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Kurztrip ans Meer

Was mittlerweile fast schon Tradition ist, wurde auch in diesem Jahr fortgesetzt: Einige Mitglieder der Aka-Flieg Graz machten sich erneut auf zu einem gemeinsamen Kurztrip ins Ausland. Das Ziel 2026: Medulin an der kroatischen Adriaküste.

Autor: Florian Posch

Mit dabei war ein sechsköpfiges Team, verteilt auf drei Flugzeuge. Von Graz starteten Christoph mit seiner „Frosch“ sowie Gernot und Tom in einer WT9. Aus Wiener Neustadt hoben Manuel, Lukas und Florian mit einer Diamond DA40 Richtung Süden ab.

Manuel & Lukas beim Check

Bereits frühmorgens begann für die DA40-Crew die Reise mit der Anfahrt nach Wiener Neustadt, wo Manuel das passende Flugzeug organisiert hatte – ideal für den komfortablen Drei-Personen-Trip. Als Pilot in Command fungierte Manuel, trotz seiner erst 27 Jahre bereits ein erfahrener Aviatiker.

Nach Checklisten, Flugplanaufgabe und letzten Vorbereitungen hob die Maschine gegen 9.30 Uhr ab. Der Flug selbst verlief ausgesprochen ruhig: Kaum Thermik, kaum Turbulenzen – perfekte Bedingungen für einen entspannten Reiseflug in 7’500 bis 8’500 Fuß, größtenteils oberhalb der Wolken.

Crew der DA-40

Nach rund zwei Stunden erfolgte die Landung auf der Graspiste von Airport Medulin – butterweich, wie die Crew berichtet. Der bestens organisierte Flugplatz lieferte alle nötigen Informationen für einen unkomplizierten Aufenthalt.

AKA-Flieger beim Erkunden neuer Fortbewegungsmittel

Anschliessend ging es per Uber direkt nach Medulin. Ein Mittagessen an der Promenade, die spontane Organisation einer Unterkunft und der erste Sprung ins noch frische Meer machten schnell klar: Dieser Kurztrip stand ganz im Zeichen des Genusses. Gute Gesellschaft, traumhaftes Wetter, hervorragendes Essen – und natürlich die Fliegerei – machten den Ausflug einmal mehr zu etwas Besonderem.

Pula von oben

Wegen einer ungünstigen Wetterprognose fiel die Entscheidung, bereits am nächsten Morgen früh die Heimreise anzutreten. Auch der Rückflug verlief reibungslos. Ein besonderes Highlight bot sich der Crew beim Überflug der Küste rund um Pula und Rovinj – Adriapanorama inklusive.

Rovinj von oben

Gegen Mittag setzte die DA40 wieder sicher in Wiener Neustadt East Airport auf. Das Fazit der Crew fällt eindeutig aus: ein kurzer, aber rundum gelungener Flug ans Meer – und ganz sicher nicht der letzte seiner Art.

Hoffen, dass alles da ist

Ende Oktober 2025 treffen die beiden Container der AKAFLIEG GRAZ planmäßig in Pokweni ein. Als Renate, Nolde und ich Anfang November unser viertes Fluglager beginnen, heißt es zunächst: warten – durchaus segelfliegertypisch.

Autor: Georg Kirchner

Ein kräftiger Regen hatte die Kalahari zuvor ordentlich durchgespült, die Flugplatz-Pfanne stand unter Wasser. Nolde nutzte die Gelegenheit zum improvisierten „Watt-Wandern“. Ist die Lehmpfanne überflutet, ist sie als Start- und Landefläche unbrauchbar – also heißt es für die Mannschaft: Flugzeuge zur Piste verlegen. Dort sind Starts und Landungen problemlos möglich, aber der zusätzliche Aufwand ist beträchtlich.

Dann endlich: Das Wasser zieht ab, die Pfanne trocknet – und präsentiert sich wieder als idealer Naturflugplatz. Passend dazu beginnt auch die Thermik wieder zu „brüllen“.

