlecht, als der bärtige Mann im roten Mantel pünktlich zur Weihnachtsfeier auf dem Flugplatz erschien und in ein Segelflugzeug stieg.

Getreu dem Motto „Warum Rentiere, wenn Thermik reicht?“ tauschte der Nikolaus seine traditionelle Transportmethode gegen modernes Fluggerät. Nach einer kurzen Einweisung durch Vereinsflieger startete er majestätisch in den Himmel – natürlich unter den neugierigen Blicken von Kindern und Erwachsenen, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten.

„Hohoho – Thermik statt Rentier“
Schon beim Start sorgte der Nikolaus für gute Laune, winkte fröhlich in die Kameras und ließ sich vom Wind tragen. „Das ist ja fast wie fliegen mit Rudolf – nur etwas leiser“, kommentierte er augenzwinkernd nach der Landung. Auch die Kinder vor Ort waren begeistert, als der Nikolaus ihnen anschließend kleine Überraschungen aus seinem prall gefüllten Sack überreichte.

Ein Highlight auf Social Media
Das Ereignis wurde nicht nur von zahlreichen Fotografen festgehalten, sondern auch in einem kurzen Video festgehalten das inzwischen auf den Social-Media-Kanälen unter @pidi.fly viral geht. Auf Instagram und tiktok sorgt der Clip für Schmunzeln und zeigt, dass der Nikolaus sich auch abseits der Wolken sehr bodenständig gibt.

Weihnachtsstimmung mal anders
„Es ist schön zu sehen, wie unsere Mitglieder und Gäste gemeinsam so viel Spaß hatten. Der Nikolaus im Segelflugzeug war wirklich etwas Besonderes“, so der Vorsitzende des Fliegerclub Condor e.V. Antersberg der das Event als vollen Erfolg verbucht. „Vielleicht kommt er ja nächstes Jahr wieder – dann vielleicht mit einer Kunstflugvorführung?“ Eines steht jedenfalls fest: In Antersberg wird noch lange über den fliegenden Nikolaus gesprochen werden. Und wer weiß – vielleicht hat er sogar schon überlegt, das Segelflugzeug in seine offizielle Weihnachtsausrüstung aufzunehmen.

Wer es dem Nikolaus nachmachen möchte: Gastfluggutscheine zum Mitflug im Doppelsitzer und Schnuppergutscheine für die kommende Segelflugsaison gibt es unter: schatzmeister@fc-condor.de

Erfolgreicher Saisonbeginn für Antersberger Segelflieger

Der auf dem Segelfluggelände Antersberg beheimatete FC Condor startet mit mehreren Neuerungen in die neue Saison. Die weitere Modernisierung des Flugzeugparks, erfolgreiche Segelflüge über 600 km und viele neue Mitglieder sind die Highlights der neuen Flugsaison. Durch die vor etwas über einem Jahr von der neuen Vorstandschaft begonnene Modernisierung, durch fliegerische Erfolge im Streckensegelflug und der Segelflugausbildung entwickelt sich der Verein erfreulich weiter. Besonders wichtig ist die erstmals seit der Pandemie steigende Mitgliederzahl.

Als wichtigen Schritt zur Modernisierung des Flugzeugparks erwarb der Fliegerclub Condor e.V. kürzlich eine gebrauchte LS4, ein vielseitig einsetzbares Segelflugzeug, das unsere fast 50 Jahre alte, aber bewährte LS3 ersetzt. Die LS4 ist eines der am meisten gebauten Segelflugzeuge und bekannt für ihre exzellenten Flugeigenschaften und ihre Zuverlässigkeit. Sie bietet ein breites Einsatzspektrum, das von der Schulung neuer Piloten bis hin zum Leistungssegelflug reicht. „Die Anschaffung der LS4 ist ein bedeutender Fortschritt für unseren Verein. Sie bietet nicht nur modernere Technik, bessere Flugleistungen, sondern auch sehr harmonische Flugeigenschaften. Sie ist ideal für Anfänger, die ihre ersten Flugstunden absolvieren, ebenso wie für erfahrene Piloten, die lange Streckenflüge meistern möchten“, erklärt der 1. Vorsitzende Florian Seidl.

Ein Höhepunkt dieses Frühjahrs war der erste Soloflug unseres Flugschülers. Nach intensiver Vorbereitung und knapp 50 Starts mit den ehrenamtlichen Fluglehrern absolvierte er erfolgreich seine ersten Alleinflüge in unserem Schulungsflugzeug ASK 21. „Der erste Alleinflug war ein sehr besonderes Erlebnis für mich. Es war ein unvergesslicher Moment, als ich nach meiner Landung die Cockpithaube öffnete und mir die Piloten des Vereins zu meinem ersten Alleinflug gratulierten. Dank der Unterstützung und der fundierten Ausbildung, die ich hier beim Fliegerclub Condor erhalten habe, bestand ich meine Feuertaufe ohne Probleme“, berichtete er freudestrahlend nach seinem Erstflug.

Auch im Streckenflug feierten die Piloten des Fliegerclubs Condor Streckenflüge mit Distanzen bis 600 km. Die Routen führten sie unter anderem zum Oberalp-Pass, durch das Donautal und entlang der östlichen Alpen. Diese Flüge zeugen von der hohen fliegerischen Kompetenz der Vereinsmitglieder und der Leistungsfähigkeit der Flugzeuge. „Unsere Piloten haben in diesem Frühjahr bereits tolle Flüge gezeigt. Die Streckenflüge sind nicht nur ein Beweis für ihre Fähigkeiten, sondern auch für den Teamgeist und die Begeisterung, die in unserem Verein herrschen“, so Florian Seidl weiter.

