Fliegerlager in Ellwangen

Die Fluggruppe Neuburg führte vom 1. bis 8. August ihr elftes Fliegerlager in Ellwangen durch. Heisse, überwiegend thermisch gute Bedingungen ermöglichten Schulung, Streckenflüge und Motorsegler-Ausflüge; der Betrieb verlief ohne gemeldete Zwischenfälle.

Tägliche Briefings und reger Flugbetrieb

Die Woche begann bei leicht bewölktem, anschliessend überwiegend heissem und thermisch gutem Wetter. Die täglichen Briefings um 8.30 Uhr umfassten Wetter, Flugvorhaben, Abläufe am Start sowie sicherheitsrelevante Themen. Bei hohen Temperaturen wurden insbesondere der Schleppbetrieb, die Konzentration von Piloten und Helfern sowie mögliche Notlagen besprochen.

Neben Mitgliedern mit eigenen und Vereinsflugzeugen nahmen fünf Flugschüler am Betrieb teil. Sie absolvierten Windenstarts und erprobten weiterführende Übungen wie Trudeln, Sturzflugbremse und Slippen mit Klappe. Am letzten Flugtag gelang Cornelius der erste Alleinflug. Das Lager endete nach dem Rückschlepp von ASK 13 und ASK 21 nach Neuburg.

Streckenflüge und besondere Besucher

Die guten Bedingungen ermöglichten mehrere längere Flüge. Wolfgang blieb 4,5 Stunden in der Luft und nutzte später eine etwa 15 Kilometer lange Wolkenstrasse bis Flugfläche 100. Norbert legte einen 420-Kilometer-Flug mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 107 km/h zurück. Sebastian flog in der Nähe von Aalen gemeinsam mit zahlreichen Teilnehmern der Junioren-Weltmeisterschaft in einem Thermikbart und setzte seinen Flug anschliessend über die Alp fort.

Während der Junioren-Weltmeisterschaft in Aalen landeten auch Segelflugzeuge aus Litauen und der Schweiz als Gäste in Ellwangen. Zudem besuchte eine De Havilland DH.89 Dragon Rapide in ehemaliger Swissair-Lackierung den Platz.

Ausflüge und Aussenlandung

Mit dem Motorsegler «Mose» führte ein Ausflug über Schwäbisch Hall, Mannheim, Kirn und Trier zum Flugplatz Traben-Trarbach. Der Rückflug nach Ellwangen erforderte einen Tankstopp in Mosbach-Lohrbach.

Renate absolvierte am Fuss des Hesselbergs ihre erste Aussenlandung. Die vorbereitete Bergung wurde durch Mitglieder der Gruppe unterstützt; Personen und Flugzeug blieben unbeschädigt. Neben dem Flugbetrieb prägten gemeinsame Abende und die Zusammenarbeit mit den Gastgebern der Fliegergruppe Ellwangen die Lagerwoche.


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