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AirNavigationRace LOAU in Stockerau

Bericht: Lukasz Galusinski

Am letzten Sommer-Samstag verwandelte sich der Flugplatz Stockerau in das Zentrum präziser Luftnavigation: Beim AirNavigationRace 2025 ging es zwar nach abenteuerlich klingendem Namen zu, tatsächlich aber standen Ruhe, Genauigkeit und Können im Vordergrund.

Geflogen wurde mit kleinen 2- bis 4-sitzigen Flugzeugen, im sogenannten „Langsam-Flug-Modus“. Dabei geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um präzises Navigieren und punktgenaue Landungen. Die meist ohnehin leisen Flugzeuge wirkten durch den Modus noch geräuschärmer.

Präzision über Geschwindigkeit

Die Aufgabe: Nach einer festgelegten Startzeit heben die Teams ab und fliegen zu einem Korridor, der auf der Karte eingezeichnet ist – und gerade einmal 0,5 nautische Meilen breit. Der Startpunkt muss sekundengenau überflogen werden. Jede Abweichung innerhalb des Korridors wird über einen Flug-Logger erfasst – GPS-Manöver oder Kreisen sind nicht erlaubt.

Nach rund 20 Minuten Korridorflug folgt der „final point“, der ebenfalls zeitlich exakt erreicht werden muss. Jede Sekunde Abweichung oder das Verlassen des Korridors bedeutet 3 Fehlerpunkte – schnell sammeln sich da etliche Punkte an.

Zurück am Flugplatz wartet die letzte Herausforderung: eine Ziellandung auf einem nur 10 Meter langen markierten Bereich. Auch hier zählen Abweichungen zu den Fehlerpunkten.

Teilnehmer und Rahmenprogramm

Von den acht gemeldeten Teams (jeweils zwei Personen) reiste eines sogar aus Salzburg an. Zwei Teams mussten leider kurzfristig absagen.

Bei sonnigem Wetter wurden zwei Durchgänge geflogen, während sich Piloten, Helfer und Gäste an einer Grillstation, hausgemachtem indischen Curry, Kaffee und Kuchen stärken konnten. Besucher konnten das Geschehen auf dem Bildschirm über den Live-Tracker mitverfolgen. Einzig der starke Wind stellte die Teams, besonders bei den Landungen, vor zusätzliche Herausforderungen.

Sieger und Wertungen

Am Ende konnten alle Teams ihre Fähigkeiten und Präzision unter Beweis stellen. Nach kurzer Auswertung standen die Sieger fest:

Gesamtwertung:Lande-Wertung:
1. Kronberger/Hörnig
2. Brandstetter/Müller
3. Gröbl/Hofer
1. Gross/Bauer
2. Gröbl/Hofer
3. Kronberger/Hörnig
Nieder-Österreichische
Landeswertung:
FSV-2000 Vereinsmeisterschaft / ASKÖ-Meisterschaft:
1. Gröbl/Hofer
2. Jandl/Kacirek
3. Gross/Bauer
1. Kronberger/Hörnig
2. Gröbl/Hofer
3. Gröbl/Hofer

Die jeweils ersten Drei erhielten Medaillen sowie eigens von Mühlenbau Binder/Stmk gesponserte Pokale. Doch gewonnen haben letztlich alle: Die Veranstaltung des Flugsportvereins Stockerau bot wertvolle Erfahrung, Austausch unter Gleichgesinnten und jede Menge Freude am Fliegen.

Air Navigation Race 2024 in Österreich

Am 10. August 2024 fand das erste österreichische Air Navigation Race (ANR) Wettkampf am Flugplatz Völtendorf (LOAD) statt. Es lockte fünf Crews an, darunter ein Team aus Deutschland, eine Crew vom Sportclub Austrian Airlines (SK AUA) sowie die österreichischen Repräsentanten bei der diesjährigen ANR-Weltmeisterschaft.

Die Organisation des Events lag in den erfahrenen Händen von Michael Riedel und Manfred Kunschitz, die mit Unterstützung von Walter Ochsenhofer und Lukasz Galusinski einen reibungslosen Ablauf sicherstellten.

Air Navigation Race (ANR) – Was ist das?

Das Air Navigation Race (ANR) ist eine relativ neue Wettkampfform, die Präzision und fliegerisches Können erfordert. Jede Crew muss dabei vorgegebene Kurse so genau wie möglich abfliegen und dabei die Streckenführung als auch die Startpunkt und Zielpunkt Überflugzeiten einhalten. Der Wettkampf endet mit einer Ziellandung, bei der Genauigkeit gefragt ist. Das Besondere an ANR ist die niedrige Einstiegsschwelle, da keine spezifischen Kenntnisse oder Equipment notwendig sind. Daher ist diese Art von Wettkampf für Einsteiger bestens geeignet.

Teilnehmer

Der Wettkampf brachte einige der besten Crews aus Österreich und Deutschland zusammen. Darunter das Team des Sportclubs Austrian Airlines (SK AUA) mit Dworschak und Diemt sowie das deutsche Team Grubek. Auch die amtierende österreichische Staatsmeisterin im Präzisionsflug, Conny Marsch, trat mit Wolfgang Schneckenreiter an. Beide Teams bereiten sich auf die ANR-Weltmeisterschaft vor, was den Wettkampf besonders spannend machte.

Der Wettkampf

Jede Crew musste vier vorgegebene Kurse fliegen und danach eine Ziellandung absolvieren. Präzision war dabei entscheidend, da Abweichungen vom Kurs oder ungenaue Landungen zu Strafpunkten führten.Der Wettkampf war von spannenden Duellen geprägt, besonders zwischen dem Team Marsch/Schneckenreiter und dem Team Grubek. Beide lieferten in der ersten Runde ihre besten Leistungen ab. In der letzten Runde konnte sich Conny Marsch mit nur 68 Fehlerpunkten den Sieg sichern.
Nach einem intensiven Wettkampf standen die Platzierungen fest. Das Team Marsch/Schneckenreiter sicherte sich den ersten Platz. Dicht dahinter folgte das Team Grubek auf Platz zwei. Der dritte Platz ging an das Team Überacker/Dangl, das sich in der dritten Runde entscheidend durchsetzen konnte.

Das erste österreichische Air Navigation Race war ein großer Erfolg. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, dem Aero Club, dem LOAD-Team und allen Unterstützern vor Ort. Ein besonderer Dank geht an das Team Grubek, das extra aus Deutschland angereist ist, um an diesem spannenden Event teilzunehmen. Quelle:‘oe-galu.at