Neuer Flieger und großer Andrang

Bestes Wetter, volle Bänke, reger Flugbetrieb: Mehr als 1000 Besucherinnen und Besucher zog es zum traditionellen Maifliegen des Mittelhessischen Vereins für Flugsport auf den Dornberg bei Sontra. Über den Tag hinweg hoben Segel- und Motorflugzeuge mehr als 80 Mal ab.

Bernhard Walter (Berneburg) und Norbert Schilling (Wichmannshausen) nutzten die Gelegenheit zur Maiwanderung zum Flugplatz und zeigten sich beeindruckt vom Geschehen: „Ein bewundernswerter Sport“, so ihr Fazit.

Im Mittelpunkt des Programms stand die feierliche Taufe des neuen Ultraleicht-Flugzeugs vom Typ Dynamic WT9. Vereinsvorsitzender Markus Konopka stellte den schnittigen Zweisitzer mit Turbomotor vor: „Nur 340 Kilo Leergewicht – das ist ein Leichtgewicht im Vergleich zum Mittelklassewagen.“ Dank galt der Stadt Sontra, die mit einem Zuschuss von 8’500 Euro zur Anschaffung beigetragen hatte.

Bürgermeister Thomas Eckhardt taufte die Maschine auf den Namen „Stadt Sontra“ – stilecht mit Sekt, aber „sehr vorsichtig, um den Flieger nicht zu beschädigen“. In seiner Ansprache würdigte er das Engagement der Vereinsmitglieder, insbesondere während der Pandemie. Gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Mutter, Stadtrat Jürgen Stratmann sowie Hänselmeister Daniel Kohl und Bergknappe Hans-Werner Wegehenkel nahm er an der Zeremonie teil.

Anschließend erlebte Eckhardt selbst den Flugplatzalltag: Mit Pilot Ullrich Möller stieg er in einen Segler, der vom neuen Motorsegler in die Luft geschleppt wurde. „Jetzt sind wir unabhängig vom Wind“, freute sich Konopka. Die Dynamic WT9 erreicht im Reiseflug 230 km/h.

Für einen besonderen Moment sorgte Hänselmeister Kohl mit der „allerersten Hänselung eines Flugzeugs weltweit“. Bürgermeister Eckhardt überreichte dazu eine von Axel Fahnert handgefertigte Uhr als symbolisches Präsent.

Das Fazit des Tages: ausverkaufte Grill- und Kuchentheke, leere Getränkekisten – und viele begeisterte Gäste. Sprecher Michael Kramer dankte dem Posaunenchor Sontra sowie den Flugvereinen aus Eschwege und Lichtenau, „ohne deren Manpower und Doppelsitzer wir die vielen Gastflüge nicht hätten stemmen können“.


Entdecke mehr von

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert