Der Schweizer Elektroantriebsspezialist H55 hat Fortschritte bei der Entwicklung seines 200-kWh-Energiespeichersystems (ESS) für den RTX Hybrid-Electric Flight Demonstrator bekanntgegeben. Nach dem erfolgreichen Volllast-Bodentest im Juni 2025 schreitet die Integration des Systems voran.
Das Programm unter Leitung von Pratt & Whitney Canada und Collins Aerospace verfolgt das Ziel, die Treibstoffeffizienz von Regional-Flugzeugen, um bis zu 30 Prozent zu verbessern. Grundlage ist eine hybride Architektur aus Verbrennungsmotor, einem rund 1-Megawatt-Elektromotor sowie dem Batteriesystem von H55.
Die Batteriearchitektur von H55 dient dabei nicht nur als Energiequelle, sondern auch als zertifizierungsrelevante Basis für das Gesamtsystem. Das ESS wurde bereits in umfangreichen Tests validiert und erfüllt laut Unternehmen die Anforderungen der EASA. Die modulare Bauweise ermöglicht eine flexible Integration sowie eine angepasste Gewichtsverteilung im Flugzeug.
Der aktuelle Demonstrator wird auf einer modifizierten De Havilland Canada Dash 8-100 aufgebaut. Ziel ist es, die hybride Antriebsarchitektur im Maßstab eines Regionalflugzeugs zu erproben und weiter zu validieren.
H55 geht auf das Solar-Impulse-Programm zurück und hat seither mehrere elektrische Flugzeugplattformen entwickelt und betrieben. Mit dem RTX-Demonstrator erweitert das Unternehmen den Einsatzbereich seiner Technologie nun auf die CS-25-Klasse und damit auf grössere Verkehrsflugzeuge. Mit dem Projekt soll die Skalierbarkeit zertifizierbarer Batteriesysteme für künftige hybride Regionalflugzeuge weiter untersucht werden.
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