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Akaflieg Karlsruhe: Fortschritte bei AK-X und AK-11

Bei der Akaflieg Karlsruhe wurden in den vergangenen Wochen wichtige Meilensteine bei den Projekten AK-X und AK-11 erreicht.

Für die AK-X konnten die neu konstruierten Seitenruder fertiggestellt werden. Diese fielen mit 1,2 Kilogramm inklusive Massenausgleich leichter aus als ursprünglich berechnet, wodurch sich die mögliche Zuladung des Segelflugzeugs um rund zehn Kilogramm erhöht. Zudem wurde das Hauptfahrwerk vermessen und präzise eingestellt, um optimale Geradeauslaufeigenschaften sicherzustellen.

Auch bei den Belastungs- und Festigkeitsnachweisen gab es deutliche Fortschritte. Zahlreiche Bauteilversuche, unter anderem an Steuerungskomponenten, Batteriebefestigungen und Linearlagern im Flügel, wurden erfolgreich abgeschlossen und vom Luftfahrt-Bundesamt akzeptiert. Als nächste Schritte stehen noch Fahrwerks- und Steuerungsbelastungsversuche an.

Beim Nachfolgeprojekt AK-11 schreitet der Bau des Windkanalmodells planmäßig voran. Die Schalen von Leitwerk und Ruder sind gefertigt und vorbereitet, die Einbauteile weitgehend abgeschlossen. Bereits Anfang Juni soll das Modell im Laminarwindkanal der Universität Stuttgart vermessen werden.

Neben der technischen Entwicklung engagiert sich die Akaflieg Karlsruhe weiterhin intensiv in der Nachwuchsförderung. Gemeinsam mit der Ehrhart-Schott-Schule Schwetzingen wurde ein erfolgreiches Schülerprojekt zum Faserverbundbau durchgeführt. Auch beim Girls’ Day am KIT begeisterten die Studierenden junge Teilnehmerinnen mit einem Workshop zu Aerodynamik und Segelflugzeugbau. Darüber hinaus präsentierte die Akaflieg auf der AERO Friedrichshafen den Demonstrator der AK-11 einem breiten Fachpublikum.

EUR 300’000 für AK-11-Projekt

Die Akaflieg Karlsruhe freut sich über die Bewilligung einer Förderung in Höhe von knapp € 300.000 durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg im Rahmen der Luft- und Raumfahrtstrategie des Landes. Mit diesem Programm werden studentische Gruppen unterstützt, die durch innovative Projekte zur Weiterentwicklung der Luft- und Raumfahrt beitragen und junge Talente für das Fachgebiet begeistern.

Gefördert wird das neueste Forschungsprojekt der Akaflieg Karlsruhe, die AK-11 mit verstellbarer Vorderkantenklappe, nach einem Patent von Johannes Achleitner (www.achleitner.aero), einem Alumnus der Akaflieg München. Dieses Segelflugzeug-Konzept setzt auf eine adaptive Flügeltechnologie, die aerodynamische Eigenschaften optimiert und so die Leistung verbessert. Im Rahmen der Förderung soll zunächst ein Demonstrator entwickelt und im Windkanal getestet werden. Anschließend soll zur Verifizierung der Strukturrechnungen ein Bruchflügel gebaut und zerbrochen werden. Dabei kommen modernste Fertigungsmethoden zum Einsatz, ergänzt durch umfassende Windkanal- und Strukturtests.

Die Firma Achleitner Aerospace unterstützt die Akaflieg bei der Entwicklung der Vorderkanten-Klappe mit Ihrer Erfahrung in diesem neuen Konzept. Hierfür ist die Akaflieg sehr dankbar. Dank der Förderung kann die Akaflieg Karlsruhe ihre Forschung weiter vorantreiben und gleichzeitig Studierende für die Luftfahrttechnik begeistern.