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Umfrage für Safety-Kampagne im Luftraum „Echo“

Der Luftraum Echo ist ein kontrollierter Luftraum und wird für VFR- und IFR-Flüge genutzt. In der Vergangenheit ist es zwischen IFR und VFR-Verkehr wiederholt zu Annäherungen (Airprox) gekommen, die auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sind. Diverse Sicherheits-Empfehlungen haben die zu verbessernden Faktoren aufgegriffen, welche Pilotinnen und Piloten von Segel- und Motorflugzeugen, aber auch Cockpitcrews von bspw. Business-Jets adressieren.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt lanciert deshalb zur oben beschriebenen Problematik die Sensibilisierungskampagne «Luftraum Echo (E)». Sie verfolgt folgende Ziele:

  • Pilot-/innen des Sicht- und Instrumentenflugs sollen für die Risiken im Luftraum Echo sensibilisiert werden.
  • Pilot-/innen des Sicht- und Instrumentenflugs müssen die Regeln sowie die Methoden und technischen Hilfsmittel zur Kollisionsverhinderung im Luftraum Echo kennen.
  • Die Anzahl Annäherungen zwischen IFR und VFR-Verkehr im Luftraum Echo soll reduziert werden.

Online-Umfrage für IFR-Pilot und VFR-Pilot/-innen bis 16. März 2025

Jetzt ist Ihr Input gefragt: In einer ersten Phase der Kampagne ist das Ziel, mittels Online-Umfrage (in Englisch) wichtige Erkenntnisse über die (Situational) Awareness von Piloten zu gewinnen. Welche Kenntnisse haben Sie über den Luftraum E und wie bereiten Sie sich auf Flüge in diesem Luftraum vor. Die Umfrage umfasst 20 Fragen und benötigt 5-10 Minuten Zeit. Sie dauert bis 16. März 2025 und kann mit einem Klick abgerufen werden.

Helfen Sie mit, die Sicherheit im Luftraum Echo zu verbessern. Vielen Dank für Ihre Teilnahme an der Umfrage. Quelle: ‚staysafe.aero‚.



Annäherung mit Tornado

Ereignis, Flugverlauf
Die SR 22 durchflog die TRA in südöstlicher Richtung in FL 100. Die beiden PA-200 nutzten die TRA für Luftkampfübungen zwischen FL 100 und FL 240. Dabei kam es zu einer Annäherung zwischen einer der beiden PA-200 und der SR 22. Der geringste ermittelte Abstand betrug etwa 0,4 NM horizontal und 200 ft vertikal.

Schlussfolgerungen

Die Störung ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

  • Die beteiligten Besatzungen erkannten die sich anbahnende Kollisionsgefahr zu spät, um die gefährliche Annäherung rechtzeitig verhindern zu können
  • Die PA-200 unterschritt die festgelegte Mindesthöhe
  • Das zuständige CRC-Personal reagierte zu spät und unzureichend auf die sich entwickelnde Konfliktsituation

Beitragende Faktoren

  • Freigabe von Fremdverkehr durch einen militärisch genutzten Übungsluftraum durch das CRC, ohne vorherige Koordination mit den militärischen Nutzern
  • Unzureichende Separierung zwischen militärischem Übungsverkehr und Fremdverkehr
  • Einflussnahme auf die Entscheidungsfindung durch nicht autorisiertes Personal

Quelle / vollständiger Bericht: ‚BFU‚.