Pilatus hat für den PC-12 PRO die Zertifizierung des Systems Safety Autoland durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) und die US-Luftfahrtbehörde FAA erhalten. Das System ist Teil des neuen Cockpits auf Basis des Garmin G3000 PRIME Integrated Flight Decks.

Safety Autoland ist für Fälle vorgesehen, in denen der Pilot oder die Pilotin unerwartet handlungs-unfähig wird, etwa infolge eines medizinischen Notfalls. Es kann per Knopfdruck aktiviert werden und soll nach Angaben von Pilatus auch eine mögliche Handlungsunfähigkeit erkennen können. In diesem Fall übernimmt es die Steuerung des Flugzeugs und informiert die Insassen über die Aktivierung.

Für die Auswahl des Zielflugplatzes wertet das System unter anderem Flugzeug- und Navigations-Daten, Landebahnlänge, Wetter- und Windverhältnisse sowie die verfügbare Treibstoffmenge aus. Anschliessend berechnet es eine Route und steuert die für die Landung relevanten Systeme wie Landeklappen, Fahrwerk, Beleuchtung und Enteisung. Auch der Funkverkehr soll automatisiert erfolgen, um die Flugsicherung und Personen am Boden zu informieren.
Laut Pilatus standen diese Funktionen bei den abschliessenden Zertifizierungsflügen im Mittelpunkt. Dabei wurde der automatisierte Ablauf von der Aktivierung über die Kommunikation bis zur Landung und zum Abschalten des Triebwerks erprobt.
Der einmotorige Turboprop ist mit einer aktuellen Version des Pratt & Whitney Canada PT6 ausgerüstet. Pilatus verweist für die Triebwerksfamilie auf mehr als 60.000 im Einsatz befindliche Triebwerke und über 400 Millionen Flugstunden. Der Hersteller gibt zudem an, dass der PC-12 PRO mit Sustainable Aviation Fuel in einer SAF-Beimischung betrieben werden kann.
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