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Höchstgelegene Airshow der Schweiz

Seien Sie an der ersten Airshow auf dem Hohen Kasten dabei! Am Freitag, 27. Mai und Samstag, 28. Mai 2022 wird Ihnen zum ersten Mal eine grandiose Airshow auf dem Hohen Kasten geboten. In unmittelbarer Nähe erleben Sie, bequem vom Gipfel aus, nostalgische und moderne Flugzeuge vom Fliegermuseum Altenrhein. Die atemberaubende Aussicht gibt es gratis dazu. Verschiebedatum bei Schlechtwetter: Sonntag, 29. Mai 2022. Am Freitag und Samstag gibt es jeweils ein Vormittags- und ein Nachmittags-Programm. Die Airshow wird auf der Rheintaler Seite des Gipfels stattfinden.

Durchführungsort
Die Airshow kann am besten auf dem Hohen Kasten bestaunt werden. Da der Event auf der Rheintaler Seite des Gipfels stattfindet, können Sie die Flieger auf unserem Europa-Rundweg aus nächster Nähe geniessen. Am einfachsten erreichen Sie den Gipfel mit der Seilbahn. Fahren Sie bequem innerhalb von acht Minuten von Brülisau auf den Hohen Kasten und geniessen Sie zuerst die grenzenlose Aussicht, die sich Ihnen erstreckt. Parkplätze sind in Brülisau vorhanden. Quelle: ‘Airshow Hoher Kasten‘.

Patrouille Suisse und Drohne kommen sich nahe

Im Rahmen des Trainings für die Flugshow in Mollis hat die Patrouille Suisse auf der Höhe Fronalpstock auf ca. 9000 ft von Nord nach Süd eine Drohne (Typ Quadrokopter) unterflogen. Die Meldung über eine Sichtung kam zuerst von #6 und wurde von #4 bestätigt. Dem Leader ist die Drohne nicht aufgefallen, da er sich bereits auf die Flugwegeinteilung zur Achse beschäftigte.

Gemäss Aussagen der beiden Patrouille-Suisse-Piloten unterflog der Verband die Drohne mit einem Abstand von rund 10 m. Mit der Onboard-Kamera von #5 konnte die Sichtung im Debriefing bestätigt werden (siehe Bild). Das Training wurde anschliessend in einer anderen Flugregion normal durchgeführt.

Weitere Informationen sowie Empfehlungen des BAZL können unter diesem “SAND” (Safety Awareness Notification) nachgelesen werden.

Action am Stanserhorn

Es gibt derzeit keine Airshow in der Schweiz? Von wegen! Wer diese Flugzeugparade erleben wollte, musste Ende Juli allerdings hoch hinaus – aufs 1900 Meter hohe Stanserhorn

Von Jürgen Schelling

Was für ein Erlebnis: In 6000 Fuß Höhe herrliche Oldtimer extrem nah vorbeifliegen zu sehen – ein Traum. Die Bergstation auf dem Stanserhorn in der Zentralschweiz bot am 25. Juli eine extrem ungewöhnliche Location für eine Luftfahrtveranstaltung.

Das Spektakuläre an der Air-Parade: Normalerweise müssen Flugzeuge einen Abstand von mindestens 500 Fuss zum Boden haben. Am steil abfallenden Stanserhorn ist das aber überhaupt kein Problem. Deshalb konnten die Maschinen hier auf Augenhöhe mit den Zuschauern direkt an der Aussichtsterrasse vorbeifliegen. Kunstflug war allerdings tabu, lediglich Vorbeiflüge waren erlaubt.

Mehrere hundert Zuschauer auf dem Gipfel bewunderten die Parade der insgesamt 14 Klassiker im Sechsminutentakt. Als eine der kräftigsten Maschinen kam gleich zu Beginn der weltweit grösste Doppeldecker Antonov An-2 angeflogen. Gleich zwei verschiedene An-2 von den Startflugplätzen Birrfeld und Grenchen brummten am Stanserhorn auf Augenhöhe mit den Zuschauern vorbei.

Mehrere Bücker Jungmann und ein Jungmeister folgten, dazu zwei Piper Cub, eine davon auf Floats, Yak-52, AT-16 und ein Stinson L-5 von 1943, der einst sogar noch im Kriegseinsatz im Pazifikraum als Aufklärer diente.

Aus eidgenössischer Produktion und quasi als Heimspiel schaute die Crew eines privaten Pilatus P-2 vorbei. Der Tiefdecker mit Tandemcockpit hatte im April 1945 seinen Erstflug und wurde am unterhalb des Stanserhorns gelegenen Flugplatz Buochs gebaut. Mehr als 30 Jahre flog der P-2 in der Schweizer Luftwaffe.

Ein extrem seltener Klassiker war auch der U4M Pelikan aus den 1960er Jahren. Der vierplätzige Holz-Tiefdecker wurde einst in Kleinstserie von nur vier Stück von der Firma Walter Uetz Flugzeugbau in Speck-Fehraltorf hergestellt. Er ist aufwändig restauriert und heute als einer von zwei Überlebenden wohl im Besser-wie-neu-Zustand.

Eine DeHavilland Gypsy Moth benötigte einige Zeit, um auf fast 6000 Fuß zu klettern. Denn der Reihenmotor des Zweisitzers von 1931 hat lediglich 85 PS. Die Gypsy Moth war die älteste Maschine der Air-Parade.

Zwei angekündigte Flugzeuge konnten leider nicht teilnehmen: Eine Schweizer Beech 18 aus dem Jura konnte wegen Wetterproblemen nicht anreisen, eine ebenfalls zweimotorige DeHavilland Dove aus Deutschland musste in Buochs wegen Magnetproblemen an einem Motor die Teilnahme aus technischen Gründen kurzfristig absagen.

Das grösste Flugzeug kam als vermeintlicher Abschluss der Air-Parade, eine legendäre Douglas DC-3. Die 1943 gebaute Twin mit Standort Grenchen kann bis zu 16 Passagiere befördern. Die DC-3 begeisterte durch ihre hochglanzpolierte Aussenhaut im Swissair-Look und rassige Vorbeiflüge.

Dann gab es sogar noch einen Überraschungsgast zum Ende der Airparade, und was für einer: Eigens aus Salzburg kam der Chefpilot der Flying Bulls, Raimund Riedmann, in der Lockheed P-38 Lightning vorbeigerauscht. Der Jäger war und ist mit bis zu 410 Knoten eines der schnellsten Propellerflugzeuge. Mit drei rasanten Überflügen – gefühlt eher flotter als die hier im unteren Luftraum erlaubten 250 Knoten – setzte die extrem seltene Twin einen krönenden Schlusspunkt dieser aussergewöhnlichen Flugschau, der vermutlich Einzigen der Schweiz in diesem Jahr.