Antonov AN-124-Frachter nach Leipzig ausgeflogen

Ukrainische An-124 entkommt aus Kiew
Am 11. Juli gelang Antonov eine spektakuläre Rückführung: Die seit März 2021 im Werk Kiew-Swjatoschyn geparkte Antonow An-124 mit dem Kennzeichen UR-82073 hob überraschend ab – und landete noch am selben Nachmittag auf dem Flughafen Leipzig-Halle. Der Coup blieb unbemerkt.

Tiefflug – ohne Transponder
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 war das Großraum-Fracht-Flugzeug in Kiew blockiert. Da der ukrainische Luftraum gesperrt ist, flog die An-124 am 11. Juli ohne aktives Transpondersignal bis zur polnischen Grenze. Erst ab dort konnte die Flugroute offiziell nachverfolgt werden. Antonov Airlines nutzt Leipzig seit der Zerstörung des Flughafens Hostomel als provisorische Basis. Die Rückführung der UR-82073 ist bedeutsam – auch wegen ihrer technischen Aufrüstung. Experten wunderten sich: Ein Flugzeug dieser Größe hinterlässt eine enorme Radarsignatur und kann kaum unbemerkt abheben.

Modernisiert und bald wieder im Einsatz
Nach Angaben ukrainischer Quellen wurde die UR-82073 während ihrer Standzeit umfassend modernisiert – mit neuer Avionik sowie Triebwerken mit Chevron-Düsen zur Lärmreduktion. Fotos aus Kiew und Leipzig bestätigen die gezackten Triebwerks-Auslässe. Die Maschine soll nun wieder zur aktiven Flotte von Antonov Airlines stoßen, die derzeit aus fünf An-124 besteht.

-> Video von der Begrüssung in Leipzig


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