Ein akuter medizinischer Notfall des Piloten war die wahrscheinliche Ursache für den Absturz eines Motorflugzeugs vom Typ Flight Design CTLS am 1. Dezember 2024 in einem Waldgebiet bei Wienings. Der 83jährige Pilot kam dabei ums Leben. Dies geht aus dem Abschlussbericht der österreichischen Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) hervor.
Flugverlauf und Unfall
Der Pilot startete um 14:11 Uhr UTC vom Flugplatz Krems-Langenlois (LOAG) zu einem Flug nach Dobersberg (LOAB). Der Flug verlief zunächst unauffällig. Der Pilot nutzte den Autopiloten und änderte mehrmals die eingestellte Flughöhe. Nach einer anfänglichen Steigphase auf 3200 Fuß leitete der Pilot zwei schrittweise Sinkflüge ein, zuletzt auf eine Höhe von 2600 Fuß. Diese letzte Höhenreduktion führte zur Kollision des Flugzeugs mit dem Wald.

Untersuchungsergebnisse
Die Untersuchung des Unfalls ergab keine Hinweise auf technische Mängel am Luft-Fahrzeug. Das Flugzeug mit Baujahr 2010 war ordnungsgemäß gewartet, versichert und zugelassen. Auch die Beladung und der Schwerpunkt lagen im zulässigen Bereich. Meteorologische Faktoren konnten als Unfallursache ausgeschlossen werden.
Die Obduktion des 83-jährigen Piloten, der über eine Flugerfahrung von mehr als 2200 Stunden verfügte und ein gültiges Medical der Klasse 2 besaß, ergab als Todesursache eine akute Lungenembolie mit Lungeninfarkt. Laut Bericht konnte dieses Krankheitsbild zu einer Kreislaufschwäche sowie Bewusstseinstrübungen führen und somit die Handlungs- und Flugfähigkeit des Piloten akut stark beeinträchtigen oder komplett aufheben.
| Fakt | Detail |
| Datum & Zeit | 01.12.2024, ca. 14:30 UTC |
| Luftfahrzeug | Flight Design CTLS |
| Pilot | 83 Jahre, PPL(A), ca. 2283h Flugerfahrung |
| Unfallart | Kollision mit Waldgebiet |
| Personenschaden | 1 tödlich (Pilot) |
| Wahrscheinliche Ursache | Kollision mit dem Gelände |
| Wahrscheinlicher Faktor | Ungünstig gewählte Flugtaktik aufgrund der Beeinträchtigung durch ein medizinisches Problem |
Schlussfolgerung
Die Sicherheitsuntersuchungsstelle kommt zu dem Schluss, dass der Unfall auf die Kollision des Flugzeugs mit dem Wald zurückzuführen ist. Als wahrscheinlichster Faktor für die zum Unfall führende, „ungünstig gewählte Flugtaktik“ wird die akute medizinische Beeinträchtigung des Piloten durch die Lungenembolie genannt. Die Untersuchung legt nahe, dass der Pilot durch den medizinischen Notfall die Kontrolle über seine Entscheidungen und das Flugzeug verlor, was schlussendlich zum fatalen Sinkflug führte.
Sicherheitsempfehlungen wurden von der Behörde keine ausgesprochen.
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Es ist in vielen Vereinen und unter Privatfliegern bekannt. Thema „fliegen alleine“ mit gültiger Lizenz im betagten Alter. Leider kommt es immer wieder vor, das sich solche Unfälle ereignen müssen. In diesem Fall hätte es jeden Piloten egal welchen Alters treffen können. Oft aber sieht man, wie Fähigkeiten besonders unter Stress aufgrund des Alters leiden, das Flugzeug sicher zu führen. Wir haben eine Regel im Verein, das man in solchen Fällen mit dem Piloten spricht, er soll zumindest als Passagier einen auf dem Muster fliegenden Piloten als Gast mitführen. In diesem Fall konnte man nicht sehen, was auf den Kameraden zukommt. Ob ein zweiter Pilot final sein Leben hätte retten können? Zumindest hätte man eine Landung vorgenommen und über Funk den Notarzt informiert.