Zur Bekämpfung der schweren Waldbrände im Südwesten Frankreichs rüstet das Land ein militärisches Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M für Löscheinsätze um. Premierminister Sébastien Lecornu hat die Entsendung der Maschine angeordnet.

Die A400M wird mit einem versuchsweise entwickelten System ausgestattet, das den Abwurf von 20 Tonnen Löschmittel auf einmal ermöglicht. Dies entspricht der doppelten Kapazität herkömmlicher Löschflugzeuge vom Typ Dash. Die Maschine soll gezielt eingesetzt werden, um die Ausbreitung der Flammen in besonders gefährdeten Gebieten zu stoppen.
Das Innen- und das Verteidigungsministerium haben eine entsprechende Vereinbarung mit Airbus geschlossen. Die technischen Vorbereitungen, Testflüge und die Schulung der Besatzung begannen bereits. Die Maschine soll inzwischen einsatzklar sein. Der Einsatz war ursprünglich für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen, wurde aber aufgrund der aktuellen Lage vorgezogen.
Die Brände in der Region Gironde nahe Bordeaux und im Département Landes haben sich auf große Flächen ausgedehnt. Bislang verbrannten rund 22.000 Hektar Land. Mehrere Zehntausend Menschen, darunter viele Touristen, mussten evakuiert werden. Zur Unterstützung der lokalen Einsatzkräfte wurden zudem 100 Feuerwehrleute aus Paris in das Krisengebiet entsandt. Auch weitere Löschflugzeuge aus anderen europäischen Ländern waren zur Unterstützung im Einsatz.
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