Die Oberengadiner Stimmbevölkerung hat dem Ersatzneubau des Regionalflughafens Samedan zugestimmt. Mit 54,36 Prozent Ja-Stimmen bewilligten die Stimmberechtigten einen Kredit von 38 Millionen Franken sowie Haftungsverpflichtungen von 20 Millionen Franken. Die Stimmbeteiligung lag bei 45,64 Prozent. Obwohl sechs der elf Gemeinden – darunter auch Samedan – das Projekt ablehnten, zählt das regionale Gesamtergebnis. Zugestimmt haben Celerina, Madulain, Sils, Silvaplana und St. Moritz.
Das Vorhaben sieht die Erneuerung der Infrastruktur bis 2031 vor, darunter neue Betriebszentren mit Hangar, die Sanierung der Vorfeldflächen, einen modernen Tower sowie einen Sicherheitszaun. Insgesamt kostet das Projekt 68,5 Millionen Franken, finanziert durch die Gemeinden, Bund, Kanton und Bankdarlehen. Die Rega (Schweizerische Rettungsflugwacht) erstellt parallel eine neue Basis auf eigene Kosten.
In einer zweiten Abstimmung hoben die Stimmberechtigten mit 74 Prozent Ja eine frühere Vorlage von 2017 auf. Diese war wegen Kostenüberschreitungen und mangelnder Transparenz stark umstritten. Mit dem Entscheid wird ein wichtiges Signal für Wirtschaft und Sicherheitsversorgung gesetzt.
Frühere Berichte über den Flugplatz Samedan in den flieger.news:
- Missmanagement und Filz
- Regionalflugplatz Samedan wird modernisiert
- Samedan: Konkrete Ausbaupläne
- St. Moritz stimmt noch nicht über Zusatzbeitrag zu Regionalflughafen ab
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