Der Flugplatz Freistadt (Gemeinde Hirschbach im Mühlkreis) ist seit Anfang April geschlossen. Die Bezirkshauptmannschaft Freistadt untersagte den Betrieb per Bescheid. Als Grund wird „Gefahr im Verzug“ aufgrund fehlender Sicherheitsstreifen angeführt.

Der Fliegerclub Freistadt verweist darauf, dass der Flugbetrieb seit 30 Jahren auf Basis eines Bescheids aus dem Jahr 1996 durchgeführt wird. Der Flugplatz selbst existiert seit 1962. Die Piloten werden jährlich geschult, und laut Clubangaben hat Sicherheit oberste Priorität.
Die Schließung stößt in Fliegerkreisen auf Unverständnis. Es wird hinterfragt, warum die nun beanstandeten Mängel in den vergangenen Jahrzehnten nicht festgestellt wurden. Derzeit laufen Gespräche zwischen dem Fliegerclub und dem Land Oberösterreich, um eine Lösung zu finden. Ein entsprechender Bescheid des Landes wird erwartet.
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Naja. Freistadt galt schon immer als ein wenig schwierig – ein sogenannter „Flugzeugträger“. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht (alles schon sehr lange her), gab es bei uns eine Vorstandsverfügung, wonach LOLF von unseren Motorseglerkapitänen (waren so 20+ Jahre, früher alle knapp vor dem Einstieg in Me109, FW190 oder Me 262 gestanden) nicht angeflogen werden durfte. Die trauten sich aber sowieso nicht und zogen es vor, von der Pensionistenbank aus die Jüngeren zu kritisieren.
Irgendwo habe ich gelesen, dass der tödliche Unfall von vor gut einem Jahrzehnt bei einer touch-and-go-Übung mit einer einmotorigen passiert wäre. Es war aber eine Übung mit einer 2-mot im Einmotorenflug und die Überlegung, den Platz wegen Sicherheitsmängeln zu schließen (die damals im Lichte des Vorfalls verständlich gewesen wäre), tauchte nicht auf. Wieso jetzt (ERST JETZT!!!) nach gut 60 Jahren Betrieb der Platz nicht mehr sicher sein soll, erschließt sich mir nicht. Ob da vielleicht irgendeine Anrainerfehde dahintersteckt? Auch Erla wurde ja wohl aufgrund diplomatischen Ungeschicks der Vereinsoberen geschlossen.
PS.: Ich bin nicht und war nie Mitglied bei den Freistädter Fliegern (außer 2 Tage bei den Fallschirmspringern, wodurch mir und anderen „einmal mit dem Fallschirm abspringen“ – kein Tandem – ermöglicht wurde.