Der Flugplatz St.Gallen-Altenrhein hat sein 100-jähriges Bestehen vom 28. bis 30. August mit einer Flugshow gefeiert. Nach Angaben des Organisationskomitees kamen am Samstag und Sonntag knapp 40.000 Besucherinnen und Besucher auf das Gelände. Der Flugbetrieb verlief ohne Zwischenfall; die Anreise führte am Samstag jedoch zu Verkehrsproblemen.



Das Jubiläumsprogramm stellte die Geschichte des Flugplatzes und die heutige Rolle des Standorts in den Mittelpunkt. In der Luft waren unter anderem die Patrouille Suisse, historische Flugzeuge der Flying Bulls sowie die Classic Formation mit einer Douglas DC-3 und drei Beechcraft Model 18 zu sehen. Auch Flugzeuge des Fliegermuseums Altenrhein waren in das Programm eingebunden. Für die Patrouille Suisse war es nach Angaben der Veranstalter der letzte Auftritt in ihrer gewohnten Formation in der Ostschweiz.
Der Flugplatz besteht seit 1926 und ist eng mit dem Rheintal sowie dem grenznahen österreichischen Raum verbunden. Neben der historischen Bedeutung ist der Standort weiterhin für die regionale Luftverkehrsanbindung relevant; People’s verbindet Altenrhein regelmässig mit Wien. Die Ausrichtung der Flugshow erforderte wegen des angrenzenden österreichischen Luftraums eine Genehmigung des Landes Vorarlberg. Im Vorfeld hatte es aus den Rheindelta-Gemeinden Kritik an Lärm, Sicherheitsfragen und möglichen Auswirkungen auf das Natura-2000-Gebiet gegeben.
Für die Flugsicherung galt während der Vorführungen eine besondere Luftraumorganisation. Während des Flugprogramms durften keine anderen Luftfahrzeuge die Kontrollzone durchfliegen. Der Linienverkehr sollte dennoch aufrechterhalten werden. Zusätzlich war ein System zur Erkennung privater Drohnen eingerichtet worden.
Die grösste Herausforderung war die Verkehrsführung am Samstag. Der Besucherandrang führte zu Rückstaus bis auf die Autobahn. Die Ausfahrt Rheineck in Richtung St. Margrethen musste am frühen Nachmittag rund eine Stunde lang geschlossen werden. Mehr als 40 zusätzliche Angehörige der Feuerwehr wurden für den Verkehrsdienst aufgeboten. Nach Anpassungen in der Einsatzorganisation und einer personellen Verstärkung konnten die Besucherströme am Sonntag besser bewältigt werden.
Aus Sicht der Kantonspolizei St.Gallen verlief die Veranstaltung abgesehen von der Verkehrslage im Rahmen der Erwartungen. Polizei und Feuerwehr verzeichneten ausser den Einsätzen zur Verkehrslenkung keine weiteren besonderen Vorkommnisse. Der Rettungsdienst registrierte rund 500 Bagatellfälle, behandelte mehr als 80 Personen ärztlich und brachte sieben Personen in Spitalpflege. Der Flugbetrieb selbst verlief ohne Zwischenfälle. Die Blaulichtorganisationen wollen die Verkehrsbelastung gemeinsam mit dem Veranstalter mit Blick auf mögliche künftige Grossveranstaltungen analysieren.
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