Bei der Startaufstellung stellen wir fest: wieder einmal etwas spät dran. Die Cumuli locken, stehen jedoch noch tief – 900 Meter GND sind nicht gerade komfortabel.


Sunrise über der Kalahari

Nach einem langen Flugtag – und einem ebenso langen Abendessen – entsteht die entscheidende Idee: Renate ist noch nie im Arcus geflogen und noch nie in Pokweni mitgestiegen. Das muss sich ändern. Sandra und Axel beschließen kurzerhand einen Sunrise-Flug. Die Copiloten Fabio (letzter Flugtag) und Benni (erster Flugtag) sind sofort dabei.

Befehl: 05:00 Uhr aufstehen, 05:30 Uhr startklar. Als wir tatsächlich zur Morgendämmerung am Platz eintreffen, steht der Arcus bereits startbereit auf der Bahn.

Der Start gelingt gerade noch rechtzeitig, um bei Sonnenaufgang in 1’000 Meter GND den Motor abzustellen. Das lautlose Gleiten im ersten Licht über der Kalahari ist für uns beide ein besonderer Moment. Fast hätte uns ein einzelner Springbock mitten auf der Pfanne die Landung vereitelt – doch auch diese Episode endet souverän.

Renate meistert ihren Sunrise-Flug mit Bravour. Mit etwas Training steht einem gemeinsamen 1’000-Kilometer-Flug künftig nichts im Wege.


Fazit: Sieben Wochen Fliegerurlaub vom Feinsten – Pokweni/Namibia

  • Rund 4’000 Kilometer Autofahrt (2× Hodenhagen retour à 1’000 km)
  • 30 Starts, etwa 200 Flugstunden und rund 20’000 Kilometer in der Luft
  • Strecken bis über 1’100 Kilometer
  • Stundenschnitte von über 190 km/h – darunter 240 Kilometer ohne einen einzigen Kreis
  • Flughöhen von mehr als 5’000 Metern
  • Und nicht zuletzt: beste Betreuung auf der Farm von Annalie und Jos
Der Vulkan Brukkaros, etwa 270 km südlich von Pokweni; wir erreichten ihn etwas tiefer als geplant.

Pokweni bleibt damit einmal mehr ein Ort, an dem Aufwand und fliegerischer Ertrag in einem außergewöhnlichen Verhältnis stehen.

-> 1.Teil – Vorbereitung

-> Vollständiger Bericht

Auf nach Namibia!

Die Akaflieg Graz machte sich Ende August mit einem Arcus M auf die Reise nach Pokweni in Namibia. Sie berichtet hier über die erste Etappe.

Nach den drei Akaflieg-Fluglagern 2025 (Nötsch, Dobersberg und Szatymaz) haben die Vorbereitungen für das vierte AKAFLIEG-Fluglager in Pokweni begonnen. Bereits am 30. August 2025 begann der Arcus M seine Anreise nach Hodenhagen zum Einpacken in den Container. Auf der ersten Station, dem Flugplatz Deggendorf, trafen wir am frühen Morgen auf ein interessantes Blech-UL. Eine ZENAIR STOL CH801: Mit starren Vorflügeln fliegt sie laut stolzem Besitzer noch bei 50 km/h.

Unsere zweite Station war der Flugplatz Büchig bei Ostheim (wo Walter Binder seine grandiosen EB-Flugzeuge baut: Mit 28 m Spannweite und einer Gleitzahl von etwa 66). Walters Nachfolger, sein Neffe Oliver Binder, hatte dort unseren Arcus M Namibia-tauglich vorbereitet.

Letzte Station auf unserem Straßen-1000er war Hodenhagen, wo wir einen Tag lang sechs Flugzeuge samt Zubehör in einem Container verstauten: Nebst guter Planung dank Axel Nuss war das vor allem harte Arbeit: Die Flächen und Rümpfe werden ja jedes Jahr immer schwerer.