Besonders erfreulich ist, dass der Fliegerclub Condor erstmals seit der Pandemie wieder mehr Mitglieder hat. Neben etlichen neue Flugschülern haben sich dem Verein auch einige erfahrene Piloten angeschlossen, was auf das gestiegene Interesse am Segelflugsport, die hervorragende Vereinsarbeit und die gute Infrastruktur, die bei gutem Segelflugwetter auch Flugbetrieb unter der Woche fördert, zurückzuführen ist. „Es ist großartig zu sehen, dass unser Verein wieder wächst. Die neuen Mitglieder bringen frischen Wind und neue Perspektiven mit, was uns als Gemeinschaft stärkt und bereichert“, betont Seidl. Der Fliegerclub Condor e.V. in Antersberg kann zuversichtlich auf die kommende Saison und die vielen weiteren Herausforderungen und Erlebnisse blicken. Quelle: ‚Thomas Bauer, FC Condor Antersberg e.V.‚.

Saisonbeginn bei den Antersberger Segelfliegern

Wer in den vergangenen Tagen mit wachem Auge in oder um Antersberg spaziert ist, dem wird es bereits aufgefallen sein: Die Vögel teilen sich den Frühlingshimmel wieder mit den Antersberger Segelfliegern. Nachdem in den langen Winterwochen der vergangenen Monate das Fluggerät wieder fit für den Sommer gemacht, das Bodengerät gewartet und das Theoriewissen der Piloten aufgefrischt wurde, ist der Fliegerclub Condor e.V. Antersberg in die Flugsaison 2023 gestartet.

Der Saisonbeginn 2023 steht dabei ganz im Zeichen der Modernisierung. Der Fliegerclub Condor e.V. hat in ein hochmodernes Ultraleichtflugzeug vom Typ Breezer 600 investiert. Zum ersten Mal kommt das neue Fluggerät in dieser Saison zum Einsatz und wird dabei vor allem für das sehr leise und sparsame Hochschleppen von Segelflugzeugen verwendet. Der Vorsitzende Thomas Heinrich ist begeistert: „Der neue Flieger ist ein Riesen-Fortschritt für den Verein. Die Breezer besticht nicht nur durch große Effizienz, geringen Verbrauch und damit einen umweltfreundlichen Flugbetrieb – sie ist auch deutlich leiser als die bisher zum Einsatz gekommenen Schleppmaschinen.“ Damit kann im Idealfall ein einsitziges Segelflugzeug in knapp vier Minuten auf 400 Meter Höhe gezogen werden, bei einem Kraftstoffverbrauch von ca. drei Litern; etwa der Hälfte des Kraftstoffbedarfs herkömmlicher Motorflugzeuge.

Der Segelflugzeug-Schlepp ist insbesondere für sportliche Leistungsflüge eine wichtige Voraussetzung. Hierbei kann das Segelflugzeug zielgerecht an den optimalen Startpunkt für lange Streckenflüge geschleppt werden. Meist führen die Schlepps in den Bereich um den Wendelstein, der nach nur knapp 15 min Schlepp erreicht ist. In den Bergen werden die Aufwinde deutlich früher ausgelöst, so dass durch den Bergschlepp bereits sehr früh mit dem Streckensegelflug begonnen werden kann. Unsere Cracks fliegen nach dem Schlepp mehrere hundert Kilometer durch die Alpen oder über das Alpenvorland.

Für die Ausbildung und den normalen Flugbetrieb ist nach wie vor unsere Winde die kostengünstige und effektivste Startart, um in die Luft zu kommen. Bei entsprechendem Gegenwind werden an den 1200 m langen Windenseilen Höhen bis über 450 m erreicht. Durch geschickte Ausnutzung der Aufwinde sind stundenlange Flüge keine Seltenheit. Beim Windenstart werden die Segelflugzeuge ähnlich einem Drachen auf Höhe gebracht.

Ab sofort treffen sich die Mitglieder der Antersberger Segelflieger bei gutem Wetter wieder an jedem Samstag und Sonntag zum gemeinsamen Flugbetrieb auf dem Flugplatz. Die ambitioniertesten Leistungspilotinnen und -piloten nutzten die schönen Frühlingstage bereits zum „Warmfliegen“, um bei ersten guten Wetterlagen weite Strecken zu fliegen und wieder vordere Plätze in der Deutschen Online-Streckenwertung zu erreichen. Alle Flüge unserer Piloten für die Deutsche Streckenflug-Meisterschaft sind aktuell auf unserer Webseite zu verfolgen. Interessierte sind an regenfreien Wochenenden und Feiertagen herzlich willkommen, um sich selbst ein Bild von den Vereinsaktivitäten zu machen.

Was sich nicht verändert hat: Auch im Jahr 2023 legen die Antersberger Segelflieger wieder großen Fokus auf die Nachwuchsarbeit und bieten Interessierten jeden Alters einen Schnupperkurs  an, bei dem für 110 Euro zehn Starts an der Winde mit einem erfahrenen Fluglehrer in die Luft durchgeführt werden. Da die Segelflugausbildung bereits ab 14 Jahren möglich, sind auch Jugendliche herzlich eingeladen.
Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit gegen einen Unkostenbeitrag von 30.-€ an einmal in einem Segelflugzeug das „echte Fliegen“ zu erleben.

(Thomas Bauer, Pressereferent FC Condor e.V. Antersberg)