Geglückte Generalprobe für Junioren-WM

Auch wenn die Piloten beim Segelflug Grand Prix in Elchingen aufgrund der mangelhaften Wetterlage nur drei von sieben Wertungstagen fliegen konnten, ist für den Luftsportring Aaalen die Generalprobe für die Ausrichtung der Junioren WM 2026 geglückt.

Sportleiter Bernd Schmid beim Briefing der Teilnehmer. Fotos: LSR Aalen

Segelflug Grand Prix in Elchingen: Gintzel vor Göttler
In der 15-Meter-Klasse hat Björn Gintzel (FG Dahlemer Binz) den Grand Prix gewonnen. Zwei Tagessige trugen ihn ganz nach vorne. Gintzel hat sich damit zum Finale im August 2025 in Frankreich sicher qualifiziert. Auch der Zweitplatzierte Steffen Göttler (LSC Bad Homburg) wird in der Endrunde in St. Auban an den Start gehen. Der amtierende Weltmeister Tom Arscott (Lasham Gliding Society / Groß Britannien) wurde Dritter.

Doppelsitzer in zehn Jahren bald regelmäßig beim Grand Prix am Start?
In der „Experimentier-Klasse“ der Doppelsitzer triumphierte das österreichische Duo Wolfgang Janowitsch und Andi Lutz. Normalerweise gehört die Klasse nicht zum Aufgebot des Grand Prix, aber der LSR Aalen nahm sie kurzerhand mit in die Austragung. Die langjährigen Nationalmannschaftspiloten Robert Schröder und Charly Bauder wagten sogar die Prognose, dass in spätestens zehn Jahren weltweit bei Grand Prix eine Doppelsitzer-Klasse Standard sein wird.

Der Aalener Arcus mit dem zweifachen Europameister Erwin Ziegler und Pilot Alexander Schmid wurde Zweiter. Sportleiter Bernd Schmid war besonders stolz, dass sein Sohn mit auf dem Siegerpodest stand. Auf dem dritten Rang landete das Team von Eberhard, „Ebo“ Laur, der nicht nur Luftsportler, sondern auch der Präsident des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes ist. Er flog im Wechsel mit Robert Österle und Kevin Schmidt im Arcus.

WM-Generalprobe geglückt: Großes Lob an den Luftsportring Aalen
„Was die Elchinger hier geleistet haben, verdient ein großes Lob. Mit dem Grand Prix, der ja in englischer und deutscher Sprache, von Beginn an organisiert, kommuniziert und zuletzt auch durchgeführt wurde, hat der LSR Aalen bewiesen, dass er im Stande ist, eine Weltmeisterschaft auszurichten“, urteilt Laur. Luftsportring Chef Helmut Albrecht ergänzt: „die Generalprobe, als die der Grand Prix für uns gedacht war, hat uns ein gutes Gefühl gegeben. Wir wissen jetzt, mit diesem Team sind wir als Verein in der Lage, eine WM auszurichten.

Das Treppchen der 15m-Klasse: Björn Gintzel (m.), Steffen Göttler (l.) und Tom Arscott.
Die Siegerteams der Doppelsitzer-Klasse: Wolfgang Janowitsch und Andi Lutz (m.), Erwin Ziegler und Pilot Alexander Schmid (l.), Eberhard, „Ebo“ Laur und Robert Österle.

Livestream erreicht internationales Publikum – viele Besucher vor Ort
Der französische Grand-Prix-Kenner und Beobachter Benjamin „Bensch“ Neglais zeigte sich von der medialen Reichweite des Grand Prix angetan. „Der Livestream, welcher täglich vom LSR Aalen produziert wurde, hat vieles bisher Dagewesene in den Schatten gestellt. Live-Bilder aus dem Starterfeld, Bilder aus den Schleppflugzeugen, das Live-Tracking, kommentiert von einer Deutsch-Englischen Moderation haben Zuschauer von den USA, über Portugal, Madeira, ganz Europa bis nach Neuseeland erreicht!“. In einem Live-Chat konnten die zeitweise über 1’000 Follower Fragen an die Elchinger- Crew stellen. Aber auch die vielen Besucher, welche an den Wettbewerbstagen schon morgens auf den Flugplatz nach Elchingen kamen, sind der Beweis, Segelfliegen ist ein Sport, der über die Insider-Szenen hinaus eine öffentliche Strahlkraft besitzt. Quelle: ‚DAeC‚.

Ohne Orgateam kein Segelflug Grand Prix!

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