Der LSV Geratshof blickt auf ein außergewöhnliches Flugjahr eines seiner aktivsten Piloten: Günther Siebinger hat 2025 mit 46 dokumentierten Flügen mehr als 25’000 Kilometer erflogen – rund ein Viertel der gesamten Vereinsdistanz. Angetrieben wird diese Bilanz nicht von Zahlen, sondern von Begeisterung und Erfahrung.
Günther Siebinger, seit 2022 im Vorruhestand, nutzte die gewonnene Zeit intensiv. Fast 300 Stunden war er in der Luft. Sein Fokus liegt klar im alpinen Gelände: Die Berge bieten thermische Intensität, anspruchsvolle Entscheidungen und kaum vergleichbare landschaftliche Vielfalt. Typisch sind frühe Starts vom Geratshof mit Motorhilfe Richtung Alpen, häufig bis ins Engadin, um den Tag maximal zu nutzen und abends nach Möglichkeit nach Hause zu gleiten.

Dass dabei nicht immer alles nach Plan läuft, gehört dazu. Eine wetterbedingte Außenlandung in Sondrio führte zwar zur Übernachtung in Italien, zeigte aber auch den Wert eines dichten Netzwerks: Siebinger ist regelmäßig an verschiedenen Flugplätzen unterwegs und startet pro Saison von mehreren Standorten. Neben Sondrio zählen Südfrankreich (Sisteron) und Wettbewerbe wie Ohlstadt zu seinen Fixpunkten. Ein weiterer Höhepunkt war ein zweiwöchiger Flugurlaub in Namibia mit Strecken jenseits der 1’000-Kilometer-Marke.
Zum Segelfliegen kam Siebinger mit 19 Jahren. Heute stehen rund 6’000 Flugstunden zu Buche. Seit 1999 ist er am Geratshof beheimatet, von 2004 bis 2023 engagierte er sich zudem als zweiter Vorstand.
Für 2026 plant der LSV Geratshof-Pilot erneut frühe Saisonstarts in Sondrio, den Sommer in Sisteron – und bewusst mehr Präsenz am Heimatplatz, unter anderem bei Oster- und Pfingstcamp. Sein Credo bleibt dabei unverändert: An jedem Tag das Beste aus den Bedingungen machen. Genau das hält die Faszination lebendig.
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