Ausflug mit Gipfelsturm

Oder – wie man eine siebenstündige Wanderung auf das Birnenhorn mit einem Überlandflug in einer WT9 von Bamberg nach Zell am See kombiniert.

Noch im Morgengrauen rolle ich in Bamberg mit der WT9 los. Der Flieger ist schnell, sparsam und mit genug Reichweite ausgestattet – ideal für den Trip nach Zell am See. Ein letzter Blick auf Wetter und NOTAMs, dann geht es kurz nach sechs in die Luft. Über Nürnberg gibt es problemlos Freigabe für den Durchflug durch den Delta. Der Lotse wundert sich, warum die WT9, eigentlich ein UL, als Echo-Klasse unterwegs ist – eine Frage, die an diesem Tag mehrfach auftaucht. Weiter südlich verzichte ich auf den Charlie über München: zu viel Verkehr, die Airliner schwirren kreuz und quer. Also lieber auf 3000 Fuß „unter dem Radar“ bleiben.

Hinter München steige ich auf über 6000 Fuß, der Blick öffnet sich Richtung Alpen. Über Unterwössen und Mühlau zeigen sich die Leoganger Steinberge, markant und beeindruckend. Kurz vor acht melde ich den Anflug auf Zell am See, Landung auf der 25 – nach 1:44 Stunden Flugzeit steht die Maschine auf der Grasfläche.

Nach der Wanderung auf das Birnenhorn fliege ich am Nachmittag zurück. Noch ein kurzes Gespräch mit dem Startleiter, der ebenfalls die Echo-Kennung bemerkt, dann Start über die 07. Ein letzter Blick auf die Steinberge aus 6000 Fuß, danach fast die gleiche Route wie am Vormittag: unter dem Charlie München durch, über Nürnberg im Delta. Gegen Abend setzt die WT9 sanft in Bamberg auf. Ein langer Tag geht zu Ende – der Flieger bekommt noch seine wohlverdiente Wäsche.

-> vollständiger Bericht von Konstantin Mahler


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